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Inferno von Edward Lee

Rezension von Thomas Götz

 

Inhalt

Wir sehen uns in der Hölle… … und das schneller, als es der jungen Cassie Heydon lieb sein kann. Als sie auf der Suche nach ihrer Zwillingsschwester Lissa das Tor zur Unterwelt durchschreitet, ahnt Cassie noch nichts von den Schrecken, die sie erwarten. Denn die Hölle ist eine Stadt mit ganz eigenen Gesetzen – unbarmherzig regiert von Luzifer, der vom höchsten Wolkenkratzer aus über die ungeheure Metropole wacht. Doch eine Prophezeiung spricht davon, dass seines Tages eine Tochter des Äthers herabsteigen wird, um den Höllenfürsten vom Thron zu stoßen. Ist Cassie die Auserwählte?

 

Rezension:

Die Hölle ist eine Stadt namens Mephistopolis - ein auf den ersten Blick doch recht makabres, aber auch interessantes Ausgangspünktchen, auf dem dieser Roman fußt. Und tatsächlich wird dieses Konzept (größtenteils) auch recht gut umgesetzt.

Neben den üblichen Sex- und Gewalteinlagen (gleich von der ersten Seite an) gibt es in der Hölle bzw. im Jenseits auch bestimmte Regeln, Dämonen und, natürlich, Engel, die wie Brad Pitt aussehen.

Soweit so gut. Diese Szenen werden auch nicht in allzu großem Detail (bis auf wenige Ausnahmen) beschrieben, so das vieles der Vorstellungskraft überlassen bleibt, doch gerade hier hapert es dann etwas, da dies zumindest im vorliegenden Fall kaum ausreicht, wirklich eine gruslige Atmosphäre aufzubauen. So werden viele interessantere Sachen der Stadt eher nicht im Detail erläutert und auch Luzifer bekommt man nicht zu 'sehen' (respektive lesen).

 

Nun aber zur zweiten Sache des Buches: den Charakteren. Auch hier hapert es leider etwas. Wie bereits beim Grundkonzept an sich fängt alles recht interessant an, verliert aber im weiteren Verlauf des Buches immer mehr an Tempo und Spannung. Klar weiß man im vorliegenden Buch schnell, wer die Bösen sind, denn die sind auch böse und die Guten sind gut. Ebenso scheint jeder zweite (naja eher doch 'jeder') männliche Charakter auf den man trifft ein sexgeiles Biest zu sein, das nur mit Cassie, der Hauptperson, ins Bett steigen will.

Und das sich Cassies Schwester nicht wirklich über ihren Besuch freuen wird, ist dem geneigten Leser ebenso recht schnell klar. Leider stehen auch die anderen Charaktere dem in nichts nach aber wenigstens sorgen einige der Untoten für schöne humorvolle Einlagen.

Sicher muss man hier zugute halten, das dies der erste Band einer Reihe ist und die gute Cassie erstmal lernen muss, ihre Kräfte zu gebrauchen und einzusetzen, bevor es dann in den Folgebänden richtig zur Sache gehen kann.

Wollen wir also hoffen das in eben diesen auch genau dies passiert und dieser Auftakt zur Reihe doch noch nachträglich seine Existenzberechtigung behält.

 

Fazit:

Gutes Grundkonzept, das aber vor allem im weiteren Buchverlauf eher vor sich hinkränkelt.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Inferno

Autor: Edward Lee

Original: City Infernal, 2001

Übersetzer: Elli Stern

Heyne, Mai 2006

Taschenbuch, 351 Seiten

 

ISBN-10: 3453532309

ISBN: 978-3-453-53230-4

 

Erhältlich bei: Amazon

 

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Erstellt: 03.03.2007, zuletzt aktualisiert: 18.07.2017 18:11