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Moon Chosen von P.C. Cast

Reihe: Gefährten einer neuen Welt Band 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

P. C. Cast, verfasste mit ihrer Tochter Kristin eine der erfolgreichsten Jugendbuch- und Romantic-Fantasy-Serien der vergangenen Jahre, ist aber auch alleine sehr aktiv im Verfassen von Geschichten, in denen sie Liebe mit magischen Abenteuern und viel mystischem Drumherum verbindet. Mit der Duologie „Gefährten einer neuen Welt“ ist sie auf den Zug der modernen Dystopien aufgesprungen, wenn auch auf eine ganz eigene Art, wie sie schon im ersten Band „Moon Chosen“ beweist.


Mari gehört zum Stamm der Erdwanderer, aber sie ist anders als die Angehörigen ihres Volkes und erfährt erst spät, warum. Ihre Mutter hat sich mit einem der „Gefährten“ eingelassen, einer anderen Gruppe, die gelegentlich bei den Erdwanderern einfällt, um einige von ihnen als Sklaven zu entführen, ihn aber verloren als das Mädchen noch sehr klein war.

Als Mari eines Tages einen kleinen Welpen findet und ihm das Leben rettet, weiß die Mutter, dass ihr ihr nicht mehr vorenthalten darf, wie sehr sie zwischen den Völkern steht. Und kann sie jetzt überhaupt noch Mondfrau, die Heilerin des Stammes, werden? Denn, nun da ihre Fähigkeiten auch noch erwachen, wird deutlich, dass sie die besonderen Gaben beider Völker in sich trägt, und das wird nicht zu übersehen sein.

Der Bund mit dem jungen Hund, ein schwerer Schicksalsschlag und die Begegnung mit dem Gefährten Nik ändern schließlich alles und lassen Mari erkennen, dass sie ihren eigenen Weg finden muss.


Die Welt, die P. C. Cast entwirft ist urtümlich und wild, ein Dschungel, der viele Gefahren birgt, Krankheiten wie auch giftige Tiere und Pflanzen, und dennoch den Bewohnern genug Grundlagen schenkt um weiter zu leben. In dieser Dystopie sind die Menschen zu Wilden geworden, die in unterschiedlichsten Gruppen zusammenleben. Und natürlich gibt es einen noch gefährlicheren Feind, der die Helden und ihre Stämme miteinander verschmelzen lassen werden, auch wenn es jetzt noch große Unstimmigkeiten gibt.

Man muss der Autorin lassen, dass sie schon recht phantasievolle Szenarien entwickelt und mit ihrem Lieblingsthema vermischt. Gerade die Heldin und ihre Mutter sind wieder einmal eine Art Priesterinnen, die pflanzliches Heilwissen mit einem guten Schuss an Magie miteinander verbinden – etwas, was in ihren Romanen ein Dauerthema ist.

Tatsächlich bricht sie aus den vorgegebenen Rollenmustern nicht sonderlich aus, bleiben die meisten der Frauen doch Lebensspenderinnen, die Männer sind überwiegend die, die es hinaus zieht, um neue Rohstoffe zu finden und sich gegenüber Feinden zu erwehren. Auch Nik ist zunächst aktiver als die eigentliche Hauptfigur, die eher in ihrer alten Rolle verharrt.

Alles in allem dürfte der erfahrene Leser viele Klischees wiedererkennen, Handlungsmuster die nur vor dem exotischen Setting neu wirken.

Das Buch ist immerhin flott geschrieben, es bietet kurzweilige Unterhaltung, wenngleich man auch keine tiefer gehende Handlung oder Charakterentwicklung erwarten sollte – oder eine Handlung, die in lange in Erinnerung bleibt.


„Moon Chosen“, der erste Band von „Gefährten einer neuen Welt“ ist mehr romantische Fantasy als eine düstere Zukunftsvision. Vor allem junge Leserinnen, die Magie und aktive Frauen mit mystischen Kräften mögen, die am Ende doch ihren Gefährten finden, werden an der routiniert verfassten Geschichte ihren Spaß haben.


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Eure Meinung:

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Buch:

Moon Chosen

Reihe: Gefährten einer neuen Welt Band 1

Autorin: P. C. Cast

gebunden, 702 Seiten

Fischer FJB, September 2017

Übersetzung: Christine Blum

 

ISBN-10: 3841440142

ISBN-13: 978-3841440143

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0722H8F65

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 05.07.2018, zuletzt aktualisiert: 31.10.2019 10:51