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Level 4.3 von Andreas Schlüter

Reihe: Level 4 Bd. 3 & 4

Rezension von Ulrich Bolde

 

Rezension:

Erneut lässt Andreas Schlüter seine Schülerclique in die Welt von Level 4 entführen. Das Level 4 ist eine virtuelle Welt, die für Kinder geschaffen wurde. Doch die Programmierer benutzen sie für eigene Zwecke und missbrauchen die Entführten zu seltsamen Experimenten.

Bereits im ersten Band der Computerkrimi-Reihe finden sich die Kinder einer Stadt, dem „Level 4“, wieder. Sie sind alleine, alle Erwachsenen sind verschwunden. Erst als sie die virtuelle Stadt zum Leben erwecken, Rathaus oder Museum eröffnen, zeigt sich die Tür zur Realität. In der Fortsetzung „Level 4.2“ geht es um einen Privatkrieg der Programmierer, in dem alle entführten Kinder verwickelt werden. Die Heranwachsenden werden programmiert und müssen als Staatsbedienstete auftreten.

 

Jetzt in „Level 4.3“ hat sich ein krimineller Programmierer zum Ziel gesetzt, die Level-4-Simulation zur Kindererziehung einzusetzen. Erst wenn die Kindergruppen sich fügen und wie Erwachsenen handeln, kommen sie in den Genuss einer voll funktionierenden Stadt mit Lebensmitteln und Elektrizität. Doch am Anfang möchte keiner Wirtschaftsminister oder Bankdirektor sein. Und es beginnt sich Widerstand gegen die Manipulation zu formen. Das erweist sich als sehr schwierig. Wer sich wehrt, wird auf eine Gefängnisinsel gebracht, auf der die Kinder unter ärmlichen Verhältnissen leben müssen. Dann werden einige Jugendliche als Polizisten ausgewählt und umprogrammiert. Von da an wird jeder verhaftet, der sich nicht fügt. Jennifer, Ben, Frank, Miriam und Kolja lernen eine Untergrundorganisation kennen, die den Kampf gegen Master X aufnimmt. Entweder können sie den geheimnisvollen Programmierer besiegen oder sie werden zu pflichtbewussten Menschen ohne jede Freude an der Welt.

 

Es entsteht eine spannende Situation, in der es um das Überleben in einer feindlichen Welt geht und um Einstehen menschlicher Ideale. Andreas Schlüter diskutiert in seinem Roman „Der Staat der Kinder“ und „Aufstand im Staat der Kinder“ die Frage, wie Kinder zu erziehen sind. Müssen sie ihre Träume und Freundschaften aufgeben, um Verantwortung zu übernehmen?

 

Die Romane machen Spaß und es ist spannend, wie die Kinder aus der Falle herauskommen. Die Figuren sind alle gut dargestellt und man kann sich mit ihnen identifizieren. Nachteilig sind die technischen Schilderungen, weil es nicht glaubhaft ist, wie die Kinder in die Simulation gelangen. Natürlich gibt es ein Happy End. Und Andreas Schlüters Botschaft ist, dass Kinder verantwortungsvoll handeln können und Erwachsensein nicht bedeutet, jeden Spaß verlieren zu müssen. Am Ende bleiben offene Fragen zurück, die vielleicht in einer weiteren Fortsetzung geklärt werden.

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Titel: Level 4.3 - Der Staat der Kinder

Reihe: Level 4

Original: -

Autor: Andreas Schlüter

Übersetzer: -

Verlag: Arena (Juni 2006)

Seiten: 189 gebunden

Titelbild: Unbekannt

ISBN-13: 978-3-401-05965-5

Erhältlich bei: Amazon

 

Titel: Level 4.3 – Aufstand im Staat der Kinder

Reihe: Level 4

Original: -

Autor: Andreas Schlüter

Übersetzer: -

Verlag: Arena (Januar 2006)

Seiten: 229 gebunden

Titelbild: Unbekannt

ISBN-13: 978-3-401-06077-4

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 02.12.2008, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53