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Mirandas Traum von Marianne Eschbach

Rezension von Heike Rau

 

Rezension:

Seit einigen Jahren verfolgen die Tiere die Entwicklung von sieben Kindern, die alle hier in der Stadt geboren wurden. Die Kinder sollen schon bald eine gemeinsame Reise ins Jenseitige Land, das Land der Träume, beginnen, um herauszufinden, warum die Kinder auf der Welt immer einsamer werden und sich in eine Welt aus Computerspielen und Filmen flüchten, anstatt Freundschaften zu schließen und gemeinsam zu spielen. Auch den Draht zur Tierwelt verlieren die Kinder immer mehr, was Katze, Maus und Hund sehr traurig macht und mit Besorgnis erfüllt.

Doch dann geschieht ein Unfall und macht die Pläne zunichte. Miranda ist mit ihrem Fahrrad gestürzt und hat sich am Kopf verletzt, so schwer, dass sie sterben könnte. Sie liegt nun im Krankenhaus im Koma. Ihr Geist ist allein im Jenseitigen Land. Ohne Hilfe kann sie den Weg zurück in die Wirklichkeit nicht finden.

Martin möchte seine Schwester am liebsten sofort dort herausholen. Doch niemand weiß, wo genau Miranda ist. So muss Martin zuerst zu Marduk gehen und ihn um mehr Lebenszeit für seine Schwester bitten. Begleitet wird er von Emilia Eule, dem Kleinen Bär, dem Pelikan, Frau Doktor Spitzohr und Professor Langschwanz.

Im Jenseitigen Land herrscht Krieg. Die Weiße Jägerin und der Rote Skorpion sind drauf und dran, das Traumland zu zerstören. Trotzdem muss Martin nun seiner Bestimmung folgen. Doch das ist keine leichte Aufgabe und der Weg ist unendlich weit.

 

Die Geschichte folgt dem altbekannten Muster. Ein Junge muss eine schwierige Aufgabe erfüllen und auf dem Weg dorthin Prüfungen und Abenteuer bestehen.

Der Weg ist allerdings viel zu weit. Martin bewältigt eine Prüfung nach der anderen und begegnet Fantasiegestalten, auf die er sich einlassen muss. Diese sind wirklich außergewöhnlich. Hier beweist die Autorin Einfallsreichtum.

Allerdings sind es viel zu viele. Man verliert nach einiger Zeit den Überblick. Auch macht das Buch den Eindruck einfach nicht zu Ende gehen zu wollen. Dementsprechend schwer ist es, Zugang zu dieser Geschichte zu finden.

Alles dreht sich um das Geheimnis der Träume und auch um den Tod. So taucht die Autorin tief in Traumwelten ein, philosophiert, geht aber nicht tief genug, kratzt nur an der Oberfläche. Es sind viel zu viele Botschaften und Lebensweisheiten, die die Autorin in diesem Selbstfindungsabenteuer versucht hat, unterzubringen. Zu viel stürmt auf den Leser ein. Man verliert schnell den Faden, verliert das eigentliche Ziel aus den Augen. Es fällt es schwer, die Geschichte bis zum Ende durchzulesen. Das Buch ist schätzungsweise für Kinder ab 12 Jahren gedacht, aber kaum kindgerecht geschrieben.

 

 

Eure Meinung:


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Mirandas Traum

Autorin: Marianne Eschbach

Weltbild Buchverlag, Augsburg

Erschienen: 24. August 2006

288 Seiten, gebunden

ISBN: 3898973336

Erhältlich bei: Amazon

 

Weitere Infos:


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Erstellt: 17.08.2006, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53