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Irgendwo in der Tiefe gibt es ein Licht von Andreas Pflitsch

Rezension von Christel Scheja

 

Andreas Pflitsch lehrt als Professor in den Bereichen Geologie und Sicherheitsforschung, ist aber auch als Höhlenforscher aktiv. So bereiste der 1958 geborene Spezialist bereits die Unterwelt in Alaska und anderen Teile der USA und baut im Moment in seiner Wahlheimat Hawaii ein Forschungszentrum zur Lava- und Einhöhlenforschung auf. Mit Dirk Steinhöfel, einem freiberuflichen Illustrator aus dem Kinder-/Jugendbuch- und Rollenspiel-Bereich präsentiert er nun ein unterhaltsames Sachbuch zum Thema Höhlenforschung: „Irgendwo in der Tiefe gibt es ein Licht“.

 

Jonas und Sophie verbringen das erste Mal ihre Ferien bei Verwandten in den USA. Als wäre das nicht schon aufregend genug, lernen sie nun auch ihren Urgroßvater Elias Hope kennen, der vielleicht alt sein mag, aber noch ganz klar im Kopf ist – auch wenn er auf den ersten Blick sehr verrückt wirkt, sammelt er in seiner Wohnung doch alles mögliche an Steinen und anderen Dingen, die aus Höhlen stammen.

Nach ein wenig mehr Stöbern erfahren die Kinder so, dass ihr Uropa bis ins hohe Alter hinein ein Höhlenforscher war und durch die Welt gereist ist, um ihre Geheimnisse zu ergründen. Durch alte Fotos und Erzählungen tauchen sie in die Welt unter der Erde ein und lernen dabei auch noch auf spielerische Art und Weise vieles über die Geologie, Fauna und Flora der Höhlen, auf welche Weise diese in der Urgeschichte entstanden sind und wie unterschiedlich sie sein können.

Am Ende besuchen sie mit ihm noch eine nahegelegene Höhle und helfen ihm das letzte Rätsel zu lösen, das er bisher noch nicht entschlüsseln konnte. Am Ende sind sie daher nicht nur um einiges klüger, sondern auch Elias selbst.

 

„Irgendwo in der Tiefe ein Licht“ gehört zu den Sachbüchern, die ihre Informationen in eine Spielhandlung einbetten. Zusammen mit den beiden Kindern erfahren auch die Leser nach und nach Geheimnisse der Höhlen. Leichtgängig verpackt bietet die Geschichte Wissenswertes für Leser ab acht, aber auch Erwachsene werden noch viele neue Dinge erfahren, die über das Allgemeinwissen hinaus gehen.

Neben dem lebendigen Text wissen auch die die Illustrationen zu überzeugen. Dirk Steinhöfel schafft nicht nur Atmosphäre, sondern setzt auch die Erläuterungen gelungen um, man kann oft nicht sagen, ob man nun ein Foto oder ein Bild vor sich hat.

Dazu kommt die überzeugende Aufmachung – man hat wirklich das Gefühl, das Tagebuch eines Forschers in Händen zu halten, wenn man nicht selbst zum Teil der Familie wird, die einem durch kleine Alltäglichkeiten ans Herz wächst.

Allein die Tatsache, dass die Geschichte in Amerika spielt und nicht in Europa mag man als Wermutstropfen empfinden, Abbruch tut das dem Informationsgehalt aber nicht.

Das Buch erweist sich als feines Kleinod, das ein eigentlich trockenes und langweilig scheinendes Thema – Steine und Höhlen in ein spannendes und kurzweiliges Abenteuer für jung und alt verwandelt, das Lust darauf machen kann, selbst einmal eine für die Öffentlichkeit zugängliche Höhle zu besuchen. Aus diesem Grund gibt es auch weiterführende Hinweise am Ende des Buches.

 

Daher ist „Irgendwo in der Tiefe ein Licht“ zu den interessanten und spannenden Sachbüchern zu rechnen, die ihre Informationen in eine lebendige Geschichte verpacken und gerade durch ein spannendes Abenteuer Wissen vermitteln, dass man nicht so leicht wieder aus seinen Gedanken verdrängt.

 

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Buch:

Irgendwo in der Tiefe gibt es ein Licht

Autor: Andreas Pflitsch

Arena, erschienen Juni 2014

gebunden, ca. 48 Seiten

Titelbild und Innenillustrationen: Dirk Steinhöfel

ISBN-10: 3401068776

ISBN-13: 978-3401068770

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 09.08.2014, zuletzt aktualisiert: 24.02.2015 10:09