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Lilith Fortune und der Prinz der Vampire von Andrea van Schwarzenberg

Rezension von Christel Scheja

 

Ob der Autor oder die Autorin, die sich hinter dem Pseudonym Andrea van Schwarzenberg versteckt, nun wirklich Zugang zu der Welt der Vampire hat, sei dahin gestellt. Verstecken muss er oder sie sich aber nicht wegen der Geschichte selbst. „Lilith Fortune und der Prinz der Vampire“ ist durchaus gefällig zu lesen.

 

Die junge Heldin ist zunächst ein ganz normaler Teenager, der ein Leben wie viele andere Jugendliche führt, wenn man einmal davon absieht, dass sie mit ihrem Vater etwas abgeschiedenen in einem ziemlich abgelegenen Haus am Waldrand lebt und als besten Freund den Kater Jonathan ihr eigen nennt.

Eines Tages macht dieser ungewöhnliche Beute. Ehe er sie töten kann, entreißt ihm Lilith die verletzte Fledermaus und bringt sie zu der neuen Tierärztin Dr. Nachtweih. Dort lernt sie auch den etwa gleichaltrigen Frederic kennen, der seltsame Gefühle in ihr weckt. Seit diesem Tag respektive Nacht ist nichts mehr wie früher. Lilith spürt, dass sich etwas in ihr verändert hat, denn sie nimmt plötzlich Dinge wahr, auf die sie früher nicht einmal geachtet hat.

Schließlich kommt sie auch noch hinter das Geheimnis ihres Vaters, der keiner normalen Arbeit nachgeht, wie sie immer geglaubt hat, sondern ein Vampirjäger ist, so wie viele seiner Vorfahren. Auch sie muss schon bald erfahren, dass ihr das ebenfalls im Blut liegt und sie nach ihrem achtzehnten Geburtstag nicht anders können wird, als genau dieser Berufung zu folgen.

Dann sind da weitere Ereignisse, die ihr Leben durcheinander bringen. Sie findet weiter heraus, dass ihre Mutter noch lebt und niemals tot war. Und ihre Gefühle gegenüber Frederic werden auf eine harte Probe gestellt. Er ist nämlich der Prinz der Vampire und damit ihr Todfeind. Doch der junge Mann hat dem Bluttrinken abgeschworen und will eigentlich ein menschliches Leben an ihrer Seite führen.

So ist guter Rat teuer: Kann es eine Lösung für ihr Dilemma geben, zumal es auf beiden Seiten andere gibt, die verhindern wollen, dass ihre Liebe Erfüllung findet?

 

„Lilith Fortune und der Prinz der Vampire“ fällt überraschenderweise ein wenig aus der Masse der Vampirromane heraus. Das liegt vor allem daran, dass die Autorin einerseits einen Plot verwendet, der eher in den Büchern für ältere Leser auftaucht – die innige Liebe zwischen Menschenmädchen und Vampirjungen -, die Geschichte selbst aber eher an jüngere Leserinnen um die zehn, elf Jahre richtet, die gerade erst anfangen, sich für das andere Geschlecht zu interessieren.

So ist der ganze Roman eine Mischung aus verhaltener und schwärmerischer Liebesgeschichte, garniert mit den typischen Versatzstücken, die man aus den Vampirgeschichten für Kinder kennt und in denen Freundschaft und Abenteuer noch im Vordergrund stehen. Dazu kommen noch ein paar schrullige Nebenfiguren, die die Geschichte ein wenig auflockern oder die Gruselmomente verstärken.

Die Geschichte selbst ist sehr einfach gestrickt, wird aber liebevoll und atmosphärisch in Szene gesetzt. Dadurch mag sie vielleicht für ältere Leser sehr schnell durchschaubar sein, ist aber alles in allem sehr lebendig und glaubwürdig erzählt.

 

Damit ist das Buch eine ideale Lektüre für alle Mädchen im Teenager-Alter, die einerseits neugierig auf Liebesgeschichten sind, andererseits aber auch noch nicht die Themen missen möchten, die ihnen in dem Alter noch mehr gefallen – freundschaftliches Miteinander und kleine Abenteuer mit einer starken Heldin.

 

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Lilith Fortune und der Prinz der Vampire

Autorin: Andrea van Schwarzenberg

Schenk Verlag, Passau, September 2009

Broschiert, 272 Seiten

Titelbildgestaltung von Gabriella Barta

ISBN-10: 3939337714

ISBN-13: 978-3939337713

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 15.05.2010, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53