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Jack Flint und der Dämon der Schlangen von Joe Donnelly

Reihe: Jack Flint, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Joe Donelly arbeitete viele Jahre als Enthüllungsjournalist und erhielt einige wichtige Preise, bis er sich nach Schottland, in die Nähe von Loch Lomond, zurückzog und dort Romane zu schreiben begann, so wie die Trilogie um „Jack Flint“. Inzwischen ist auch der zweite Band der Reihe mit dem Titel „Jack Flint und der Dämon der Schlangen“ erschienen.

 

Viel hat sich für Jack Flint verändert, seit er in einer stürmischen Nacht ein seltsames Amulett von seinem Ziehvater erhielt. Nicht nur, dass es ein Hinweis auf seine wahren Eltern war, so wie das „Buch der Wege“, das Juwel wurde auch von anderen gesucht, die Jack nachzustellen begannen. Zusammen mit seinem Freund Kerry geriet der bei den nachfolgenden Ereignissen in das wilde Land Temair, wo er sich gegen die Morrigan zur Wehr setzen musste. Dort lernte er auch die stolze rothaarige Kriegerin Corriwen kennen.

Doch damit sind ihre Abenteuer noch nicht zu Ende. Als sie sich in einem Steinkreis befunden, werden sie durch Steinkreis und Buch in eine neue Welt getragen und schon kurz danach voneinander getrennt.

Als Corriwen einem verkrüppelten Wilderer folgt gerät sie zwischen ihn, ein paar finsteren Soldaten und dabei in Gefangenschaft.

Jack und Carry machen sich auf die Suche nach ihr und begegnen dabei einigen magischen Wesen des Landes. Da sie sich ihnen gegenüber freundlich und fair verhalten, versprechen ihnen diese ihre Hilfe und geben ihnen wichtige Hinweise auf das, was in Eirinn vor sich geht.

Die Jungen erfahren, dass das Land von dem despotischen Krieger Dermott und seinem Magier Fainn beherrscht wird. Um die totale Kontrolle über das Land, die Menschen und die Zauberwesen zu bekommen, benötigen die beiden nur noch eine magische Keule. Denn den Kessel des Cernunnos, der immerwährend Nahrung spendet und die Harfe von Tara, die die Harmonie des Landes bestimmt und den Frühling bringt sind bereits in ihren Händen.

Jack ahnt, dass ihn der Herzstein nicht ohne Grund hierhin gebracht hat, denn es scheint ihm und seinen Freunden bestimmt zu sein, diese Welt von der Dunkelheit zu befreien. Und nicht nur das? Vieles hängt auch mit Hinweisen auf seinen wahren Vater zusammen.

Doch auch Fainn, der Magier der Schlangen spürt die Magie um den Jungen und will um jeden Preis den Herzstein an sich bringen.

 

Es scheint, als habe sich Joe Donnelly von der wildromantischen Landschaft Schottlands und den vielen Sagen und Mythen beeinflussen lassen, die noch immer dort lebendig zu sein scheinen, denn er bedient sich reichlich aus dem keltisch-britannischen Schatz an Geschichten und verknüpft die unterschiedlichen Elemente zu einem spannenden Abenteuer, das für ein Jugendbuch überraschend brutal ist. Man merkt, dass er stellenweise auf die gleichen Quellen wie J.R.R. Tolkien zurück greift, trotzdem gibt es nur wenige Parallelen zwischen den Büchern.

Die Helden müssen einiges durchmachen und erleben reale Gefahren, die sie manchmal an den Rand des Todes bringen, der Autor bleibt auch sonst nicht gerade zimperlich in seinen Beschreibungen, wenn es um Kampf und Folter geht.

Dabei spart er sich allerdings unnötige Beschreibungen und Abschweifungen in der Handlung. Statt auf epische Breite setzt er mehr auf das reine und vor allem actionreiche Abenteuer. Alles kommt Schlag auf Schlag, es gibt kaum Szenen für den Leser in denen er auch einmal aufatmen kann, bis das Buch ein Ende gefunden hat.

Es gibt dem Buch mehr Tiefe wenn man sich ein wenig in der britischen und irischen Mythologie auskennt, da der Autor vieles als bekannt voraus setzt, allerdings kann man es auch genießen, wenn man noch völlig unbeleckt an die Sache geht.

 

Heraus kommt ein Buch, das wirklich das Prädikat Fantasy-Abenteuerroman verdient. Vor allem ältere Jugendliche werden ihren Spaß an der rasanten Geschichte haben, auf jüngere könnte es vielleicht ein wenig zu grausam wirken.

 

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Jack Flint und der Dämon der Schlangen

Reihe: Jack Flint, Bd. 2

Autor: Joe Donelly

Klappbroschur, 382 Seiten

Loewe, erschienen Juni 2009

Übersetzung aus dem Englischen von Simone Wiemken

Titelbild von Dirk Steinhöfel, Innenillustrationen von Geoff Taylor

ISBN-10: 3785563477

ISBN-13: 978-3785563472

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 02.09.2009, zuletzt aktualisiert: 20.07.2019 10:39