Miesel und die Hexerverschwörung (Autor: Ian Ogilvy)
 
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Miesel und die Hexerverschwörung von Ian Ogilvy

Rezension von Christine Rau

 

Rezension:

Das sieht doch fast schon wie ein ganz normales Familienleben aus. Miesel, seine Schwester Mathilda mit Kindermädchen Nanny Flannel, Vater Sim und Mutter Lee sitzen in friedlicher Eintracht am Frühstückstisch. Dann stößt Miesels Vater auf einen Artikel in der Zeitung, der ihn mächtig aufregt. Justin Bucket, in seinen Augen der größte Depp der Zauberinnung, ist zum Primus Magus der Zaubergilde gewählt worden. Auch Lee kann es nicht glauben. Beide hatten mit einem Wahlsieg Toby Juggs gerechnet. Das Beratungsgremium besteht nun aus lauter mächtigen Hexenmeistern, was gar nicht gut ist.

 

Trotzdem muss Miesel zur Schule. Er ist schließlich kein Zauberer wie sein Vater, sondern ein ganz normaler Junge. Als er wieder nach Hause kommt, ist Besuch da. Mr. Needle und Mr. Bland sind als Abgesandte der Zaubergilde vor Ort. Miesel hat die beiden in schlechter Erinnerung und ist skeptisch. Damit liegt er nicht falsch. Die Zaubergilde-Kommission hat eine Untersuchung zu den Vorgängen auf der Jubel-Trubel-Insel (aus „Miesel und der Drachenhüter“) angesetzt. Die ganze Familie soll nun Fragen beantworten, da sie mit ihren Aktionen gegen das Gesetz verstoßen hat. Dabei ging es um Leben oder Tod.

 

Irgendjemand stört die Anhörung mit lächerlichen, kindischen Zaubertricks. Der Verdacht fällt auf Miesel. Der weiß aber ganz genau, dass er dafür nicht verantwortlich ist. Er sieht auch, dass nur seine kleine Schwester infrage kommt. Nun wird den Hexern klar, dass Familie Stubbs ein Zauberkind, ein höchst gefährliches Wesen, hervorgebracht habt. Lord Oktavio glaubt, Mathilda sei ein Mallockee und verfügt damit praktisch über riesige Zauberkräfte. Dafür soll nun die ganze Familie bestraft werden. Schwarz Uniformierte schleppen die Eltern weg. In dem Tumult gelingt es Toby Jugg, Miesel und seine schlafende Schwester wegzuschaffen. Er bringt sie nach Caltrop Castle, wo sie in Sicherheit sein sollen. Das Toby Jugg, nicht der ist, für den er sich ausgibt und dass er ganz hinterhältige Pläne hat, ahnt Miesel zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

 

„Eine schlimme Geschichte“ geht weiter. Besser kann man es nicht ausdrücken. Auch dieses Mal gerät Miesel wieder unfreiwillig in ein unheimliches Abenteuer. Für den Leser ist es sehr abwechslungsreich. Mal sträuben sich einem die Nackenhaare, weil es so gruselig ist, dann wieder kann man sich kaum vor Lachen halten, weil Komisches passiert, dann wieder darf man sich über groteske Szenen wundern. Der Autor hat wirklich einen unerschöpflichen Einfallsreichtum. Was Miesel erlebt ist sehr unterhaltsam. Besonders auf Caltrop Castle wird sein ganzer Mut und jede Menge Einfallsreichtum gefordert. Und wieder betreten seltsame Gestalten die Bildfläche, wie zum Beispiel die lebende Ritterrüstung, die kein Erbarmen kennt. Interessant auch die einem Bild entsprungene Leiche vom Duke of Touffou, dem erst noch begreiflich gemacht werden muss, dass er tot ist.

Außerdem ist wieder alles ganz anders, als es am Anfang den Anschein hat. Der Autor sorgt mit ungeahnten Wendungen immer wieder für neuen Spannungsaufbau.

Das Buch hat vierhundert Seiten und keine davon ist langweilig. Der Autor überzeugt mit seiner Art Fantasy und auch die Zeichnungen sind ungewöhnlich interessant.

 

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202404141338304bed1207
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Miesel und die Hexerverschwörung

Autor: Ian Ogilvy

Gebundene Ausgabe: 398 Seiten

Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (September 2006)

ISBN: 3473344850

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 24.10.2006, zuletzt aktualisiert: 22.03.2023 14:28, 2940