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Man stirbt nur zweimal von Mary Janice Davidson

Reihe: Betsy Taylor Bd. 8

Rezension von Christel Scheja

 

Bereits in die achte Runde geht die Geschichte von Betsy Taylor der ehemaligen Sekretärin, die inzwischen die Königin der Vampire ist und sich mehr oder weniger tapfer durchzubeißen versucht, auch wenn sie viel lieber ihren Leidenschaften wie Shoppen nachgehen würde. Doch leider hat sie auch traurige Pflichten zu erfüllen. Gerade eben erst hat sie einen Mordanschlag überlebt, den der Polizeichef von Seattle auf sie verübte. Ein Opfer gibt es aber dennoch zu beklagen – die Werwölfin Antonia.

 

Kaum haben sich Betsy und Eric ihr Gefährte von dem Attentat erholt, übernehmen sie die traurige Pflicht, den Körper der verstorbenen Freundin zurück zu deren Familie zu bringen, den Wyndhamer Werwölfen von Cape Cod.

Wie zu erwarten empfängt man sie recht frostig, da sich die meisten Werwölfe nie wirklich mit den Vampiren vertragen haben und auch jetzt noch als lästige Rivalen ansehen. Es gibt auch Übergriffe auf Betsy und Co., aber am erstaunlichsten erweist sich dabei das Verhalten gegenüber und von Baby Jon. Auch der kleine Halbbruder von Betsy scheint besondere Gaben zu besitzen.

Was die Vampirkönigin und ihre Gefährten aber nicht ahnen ist, dass zu Hause inzwischen das Chaos ausgebrochen ist. Zwar schickt ihnen der schwule Arzt Mark immer wieder Nachrichten, diese sind aber nicht besonders gut zu verstehen. So entgeht Betsy lange, dass ihre Schwester – die Tochter des Teufels – angestiftet durch eine Gruppe von sie anbetenden Satanisten, völlig durchgeknallt ist und einen Feldzug gegen die Vampire begonnen hat...

Die Bonus-Story „Schiffbrüchig“ spielt hingegen im „Frederika Bimm“-Universum. Kurz nachdem das Meervolk sich geoutet hat, erleidet ein bekannter Fernsehmoderator Schiffbruch. Er hat es nur einer reizenden Meerjungfrau zu verdanken, dass er alles überlebt und ein paar glückliche Wochen auf einer verträumten Südseeinsel verbringt, bis ihn die Realität wieder einholt.

 

„Man stirbt nur zweimal“ ist wie „Wer zuletzt beißt“ kein Glanzstück der Reihe. Wieder einmal merkt man, dass Mary Janice Davidson eigentlich die Ideen ausgegangen sind und sie im Prinzip nur noch eine humorige Szene an die andere reiht, ohne dabei einen roten Faden zu verfolgen.. In Cape Cod passiert rein gar nichts Bedeutsames, und auch die Schwierigkeiten zu Hause sind recht schnell beseitigt.

Am amüsantesten an der ganzen Sache sind noch die Tagebucheinträge von Marc, der es als einer der wenigen Menschen im Umkreis von Betsy nicht gerade einfach hat zu bestehen, aber sich trotz seiner Angst auch nicht aus dem Staub macht. Seine Bemühungen, das Chaos einzudämmen sind niedlich geschildert, aber auch nicht weltbewegend. Die Aktionen und das Verhalten der Satanisten grenzen eher an Klamauk.

Ansonsten ist alles wie gehabt. Betsy pflegt immer noch ihren Schuh-Tick und streitet sich mit ihrem Ehemann herum, Probleme geht sie mit der ihr eigenen Naivität an und kommt damit meistens auch nicht durch.,

Das alles hält die Spannungskurve sehr niedrig. Viel besser geht es auch nicht in der Bonus-Geschichte zu, die letztendlich genau so gemächlich dahin plätschert.

 

So ist „Man stirbt nur zweimal“ zwar immer noch recht lustig, aber viele Gags haben sich abgenutzt und die Spannung hat einen Tiefststand erreicht. Fans werden die Saga sicherlich weiter verfolgen wollen, aber Neueinsteiger und Gelegenheitsleser könnten nach dieser Lektüre endgültig die Lust an der Reihe verlieren.

 

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Buch:

Man stirbt nur zweimal

Reihe: Betsy Taylor Bd. 8

Autor: Mary Janice Davidson

broschiert, 271 Seiten

LYX/Egmont Verlagsgesellschaften, Köln, erschienen Februar 2010

Übersetzung aus dem Englischen von Stefanie Zeller

Titelbildgestaltung von Anke Koopmann unter Verwendung eines Motives von Ramona Popa

ISBN-10: 3802582764

ISBN-13: 978-3802582769

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 30.05.2010, zuletzt aktualisiert: 31.08.2018 17:18