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Kolossansturm von Bastian Brinkmann

Reihe: Titaneion Titanenschlacht Episoda 2

 

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Athene, Aphrodite und Perdix begeben sich auf die Suche nach Bestien-Ikas, nicht ahnend, dass dieser sich in den Fängen des wahnsinnigen Königs Pygmalion befindet. Gaia erklärt ihrem Sohn Kronos den Krieg. Fortan lebt sie gefährlich, da Kronos seine Häscher nach ihr ausschickt. Kronos setzt alles daran, den Aufenthaltsort des Bestien-Ikas zu ermitteln. Als er ihn gefunden zu haben glaubt, entfesselt er eine Macht, die alles zu vernichten droht. Und noch weitere Wesen treiben ihr krummes Spiel, ohne das zu sein, was sie vorzugeben versuchen …

 

Rezension:

Im zweiten Teil seines Vers-Epos Titaneion Titanenschlacht setzt Bastian Brinkmann seine Interpretation der in Bestienborn begonnenen antiken Schlacht zwischen TitanInnen und GöttInnen fort.

Während Athene, Aphrodite und Perdix in Paphos nach Bestien-Ikas suchen und dabei das Tavernensterben in der Stadt aktiv unterstützen, schleppt die Stadtwache den Gesuchten vor König Pygmalion. Der ist die Ursache all der gepfählten Frauen vor der Stadt. Obwohl er alles Weibliche hasst, schafft er lebensechte Frauenplastiken aus Marmor, doch der Anblick eines Monsters wie Bestien-Ikas schürt seinen künstlerischen Ehrgeiz und so macht er sich daran, auch Bestien-Ikas in Stein zu hauen.

Derweil unternehmen Gaia, Hades und Uranus den Versuch, vom Orakel zu Delphi Auskunft über den Verbleib ihrer Kampfgefährten zu erhalten. Doch dort bemüht sich bereits Kronos mit seinen Titanen mehr über seine Feinde zu erfahren und scheut nicht davor zurück, die Schutzherrin des Orakels, Themis, dafür zu foltern. Um den Tod ihrer Tochter zu verhindern, orakelt Gaia stattdessen selbst und nur knapp können sie mit Themis fliehen.

In Paphos kumulieren die Ereignisse schließlich …

 

Wahrscheinlich könnte Bastian Brinkmann die Vorgeschichte zur eigentlichen Schlacht noch unendlich weit in die Länge ziehen. Genügend klassischen Stoff und Mut zur fantasievollen Aus- und Umgestaltung besitzt er. Das wird besonders deutlich an der Weiterentwicklung der Pygmalion-Geschichte. Neben homoerotischen Eskapaden würzt er den vielfach bearbeiteten Mythos mit klamaukhaftem Humor und einer Prise Horror, ja selbst für eine kleine Zombie-Invasion ist sich der Autor nicht zu schade.

Aber auch die diversen Götter, Titanen und Urgewalten werden gehörig transformiert und durchgeschüttelt. Dabei gelingen Brinkmann immer wieder Szenen, die in ihrer Mischung aus Weltendrama, Pathos und bürgernaher Sprache an ähnliche Stellen bei Shakespeare erinnern. Allerdings ohne entsprechende Konflikte präzise auszuloten.

So winden sich die Figuren erneut meist umeinander und wagen die entsprechend finalen Schritte nicht. Besonders Kronos, der zwar Wahnsinn und Brutalität beweisen darf, nutzt seine Siegesmöglichkeiten einfach nicht aus.

Gleichwohl sind auch diese zehn Gesänge sehr vergnüglich und lassen sich trotz einiger metrischer Unsauberkeiten flüssig lesen. Man hat das Gefühl, Brinkmann fließen die versartigen Dialoge einfach nur so mühelos aus der virtuellen Feder.

Bleibt die Frage, ob die titelgebende Schlacht bereits in Episoda 3 geschlagen wird. Vermutlich aber werden sich die Wege der KontrahentInnen noch einige Male queren, überlagern und verwischen.

 

Fazit:

Auch in der zweiten Episoda seines Versepos »Titaneion Titanenschlacht« gelingt Bastion Brinkmann eine amüsante Mischung aus antiken Legenden und modernem Fantasyroman.

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Buch:

Kolossansturm

Reihe: Titaneion Titanenschlacht Episoda 2

Autor: Bastian Brinkmann

Gebundene Ausgabe, 296 Seiten

Gorgoneion Press, 9. Dezember 2016

 

ISBN-10: 3946208169

ISBN-13: 978-3946208167

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B01AKLII70

 

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Erstellt: 06.07.2017, zuletzt aktualisiert: 06.07.2017 19:44