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Laura und das Geheimnis von Aventerra von Peter Freund

Rezension von Julia Krause

 

Jugendbücher, in denen die Hauptpersonen zu Helden werden müssen, obwohl sie das niemals erwartet hätten und auch nicht vor hatten, sind nicht neu. Auch magische Kräfte und fantastische Welten sind es nicht, aber spannend kann solch eine Geschichte dennoch sein, wenn man die Details gekonnt mischt und eine interessante Geschichte daraus bastelt. Genau das hat der Autor Peter Freund geschafft, als er den Auftakt der Serie „Laura Leander“ geschrieben hat.

 

Laura Leander hat es momentan wirklich nicht leicht. Ihr Vater Marius ist vor einem Jahr plötzlich spurlos verschwunden, niemand weiß warum oder wo er sein könnte. Nun muss Laura es mit ihrer Stiefmutter aushalten, der sie sowieso nichts recht machen kann und die immer nur noch mehr Dinge findet, die sie an ihr auszusetzen hat. Nun scheint sie auch noch ein sehr schlechtes Halbjahreszeugnis mit nach hause zu bringen, denn in zwei Fächern wird sie wohl Fünfer bekommen. Das ist jedoch noch lange nicht alles- während das Mädchen auf ihrem Pferd ausreitet, wird sie plötzlich von Raben angegriffen und dann auch noch von einem sehr dunklen Reiter verfolgt. All diese Dinge lassen das junge Mädchen schon fast an ihrem Verstand zweifeln. Dann kommt ihr dreizehnter Geburtstag und alles ändert sich. Nun erfährt Laura, dass es nicht nur eine andere Welt gibt, in der all die Dinge, an die man hier nicht glaubt, tatsächlich existieren, wie beispielsweise Magie. Dazu kommt außerdem, und das ist die große Überraschung, dass sie, Laura eine Kämpferin ist und gegen das Böse antreten muss. Der schwarzen Fürst Borboron möchte die Herrschaft an sich reißen und dem ewigen Nichts zu Ruhm und Macht verhelfen. Genau das gilt es zu verhindern.

 

Laura ist ein sehr sympathisches Mädchen, schon allein durch ihre realistische Darstellung. Im Grunde steckt sie mitten in der Pubertät und hat mit allerlei Problemen zu kämpfen, die ihre Leser ebenfalls haben. Beispielsweise macht ihr die Schule zu schaffen. Gleichzeitig muss Laura dann noch die Rolle der Heldin, die ihr zugedacht ist, damit vereinbaren, ohne das ihr normales Leben aus den Fugen gerät. Das ist schwierig, wird vom Autor aber gut gelöst und gehandhabt. In einem ersten Band werden oftmals hauptsächlich die Grundvoraussetzungen für weitere Bände geschaffen und die Protagonisten vorgestellt. So ist das auch hier, allerdings hätte ich mir ein paar Erläuterungen mehr gewünscht, beispielsweise zu den anderen Protagonisten, im Grunde kann man aber nicht meckern und dabei auf die Nachfolgebände hoffen.

Die Geschichte eilt im Sauseschritt voran und so ist das Buch zu Ende, noch bevor man recht begriffen hat, wie das alles geschehen konnte. Die Erklärungen der fremdartigen Dinge und der anderen Welt sind fantasievoll und ansprechend, man fühlt sich wohl damit und hat viel Spaß beim Lesen. Vor allem da Peter Freund lustige neue Ideen einbringt, die man in dieser Form noch nicht kannte. Allerdings wird man auch mit Klischees konfrontiert, die Vorurteile schaffen und in dieser Form nicht unbedingt in einem Jugendbuch vorkommen sollten, wie beispielsweise das übergewichtige Menschen immer nur essen würden. Ebenso gibt es nur Gut und Böse, etwas dazwischen ist hier nicht möglich, aber es kann sein, dass dies in den Folgebänden noch besser ausgearbeitet wird.

Dabei bleibt der Stil des Autors sehr einfach, der Altersgruppe angepasst, aber dennoch lesenswert und dabei unterhaltsam.

 

Alles in allem liegt hier ein recht guter erster Band einer Serie vor, die bereits in gebundener Version sehr erfolgreich war. Nun kann man diese Bücher auch als Taschenbuch erstehen. Zu empfehlen ist die Reihe allemal.

 

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Laura und das Geheimnis von Aventerra

Autor: Peter Freund

Taschenbuch: 512 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 2., Aufl. (Juli 2007)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3404157079

ISBN-13: 978-3404157075

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 03.11.2008, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53