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In den Armen der Gefahr von Linda Howard

Rezension von Christel Scheja

 

Linda Howard hat mittlerweile um die fünfundzwanzig Romane geschrieben und bewegt sich dabei meistens im Bereich der romantischen Thriller, in denen Liebe und Verbrechen eine interessante Mischung eingehen und vor allem weibliche Leser begeistern. Das merkt man auch ihrem neusten Roman „In den Armen der Gefahr“ an.


Morgan Yancy arbeitet für eine Organisation, die mehr oder weniger den Staatsschutz unterstützt und steht daher permanent unter Adrenalin und im Einsatz. Allerdings muss er feststellen, dass er sich bei diesen nicht nur Freunde geschaffen hat, denn während er sich einmal ein paar Tage Urlaub gönnt, wird er aus dem Hinterhalt angeschossen und lebensgefährlich verletzt.

Zwar kommt er mit dem Leben davon, ist aber noch schwer angeschlagen. Deshalb entschließt sich sein Vorgesetzter, seinen besten Mann erst einmal in Sicherheit zu bringen und gleichzeitig den Drahtziehern hinter dem Anschlag eine Falle zu stellen.

Deshalb schickt er Morgan zu seiner Halbschwester Isabeau Maran, die Polizeichefin in einem kleinen Kaff in West Virginia ist. Obwohl sie zunächst gar nicht erbaut über ihren seltsamen Gast ist, den ihr der Halbbruder aufdrückt, nimmt sie doch an, denn das Geld kann sie durchaus gebrauchen.

Und während sich der schwer verletzte Agent langsam erholt, stellt er fest, dass die toughe Polizistin durchaus Gefühle in ihm weckt, die er schon lange nicht mehr gespürt hat. Auch Isabeau kann nicht verhehlen, dass sie sich von dem Mann angezogen fühlt.

Während sich die beiden langsam näher kommen, rückt aber auch die Gefahr näher, denn diejenigen, die Morgan ins Visir genommen haben, wollen ihn um jeden Preis töten - auch wenn dabei Unschuldige sterben müssen …


„In den Armen der Gefahr“ ist natürlich in erster Linie, in der sich zwei starke Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten näher kommen, auch wenn der Weg mit den entsprechenden Schwierigkeiten gespickt ist, da sie sich zunächst nicht wirklich riechen können. Aber das ist wohl auch der Trick an der ganzen Sache, um das Interesse der Leser auch bis zum Ende zu halten.

Die Feinde und ihre Absichten dienen eher dazu, um die Handlung voran zu treiben und gelegentlich Spannung zu wecken. Denn sie bleiben eher schemenhaft und blass, entwickeln sich nicht wirklich zu gleichwertigen Gegnern. Immerhin werden sie so weit ausgearbeitet, dass man ihnen zumindest die Motive für ihr Handeln abnimmt.

Dafür nimmt sich die Autorin um so mehr Zeit, die Geschichte mit Alltäglichkeiten auszuschmücken und das Umfeld der Heldin zum Leben zu erwecken, damit der Leser sich die Kleinstadt und ihre skurrilen Originale besser vorstellen können.

Alles in allem erfüllt die Geschichte die Erwartungen der Fans, denn sie wird flott erzählt, weist gelegentlich ein gewisses Augenzwinkern auf und stellt die Gefühle der Helden ins rechte Licht, so dass man am Ende nicht ganz unzufrieden ist, dass der Thriller-Anteil eher gering bleibt.

Die Figuren erhalten ein gewisses Profil, zeigen trotz der Ecken und Kanten allerdings auch, dass sie sehr den üblichen Klischees des Genres angepasst wurden.


Heraus kommt ein kurzweilig zu lesender und unterhaltsamer Roman mit einer halbwegs spannenden Handlung, sympathischen Figuren und nicht zuletzt auch einer knisternden Liebesgeschichte.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

In den Armen der Gefahr

Autorin: Linda Howard

Taschenbuch, 432 Seiten

Mira, März 2017

Übersetzerin: Katrin Hahn

 

ISBN-10: 3956496426

ISBN-13: 978-3956496424

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B01FJTUA1A

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 05.04.2017, zuletzt aktualisiert: 18.07.2017 18:11