Iron Man: Genie in Rüstung
 
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Iron Man: Genie in Rüstung

Rezension von Ingo Gatzer

 

Rezension:

Mit Iron Man kam das Marvel Cinematic Universe richtig in Schwung. Da hat der Eiserne Avenger natürlich eine besonders umfangreiche Anthologie verdient. Das kommt auch bekannt vor? Richtig. Aber: Panini hat die vor vier Jahren herausgebrachte Zusammenstellung noch einmal erweitert. Nun umfasst Iron Man: Genie in Rüstung mehr als 350 Seiten, sechzehn Geschichten, sowie noch mehr Wissenswertes um den gerüsteten Helden.

 

Den Anfang macht natürlich die 60 Jahre alte Origin-Story Iron Man wird geboren, die aus der Feder von Mr. Marvel himself, Stan Lee, und Larry Lieber stammt. Hier finden sich bereits viele Elemente der aktuelleren Herkunftsgeschichte. Auch wenn es hier natürlich nicht um den Krieg in Afghanistan, sondern in Vietnam geht. Die Zeichnungen von Don Heck gehen angesichts ihres Alters absolut in Ordnung, wobei die merkwürdige leuchtend gelbe Hautfarbe der Asiaten heute glücklicherweise ein No-Go ist.

 

Bemerkenswert ist die Geschichte Dämon aus der Flasche von Bob Layton Sr. und David Micheline aus dem Jahr 1979. Hier hat Tony Stark nämlich nicht in erster Linie mit Superschurken, sondern mit seinem Alkoholproblem zu kämpfen. Das alles wirkt für einen Superheldencomic aus den 1970ern erstaunlich realistisch. Zudem gestaltet Zeichner John Romita Jr. die Verzweiflung von Tony Stark eindrucksvoll.

 

Berücksichtigung findet natürlich auch Iron Mans Rolle in Marvel-Events. Für Gänsehaut sorgt dabei Civil War: Das Geständnis von Superstar-Autor Brian Michael Bendis. In der eher ruhigen Story verarbeitet Tony Stark seine Rolle im Civil War. Gelungen ist besonders der Schluss, den Zeichner Alex Maleev in großformatigen Panels melancholisch zelebriert.

 

Kein ganz so würdiger Abschluss der Anthologie ist leider die letzte Story Frischer Wind bei Team Stark aus dem Jahr 2018. Die Geschichte von Dan Slott ist zwar sichtbar als neuer Auftakt gedacht. Vieles wirkt aber eher hektisch als durchdacht. Valerio Schiti setzt zwar die Action gekonnt in Szene, sein Stil wird aber insgesamt eher Manga-Fans zusagen.

 

Die Macher haben sich zwar sichtbar Mühe gegeben, die wichtigsten Episoden in der Historie von Iron Man in der Anthologie abzubilden. Einiges kommt aber zu kurz oder taucht gar nicht auf. Das gilt etwa für die »Armour Wars«, in denen Tony Stark Rüstungsträger bekämpft, die die Technologie von Stark Enterprises nutzen. Hiervon ist leider nur in den – gewohnt ansprechenden – Zwischentexten die Rede. Viele Leser hätten hierfür wohl gut auf eine der anderen Geschichten – etwa die heute etwas aus der Zeit gefallen wirkende Auseinandersetzung von Iron Man mit dem Sub-Mariner – verzichten können.

 

Keine Wünsche offen bleiben wie gewohnt beim umfangreichen Bonusmaterial. Neben den Einordnungen der einzelnen Geschichten finden Leserinnen und Leser hier reichlich Informationen über Iron Mans Rüstungen, Gegenspieler und mehr.

 

Fazit:

Die Anthologie »Iron Man: Genie in Rüstung« überzeugt mit einigen Meilensteinen aus der Historie des Eisernen Rächers und viel Bonusmaterial. Auch wenn etwa die »Armour Wars« zu kurz kommen und die Abschlussstory kein Highlight ist, erhalten Fans reichlich guten Lesestoff zu einem günstigen Preis.

 

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Comic:

Iron Man: Genie in Rüstung

Original: Tales of Suspense, 1959; Iron Man, 1968; Iron Man, 1996; Iron Man, 1998; Civil War: The Confession;

Invincible Iron Man, 2008; Invincible Iron Man, 2015; Invincible Iron Man, 2017; TonyStark: Iron Man,

Autoren: Stan Lee, Larry Lieber, Brian Michael Bendis und David Micheline

Zeichner: Don Heck und John Romita Jr.

gebundene Ausgabe, 356 Seiten

Panini, März 2023

 

ISBN-10: 3741631949

ISBN-13: 978-3741631948

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 13.05.2023, zuletzt aktualisiert: 15.05.2023 18:26