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Kalt wie Schnee, Hart wie Eisen von Jenny-Mai Nuyen

Rezension von Christel Scheja

 

Bereits mit dreizehn Jahren veröffentlichte Jenny Mai-Nuyen ihren ersten Fantasy-Roman. Seither ist einiges passiert. Die Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern lebt nach einem Studium an der New York University wieder in Berlin und widmet sich wieder dem Schreiben. Mit ihrem neusten Roman Kalt wie Schnee, Hart wie Eisen bleibt sie auch weiterhin den Elfen treu.

 

Die Königstochter Kanemô hat es nicht leicht, denn als sich ihre Mutter als Verräterin erweist, wird sie von ihrem Vater in die Einöde verbannt, um bei Priesterinnen aufzuwachsen. Jahre später muss sie erfahren, dass ihr Vater nicht nur zu einem wahnsinnigen Tyrann gewandelt hat, sondern nun auch von Rebellen gestürzt und vernichtet wurde. Sie selbst soll den Anführer der Aufrührer heiraten, um diesen zu legitimieren. 
Doch das will das Mädchen nicht zulassen. Deshalb geht sie einen gefährlichen Pakt ein, durch den sie ihr Herz verliert, damit die nächsten Schritte einfacher werden. Allerdings ist die Liebe ein heimtückischer Gegner.

Ob es wirklich irgendwelcher Elfen bedurft hätte, um die Geschichte damit zu bestücken, das sei einmal dahin gestellt, denn vermutlich hätte der Hintergrund auch mit einem anderen Menschenvolk funktioniert, da man recht wenig über erstere erfährt – nur so viel, wie für das Geschehen selbst notwendig ist.
Die Heldin erweist sich als überraschend aktiv für eine Prinzessin, die eine ganze Zeit in der Einöde weggesperrt war und nicht viel von der Welt mitbekommen hat. Denn  Kanemô entwickelt recht schnell einen eigenen Willen, als sie aus dem Turm weg geholt wird und sich in ihr Schicksal fügen soll, greift später sogar aktiv in das Schicksal ihres Reiches ein und kämpft für die Freiheit und die Magie der Menschen.

Die Elfen selbst bleiben blass, scheinen die großen Antagonisten zu sein, die nicht unbedingt mit sich reden lassen.
Der Hintergrund selbst ist märchenhaft magisch gehalten, auch wenn man nicht viel Tiefe erwarten sollte, da nicht unbedingt geklärt wird, warum das Königsgeschlecht der Menschen in der Lage sind, Bestien zu erschaffen und Magie zu wirken.
Leider bleiben auch alle anderen Figuren neben Kanemô blass, selbst der Love-Interest scheint eher Mittel zum Zweck zu sein.
Immerhin hat die Geschichte keine Längen und bietet auch Fans von Abenteuer, Action und Intrigen einiges an Spannung. Allerdings sollte man nicht all zu viele Überraschungen erwarten, auch und gerade wenn man schon viele Romane in dieser Richtung gelesen hat.

Fazit:
»Kalt wie Schnee, Hart wie Eisen« ist ein gefällig geschriebener Fantasy-Roman, der sich irgendwo zwischen Märchen und Romanze bewegt. Vermutlich werden sich vor allem junge Leserinnen von der Handlung angesprochen fühlen, finden sie doch alles in ihm, was eine Geschichte dieser Art ausmacht.

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Eure Meinung:

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Buch:

Kalt wie Schnee, Hart wie Eisen
Autorin: Jenny-Mai Nuyen
cbt; 9. August 2021
Taschenbuch, 400 Seiten
Cover: Carlin Liepins

ISBN-10: 3570313417
ISBN-13: 978-3570313411

Erhältlich bei: Amazon

Kindle-ASIN: B08MC9S5KZ

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 10.11.2021, zuletzt aktualisiert: 22.12.2021 18:16