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Martyrium von Jonathan Hayes

Rezension von Katrin Kress

 

Im New Yorker East Village wird eine Studentin in ihrem Apartment mit dem Kopf nach unten gekreuzigt. Dem Pathologen Jenner genügt ein Blick auf das Opfer, um das Tatmuster eines Serienkillers zu vermuten. Sein Verdacht bestätigt sich, als man in Pennsylvania die verstümmelte Leiche eines anderen Mädchens findet. Und dabei bleibt es nicht, weitere bizarr zugerichtete Frauenleichen sorgen für Aufsehen. Der Killer scheint besessen von einem religiösen Wahn, denn seine Morde sind dem Märtyrertod von Heiligen nachempfunden. Am Ehrentag der Heiligen schlägt der Wahnsinnige zu. Und Jenners Freundin Ana hat bald Namenstag ...

 

Handlung

Jenner Ex-Medical Examiner der Stadt New York wird zu einem bestialischen Mord hinzugezogen. Ein Freund beauftragt ihn den Mord an der Mitbewohnerin seiner Nichte zu untersuchen. Jenner nimmt diesen Auftrag widerwillig an um seinem Freund einen Gefallen zu tun. Seine Aktive Laufbahn hat er kurz nach den Ereignissen des 11. September 2001 an den Nagel gehängt, da er mit der Situation und den vielen zu indetifizierenden Leichen und deren Geschichten nicht klar kam.

Dieses erste Opfer wurde auf grausame Art und Weise ermordet, Sie wurde kopfüber gekreuzigt ihrer Mitbewohnerin und Freundin Ana gelang jedoch die Flucht vor dem Täter völlig verzweifelt sucht sie Schutz bei dem Freund ihres Mündels und Onkels, dem Patologen Jenner. Dieser ermittel nun inoffizielle an der Aufklärung dieses Mordes, sehr zum Unwillen seinen Ex-Vorgesetzten, der noch ein Hühnchen mit ihm zu rupfen hat. Jenner entdeckt jedoch sehr bald das es sich hierbei nicht um eine Einzeltat sonder um eine ganze Reihe von Serienmorden welche einem bestimmten Muster folgen. Bald wird offensichtlich, dass der Täter einem religiösen Wahn verfallen ist und junge Studentinnen den Martyrerinnentod ihrer jeweiligen Namenspatronin sterben lässt.

 

Meine Meinung:

Ein gutes Erstlingswerk des Autor. Leider fehlt hier zu einem wirklich packendenden erstklassigen Thriller wohl noch ein wenig. Es liest sich leider an einigen Stellen ein wengi holprig und hat mich auch nicht immer voll und ganz packen können. Nicht falsch verstehen der Plot und der Schreibstil des Autors sind wirklich gelungen. Leider gibt es mittlerweile soviel wirklich sehrgute Pageturner dieses Genres auf dem Buchmarkt das der geneigte Leser hier schon einen gewissen Anspruch an ein solches Buch bindet. So ist für mich ein Thriller zum Beispiel erst spitze wenn ich das Buch die ganze Nacht nicht weglegen kann bis ich auch noch die letzte Seite verschlungen habe.

 

Während der Lektüre bekommt man immer wieder einige Seiten aus der Sicht des Mörders präsentiert und kommt immer näher auch an seine Gefühlswelt herran. Diese Idee ist zwar gut aber leider auch nicht wirklich neu. Leider bleiben alle Personen außer dem Ermittler Jenner immer ein wenig mausgrau und verschwommen, so das ich zeitweilig auch ein wenig durcheinander war und die einzelnen Personen nicht richtig zuordnen konnte.

 

Fazit:

Solider Thriller über einen wahnsinnigen Serienkiller dessen Motiv im Glauben liegt. Wer einen super spannenden Pageturner sucht sollte lieber zu einem anderen buch greifen. Wer jedoch einen gut durchdachten Plot sucht ist hier wirklich gut aufgehoben.

 

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Eure Meinung:


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Martyrium

Autor: Jonathan Hayes

Broschiert: 510 Seiten

Verlag: Droemer/Knaur; Auflage: 1 (August 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3426638991

ISBN-13: 978-3426638996

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 05.08.2008, zuletzt aktualisiert: 31.08.2018 17:18