Hüterin der Drachen (Autorin: Carole Wilkinson)
 
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Hüterin der Drachen von Carole Wilkinson

Rezension von Heike Rau

 

Rezension:

Zwei Drachen sind es nur noch, die am Rande des Kaiserreiches, im dunklen Verlies im schmutzigen Stroh dahinvegetieren. Lan, der kaiserliche Drachenhüter vernachlässigt sie aufs Gröbste. Ein junges Sklavenmädchen ohne Namen kümmert sich um die Tiere in den Ställen und auch um die Drachen, nutz die Gelegenheit, für sich und ihre Ratte Essbares abzuzweigen. Als einer der Drachen stirbt, gibt sich das Mädchen die Schuld. Es betet zu den Unsterblichen. Verspricht, sich aufmerksamer um den noch lebenden Drachen Long Danzi zu kümmern. Beim Ausmisten der Grube findet es einen seltsamen Drachenstein. Doch Danzi lässt zunächst nicht zu, dass das Mädchen ihn berührt. Sein Versprechen hält es trotzdem. Es kümmert sich gut um den Drachen, verschafft ihm sogar Bewegung und frische Luft.

 

Als der Kaiser zu Besuch kommt, glaubt er noch zwei Drachen verkaufen zu können. Und das Mädchen ängstigt sich vor der Strafe, wenn er die Wahrheit erfährt. In eine Notlage geraten, muss es dann auch alles erzählen, entkommt aber zunächst. Seine Sorge gilt dem noch lebenden Drachen. Es muss ihm helfen sein Leben zu retten und weil Danzi fliegen kann, gelingt die Flucht. Das Mädchen erfährt, dass es Ping heißt. Und obwohl Ping eigentlich lieber wieder nach Hause will, bringt der Drachen sie immer weiter weg. Nach einem Absturz müssen die beiden sich vor der kaiserlichen Garde verstecken und erlauschen etwas Unfassbares. Ping soll eine gefürchtete Zauberin sein. Mit diesem Ruf kann sie nie wieder zurück. Sie muss bei Danzi bleiben, der den seltsam schönen Drachenstein mit ihrer Hilfe zum Meer bringen muss.

 

Die Geschichte ist märchenhaft und sehr faszinierend. Ping, ein vertrauensseliges und mit wenig Selbstbewusstsein ausgestattetes Mädchen, nimmt eine interessante Entwicklung von der Sklavin hin zur kaiserlichen Drachenhüterin. Und auch Long Danzi, der Drachen, mit dem sie sich in Gedanken verständigen kann, ist eine beeindruckende Wesen mit ungeahnten und sehr überraschenden Fähigkeiten. Er muss den Drachenstein mithilfe Pings zum Meer bringen. Der Drachenstein birgt ein Geheimnis, das ist schnell klar. Sicher ahnt man beim Lesen worin es besteht, bekommt die Bestätigung jedoch erst am Schluss der Geschichte. Das erhöht die Spannung und zieht den Leser regelrecht durchs Buch. Auf ihrer Reise erleben Ping und Danzi sagenhafte Abenteuer. Immer wieder riskieren beide ihr Leben, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Besonders Ping muss lernen, sich nicht vom Schein täuschen zu lassen. Nicht immer sind die Dinge so, wie sie anmuten. Auch der Leser wird oft zum Staunen gebracht. Dabei fallen auch die liebevoll ausgearbeiteten Details sehr positiv auf.

 

Fazit:

Die fantasievolle Geschichte ist gut geschrieben, und somit wunderbar zu lesen. Mit im Buch ist eine Karte, so dass auch die Reiseroute gut vorstellbar wird.

Ältere Kommentare:

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202403030347259d4b3761
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Buch:

Hüterin der Drachen

Autorin: Carole Wilkinson

Übersetzer: Peter Knecht

gebundene Ausgabe, 315 Seiten

Cecilie Dressler Verlag, August 2005

 

ISBN: 3-7915-2234-3

 

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 18.10.2005, zuletzt aktualisiert: 07.10.2023 11:43, 1407