Zurück zur Startseite


  Platzhalter

Memento von P. J. Tracy

Rezension von Martin Hammerschmidt

 

P.J. Tracy ist ein Synonym für ein Autorenduo, welches aus Mutter und Tochter besteht. Nach ihrem fulminanten Debüt „Spiel unter Freunden“ und nachfolgenden Büchern, die allesamt Bestseller wurden, haben sie nun mit „Memento“ ein weiteres Buch auf den Markt gebracht.

 

 

Leo Magozzi und sein Partner Gino Rolseth arbeiten beide für das MPD. Dem Minneapolis Police Department. Besser gesagt im Morddezernat des MPD.

Endlich ist der Winter in dem Städtchen angebrochen und der alljährliche Schneemannwettbewerb für die Kinder steht an.

Magozzi und Rolseth sind beide trotz ihres Alters, aktive Teilnehmer des Wettbewerbes um den schönsten Schneemann.

Doch das schöne Spektakel entpuppt sich als grausamer Leichenschauplatz. Zu erst findet ein kleines Kind die Leiche eines Polizisten in einem Schneemann versteckt und kurz darauf wird noch ein weiterer toter Polizist, ebenfalls in einem Schneemann versteckt, aufgefunden.

Magozzi und Rolseth stehen vor einem Rätsel, denn es gibt keinerlei Hinweise, wer der Täter ist und was das Motiv sein könnte.

Wenig später wird eine weitere Leiche gefunden, allerdings mehrere Kilometer weit weg von Minneapolis. Aber auch hier scheint die Verbindung zu den Schneemann morden hergestellt worden zu sein, denn der Tote konnte als Bewährungshelfer identifiziert werden. Aber auch er wurde in einem Schneemann versteckt gefunden.

Allerdings scheint dieser Fall klar.

Kurt Weinbeck ist auf Bewährung auf freiem Fuß und kommt als Täter der dritten Leiche in Frage. Denn nicht nur ist das Büro des Toten verwüstet, sondern es fehlt eine Akte über seine Ehefrau, wegen der er einsitzen musste.

Sie wurde von ihm brutal zusammengeschlagen und lebensbedrohlich verletzt, dennoch konnte sie mit Hilfe der Chirurgie knapp dem Tod entkommen.

Nun läuft alles darauf hinaus, dass sich der ehemalige Häftling an seiner Frau rechen will.

Nachdem er die derzeitige Adresse seine Exfrau, anhand der gestohlenen Akte ausfindig machen konnte, befindet er sich auf dem Weg zu ihr.

Die Leiche des Bewährungshelfers allerdings ist ganz in der Nähe des Wohnortes der Exfrau ausfindig gemacht worden, sodass Magozzi, Rolseth und der neue Sheriff, eine Frau namens Iris Rikker, denken, den Fall schnell lösen zu können.

Doch was sie erwartet ist überraschend.

Denn während ihrer Ermittlungen im Fall Weinbeck und der beiden toten „Schneemannpolizisten“ stoßen sie immer wieder auf einen Namen:

Bitterroot.

Dort scheinen alle Fäden zusammenzulaufen und die Lösung der Fälle zu liegen.

 

 

P.J. Tracy schafft es auch in ihrem nächsten Buch „Memento“ Spannung bewusst und gezielt aufzubauen. Was langsam beginnt und Seite nach Seite immer mehr Fahrt aufnimmt, entwickelt sich zum Schluss zu einem äußerst rasantem Thriller, der mit einer riesigen Überraschung endet.

 

Die Ort der Handlungen sind überschaubar und detailgetreu beschrieben, was keine Proleme darstellt, sich den jeweiligen Ort bildhaft vorstellen zu können.

Das Ermittlerduo Magozzi und Rolseth, der aber im Buch meistens nur als Gino erwähnt wird, geben dem Buch einen Hauch von Humor. Denn Iris Rikken, der Sheriff, ist erst seit einem Tag im Dienst und hat es gleich mit einem Mordfall zu tun. Sie ist komplett überfordert mit der Situation und bittet ständig Magozzi und Gino um Hilfe.

Während Magozzi Einsicht und Verständnis für Iris aufbringt, ist Gino die ganze Zeit am herummeckern und alles-in-Frage-stellen, was die Frau macht.

Dies bringt Witz ins Buch hinein, vor allem am Ende des Buches, wenn Iris so langsam weiß woher der Wind weht und sich mit klaren Kommandos Ginos Missmutigkeit langsam entziehen kann.

 

Das Ende ist zwar eine Überraschung, aber auch eine kleine Enttäuschung zu gleich. Da hätten die beiden Autoren mehr draus machen können, vor allem, weil die Handlung bis dahin von der Spannung gelebt hat, wer denn die eigentlichen Täter der beiden toten Polizisten sind.

 

Fazit

Trotzdem bleibt am Ende festzuhalten, dass „Memento“ ein gelungenes Buch ist, welches wunderbar und flüssig zu lesen ist. Alle Fans von P.J.Tracy kommen auch in „Memento“ in den Genuss der vorherigen Bücher des Autorenduos, welche mit Spannung und Action aufwahrten konnten.

Zum Seitenanfang

Eure Meinung:


Keine Einträge
Keine alten Kommentare vorhanden.

Zum Seitenanfang

Platzhalter

Memento

Autorin: P. J. Tracy

Gebundene Ausgabe

315 Seiten

Verlag: Wunderlich

Erschienen: März 2007

ISBN-10: 3805208413

ISBN-13: 978-3805208413

Erhältlich bei: Amazon

 

weitere Infos:


Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 18.05.2007, zuletzt aktualisiert: 31.08.2018 17:18