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Mürrische Monster von Royce Buckingham

Rezension von Christel Scheja

 

In „Dämliche Dämonen“ lernte man erstmals Nathan Grimlock kennen, der nur auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Junge wirkt, denn er hütet ein großes Geheimnis. Aufgezogen von dem Inder Raja Dhaliwahl ist er dazu ausersehen, dessen Aufgabe zu übernehmen. Dazu gehört das Hüten und Überwachen von unzähligen Dämonen, die in dem Haus leben und eng an ihn gebunden sind, einschließlich des „Tiers“, dass hinter einer schweren Eisentür im Keller lebt. Nun gibt es die Fortsetzung unter dem Titel „Mürrische Monster“.

 

Seit dem Tod seines Pflegevaters hat sich Nate bei den boshaften kleinen Gesellen Respekt verschafft und sie mittlerweile in den Griff bekommen, sogar das „Tier“, was ihn sehr erleichtert, denn er hat eine Regel gebrochen, die eigentlich jeder Hüter einhalten sollte – sich niemals in ein Mädchen zu verlieben.

Auch Nate hat zu spüren bekommen, welche Gefahren das alles birgt, denn als er sich damals in die selbstbewusste Sandy verliebt hatte, konnte er das „Tier“ nicht mehr so gut kontrollieren wie früher und zwei neugierige Jungen, die in das Haus einbrachen sind ums Leben gekommen. Der letzte hat nur mit knapper Mühe und Not überlebt und ist jetzt bei ihm. Ritchie ist nun sein Lehrling, wie er es vor noch nicht all zu langer Zeit selbst war.

Der junge Mann könnte zufrieden sein, dass alles so gut läuft, doch dann machen ihn seltsame Geschehnisse in der Stadt misstrauisch und hellhörig. Etwas oder jemand scheint hierhin gekommen zu sein, dass Dämonen spurlos verschwinden lässt, selbst die harmlosen, die ein wenig für das belebende Chaos im Dasein der Menschen sorgen.

Ist ein anderer Hüter oder ein Jäger dafür verantwortlich? Schon bald kennt Nate die Antwort und versucht den unheimlichen Dämonenfresser aufzuhalten, das er nicht zulassen will, dass dieser das Haus der Dämonen aufspürt und als Futterquelle betrachtet, denn irgendwie hat er die meisten der kleinen Gesellen inzwischen sehr lieb gewonnen.

Sandy und Ritchie ergeht es nicht anders und so stehen sie ihm zur Seite, nicht ahnend, auf was sie sich da eingelassen haben.

 

Wie auch schon im ersten band sind die Dämonen und Monster eigentlich nur Nebendarsteller, die hin und wieder einmal für eine heitere Einlage sorgen, aber ansonsten nicht das Geschehen bestimmen.

Das Buch ist weit davon entfernt eine Persiflage oder Satire zu sein, sondern erinnert eher an Jugendbücher wie „Spook“ in denen ein Zauberlehrling erwachsen werden muss, um sich den wahren Gefahren der Welt zu stellen.

So ist der Dämonenfresser letztendlich nur eine weitere Vorbereitung für Nate, um sich seinen wahren Feinden zu stellen, erfährt er doch in diesem Band mehr über seine eigene Vergangenheit und muss einige Entscheidungen treffen, die ihn mehr und mehr reifen lassen. Man merkt richtig, wie Ritchie in einigen Dingen in seine Fußstapfen tritt.

Alles in allem ist die Geschichte wieder sehr einfach gestrickt, da diesmal nicht nach dem „Tier“, sondern der anderen Kreatur gesucht wird. Wie immer sind Vertrauen und Freundschaft die wichtigsten Zutaten um erfolgreich zu sein. Daher ahnt man auch sehr schnell, auf was das alles heraus laufen wird. Daher eignet sich die Geschichte vor allem für junge Leser, die sich ordentlich gruseln wollen.

 

Wie ein Vorgänger ist auch „Mürrische Monster “ ein Buch, das sich in erster Linie an Kinder ab zehn, elf Jahren wendet, die ein spannendes Abenteuer mit unheimlichen und lustigen Begebenheiten, aber auch ein wenig Dramatik lesen wollen. Erfahrene Leser werden dagegen schnell enttäuscht, das sie sehr leicht erkennen können, auf was das alles hinaus laufen wird.

Eure Meinung:


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Buch:

Mürrische Monster

Autor: Royce Buckingham

gebunden, 253 Seiten

Penhaligon, erschienen November 2009

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Joannis Stefanidis

Titelbild von Michael van den Bosch

ISBN-10: 3764530235

ISBN-13: 978-3764530235

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 26.12.2009, zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49