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Moskito von Steve Voake

Rezension von Christoph Weidler

 

Als der dreizehnjährige Sam nach einen schweren Unfall erwacht, findet er sich einer unheimlichen Welt wieder, wo er von grausamen Hundewesen gejagt, in Gefangenschaft gerät. Nach und nach wird ihm bewusst, dass es ihn unerklärlicherweise in eine für ihn unbekannte und bizarre Parallelwelt mit dem Namen Aurobon verschlagen hat. Und man hat ihn dort erwartet! Gigantische Insekten dienen den Bewohnern dort als Flug- und Kampfmaschinen in einem gnadenlosen Krieg um das Schicksal unserer realen Welt.

 

Mit Hilfe der jungen Pilotin Skipper kann Sam aus der Gefangenschaft des grausamen Herrschers Odoursin fliehen, und schlägt sich auf die Seite von Obdoursins Gegner. Diese versuchen Obdursins Plan, die Menschen unter Hilfe eines hochentwickelten Virus von der Erdoberfläche zu tilgen, zu verhindern. Für Sam beginnt ein spannendes und actionreiches Abenteuer bei dem es nicht nur um sein eigenes sondern auch um das Schicksal der gesamten Menschheit geht.

 

Szenarien mit "Außenseiter landet in Parallelwelt" sind nichts Neues, aber sie scheinen sich in der jüngsten Vergangenheit wieder neuer Beliebtheit zu erfreuen. So bietet Steve Voake vom Grundtenor mit seinem Roman "Moskito" auch nicht wirklich Neues, wäre da nicht Aurobon: eine biotechnisch hoch entwickelte Welt deren Basis sich auf gezielt gezüchteten Rieseninsekten stützt und wo Aurobans Bewohner es sich zur Aufgabe gemacht haben das natürliche biologische Gleichgewicht der Erde zu wahren. In unser Zeitepoche mit Problemen wie Umweltverschmutzung, Wald- und Artensterben und Vernichtung von natürlichen Ressourcen eine nicht ganz einfache Aufgabe. Und als dann Obdursin beschließt, dass die Menschen es nicht mehr wert sind beschützt zu werden und von der Erde vernichtet werden müssen, scheint der große Gau in greifbarer Nähe zu sein.

 

Steve Voake legt dem Leser mit seinem Roman "Moskito" ein durch die Bank spannungsgeladenes, fesselndes und actionreiches Werk vor, das keine Zeit für Langeweile gibt. So hält sich der Autor auch nur kurz, aber passend, mit Sams Vorgeschichte auf und schon nach wenigen Seiten ist man mit Sam in Aurobon und wird von blutgierigen Hundewesen gejagt, trifft auf gigantische Kampfameisen und insektenartige Flugstaffeln.

Auch die Protagonisten Sam und Skipper weiß Steve Voake sehr gut zu gestalten. So findet der Leser hier keine flachen, stereotypen Figuren vor, sondern es entwickelt sich im Laufe des Romans ein tiefer Einblick in die Personen. Schnell gewinnen die beiden Helden die Gunst des Lesers und man fiebert bei ihrem Abenteuer mit. Somit bietet der Autor mit seinem Roman "Moskito" ein spannendes Lesevergnügen mit dem unterschwellig erhobenen Zeigefinger in Richtung Umweltbewusstsein. Trotz dem großen Vergnügen dieses Buch gelesen zu haben, gab es aus meiner persönlichen Sicht zwei kleine Schwachpunkte. Zum einen wird die Figur von Sam (ein dreizehnjähriger Junge) streckenweise für ihn unpassend sehr erwachsen dargestellt und zum anderen war aus meiner Sicht das finale Showdown des Romans, im Vergleich zur restlichen Handlung, zu schnell abgehakt gewesen. Gerade in dem letzten Punkt wäre mehr möglich gewesen.

 

Fazit: Spannendes, actionreiches Erstlingswerk von Steve Voake, welches zu überzeugen weiß.

 

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Buch:

Moskito

Autor: Steve Voake

Orginaltitel: The Dreamwalker's Child

Aus dem Englischen von Bernadette Ott

Verlag: Cbj

Gebunden mit Schutzumschlag, 317 Seiten

Erschienen: Februar 2005

ISBN: 3-570-12836-9

Altersempfehlung: ab 14 Jahre

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 14.08.2005, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 10:59