Kind der Hölle (Autor: John Saul)
 
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Kind der Hölle von John Saul

Rezension von Christine Schlicht

 

Die Ehe von Ted und Janet Conway ist ein einziges Desaster. Ted trinkt und ist dann zu nichts mehr zu gebrauchen, Janet kann nur froh sein, dass er sie und die Kinder wenigstens nicht schlägt. Die Kinder, das sind die halbwüchsigen Zwillingsgeschwister Kimberley und Jared und die kleine Molly, ein Nachzügler, der aus einer „Liebes“nacht im Suff entstand.

 

Als Ted gerade mal wieder gefeuert wird, bekommen sie die Nachricht vom Tod von Teds Tante. Die alte Frau lebte zurückgezogen in einem Heim und galt als wahnsinnig, seit ihr Mann Selbstmord beging. Nur selten waren ihr einziger Verwandter Ted bei ihr, die Kinder kannten sie überhaupt nicht.

 

Doch Cora Conway hat ihnen ihr altes Haus vrmacht, das seid dem Selbstmord ihres Mannes leer stand und dazu eine Menge Geld, die allerdings zweckgebunden ist. Ted will in dem riesigen Haus ein Hotel aufmachen, ein Plan der nur auf wenig Gegenliebe bei seiner Familie stößt. Zumal man sie in der Stadt deutlich spüren lässt, dass sie nicht willkommen sind.

 

Trotzdem zieht die Familie nach St. Albans und nistet sich in dem halb verfallenen Haus ein. Jared und Kim, die laut Testament auf die kirchliche Schule der Stadt zu gehen haben, werden dort von den Schwestern, die als Lehrerinnen fungieren, gedemütigt. Dazu kommt, dass auch die anderen Kinder vor ihnen fast panische Angst haben.

 

Nach und nach erfahren sie die Hintergründe für die Abneigung: Auf dem Haus und vor allem auf den männlichen Conways soll ein entsetzlicher Fluch liegen. Als der Mann von Tante Cora sich einst erhängte, sei Cora schwanger gewesen, doch als man sie fand, war das Kind verschwunden. Und dann ist da auch noch der alte Schwarze, der einen unversöhnlichen Hass auf die Familie zu haben scheint und ihnen mit entsetzlichen Voodoo-Riten das Leben zur Hölle machen will.

 

Als Ted deutlich zu spüren bekommt, wie unerwünscht er ist, fängt er wieder an zu trinken und Janet will ihn ein für alle mal verlassen. Doch in der Nacht verändert sich alles... vor allem Ted und Jared...

 

 

 

Nun, wenn man schon die ein oder andere Horrorgeschichte mit Flüchen oder verhexten Häusern gelesen hat, dann kann man diese getrost übergehen, denn sie hält keine besonderen Reize bereit. Thematisch kennt man das alles schon und Sauls sehr sauberer und geradliniger Stil lässt sich zwar gut und flüssig lesen, macht aber auch die Handlung ziemlich vorhersehbar.

 

Wer noch nicht so stark vorgeprägt ist, der wird mit „Kind der Hölle“ aber gut bedient, denn es sind alle Elemente ordentlichen Grusels enthalten. Man sollte aber auch Splatter-Fest sein. Szenen mit viel Blut sind drin, nicht übertrieben, aber vorhanden und nichts für empfindliche Gemüter.

 

Kein Highlight des Genres, aber gute Unterhaltung.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202402250711117a535cf1
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Kind der Hölle

Autor: John Saul

Broschiert: 384 Seiten

Verlag: Heyne TB (1. Oktober 2007)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3453772164

ISBN-13: 978-3453772168

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 20.12.2007, zuletzt aktualisiert: 30.10.2022 10:08, 5536