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Man lebt nur ewig von Jennifer Rardin

Reihe: Jaz Parks, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Die 1965 in Indiana geborene Jennifer Rardin studierte Englische Literatur, bis sie sich selbst aufs Schreiben verlegte und mit ihrer „Jaz Parks“-Reihe gleich zu Bestseller-Ehren kam. Nach „Ein Vampir ist nicht genug“, ist mit „Man lebt nur ewig“ der zweite Band der Serie erschienen.

 

Immer versucht Jaz Parks, Agentin der CIA, zusammen mit ihrem vampirischen Chef Vayl, der Seherin Cassandra, dem menschlichen Privatdetektiv Cole und nicht zuletzt dem genialen wie erfinderischen Bergman dabei, Edward Samos den „Raptor“ zu fassen, der den Behörden schon eine ganze Weile zu schaffen macht. Vor allem Jaz hat eine Rechnung mit ihm offen, da er ihr Team auf dem Gewissen hat, und sie immer noch schwer darunter leidet, weil sie sich selbst immer noch die Schuld daran gibt.

Dennoch unterschätzt sie ihn nicht, da sie durch Vayl sehr wohl weiß, über welche Kräfte Vampire gebieten können. Nur ist er so schwer zu fangen wie ein Nebelstreif.

Dann tut sich unverhofft eine heiße Spur vor ihnen auf. Sie führt zu Lung, dem vampirischen Anführer einer Truppe chinesischer Akrobaten, der in Verbindung mit Samos zu stehen scheint.

Um genaueres heraus zu finden, schlüpft das Team selbst in die Rolle von Schaustellern und Varietekünstlern und nimmt an einem Festival der Zirkuskünstler in der Stadt Corpus Christi teil , um an die Akrobaten und damit auch Lung heran zu kommen. Doch der feindliche Vampir erweist sich als hinterhältiger als sie denken und bringt eine Erfindung Bergmanns an sich.

Dazu kommt auch noch, dass Jaz immer wieder sehr reale Träume hat, die sie durcheinander bringen und fast in den Wahnsinn treiben, ohne dass sie sich dagegen wehren kann. Ihr Team ist alarmiert, denn die sonst so toughe Agentin droht durch ihr immer unberechenbarer werdendes Verhalten die Mission und damit den Zugriff auf Samos in Gefahr zu bringen.

 

Eines muss man Jennifer Rardin lassen. Sie verzichtet darauf, Liebe und Leidenschaft in den Mittelpunkt ihrer Geschichte zu stellen, wie es so viele andere Autorinnen tun, die momentan auf der Vampirwelle mitschwingen. Es mag durchaus Gefühle zwischen den Charakteren geben, aber diese entwickeln sich langsam und spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Im Mittelpunkt steht die Jagd des Agententeams, das selbst nicht ganz menschlich ist nach einem übernatürlichen Gegner, dessen Netzwerk größer zu sein scheint als man dachte. Und dabei gehen weder die Helden noch ihre Feinde besonders zimperlich miteinander um, wenn sie aufeinander treffen. Es wird mit harten Bandagen gekämpft. Man kann das Buch zu Recht als Action-Thriller bezeichnen, auch wenn die Dramatik natürlich nicht der eines James Bond Filmes erreicht.

Immerhin entwickeln sich auch die Figuren etwas weiter. Man lernt sie nach und nach immer besser kennen und schätzen, vor allem die zynische Heldin, die nur selten ihre verletzliche Seite zeigt, und ihren Boss Vayl, der auch jetzt noch bereits dazu ist. wieder etwas dazu zu lernen. Nur einen Nachteil hat das Buch – man sollte schon den ersten Band der Reihe „Ein Vampir ist nicht genug“ kennen, um die Zusammenhänge zu verstehen, da die Autorin einige Geschehnisse und Entwicklungen als bekannt voraus setzt und nicht weiter erläutert oder noch einmal zusammen fasst.

 

Alles in allem ist „Man lebt nur ewig“ eine angenehme Alternative zu den leidenschaftlichen Liebesromanen, die sonst mit dem Thema Vampir einhergehen. Das Buch dürfte sich damit vor allem für die Leser und Leserinnen lohnen, die einen spannenden Thriller mit interessanten Figuren und sich entwickelnden Beziehungen mögen.

 

Eure Meinung:


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Man lebt nur ewig

Autorin: Jennifer Rardin

Reihe: Jaz Parks, Bd. 2

Heyne, erschienen Oktober 2009

414 Seiten

Übersetzung aus dem Englischen von Charlotte Lungstress

Titelbild von shutterstock

ISBN-10: 3453533127

ISBN-13: 978-3453533127

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 03.01.2010, zuletzt aktualisiert: 31.08.2018 17:18