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Paradox – Am Abgrund von Phillip P. Peterson

Rezension von Christel Scheja

 

Philip P. Peterson arbeitet als Ingenieur für Satellitenprogramme und schreibt technische Abhandlungen für wissenschaftliche Zeitungen. Deshalb hat er auch einen entsprechenden Einblick in die Welt der Raumfahrt und kann einige Dinge sogar als Insider schreiben. Seine Vorliebe gilt der Hard SF. Dennoch ist Paradox mehr als nur ein auf die Beschreibung der Technik reduzierter Roman.

 

Rezension:

Ed Walkers verliert seinen Ruf, als seine letzte Mission übelst in die Hose geht und man ihm anlastet, dass durch seine Einwirkung die ISS zerstört worden ist. Wenigstens stirbt niemand aus der Crew, alle Menschen kann er retten und in Sicherheit bringen.

Allerdings nimmt der Weltraumveteran an, dass seine Karriere im All nun vorüber ist – aber weit gefehlt. Schon kurze Zeit später, als sich die Wellen geglättet haben, tritt man erneut auf ihn zu und bietet ihm eine Mission an, bei der er nicht wirklich „Nein“ sagen kann.

Gemeinsam mit einer bunt zusammengewürfelten Crew soll er zu den Grenzen des Sonnensystems fliegen und dort herausfinden, warum die vor vielen Jahrzehnten losgeschickten Sonden nicht mehr funken. Ausgetestet werden soll zugleich der neuste Antimaterie-Antrieb. Doch könnte das nicht eine Reise ohne Wiederkehr werden?

 

Man merkt, dass der Autor so einiges an Anekdoten und Mythen aus der Welt der Raumfahrttechnik mitbekommen hat, denn das erlaubt ihm, das Geschehen auf der ISS und später auf dem Raumschiff sehr lebendig und unterhaltsam darzustellen. Ed und seine Kameraden haben es nämlich faustdick hinter den Ohren, so ernsthaft sie vielleicht auch an der ein oder anderen Mission arbeiten, so sehr bleiben sie eben auch Menschen mit allen möglichen Fehlern und Schwächen.

Der Weltraumveteran mag zwar schon viel zu alt sein, um noch auf eine so wichtige Mission zu gehen, aber genau das lässt den Leser auch aufhorchen und das Gefühl nicht loswerden, das irgend etwas passieren wird.

Und richtig – so sehr die Geschichte zunächst auch hin und her plänkelt, so sehr zieht die Spannung zum Ende hin an. Denn am Rande des Sonnensystems erwartet die Crew der Helios eine Überraschung mit der keiner hat rechnen können. Bis dahin fühlen sich die Schilderungen des Aufbruchs und der Reise eigentlich sehr glaubwürdig und nachvollziehbar an.

Die Geschichte wird tatsächlich sehr unterhaltsam und detailreich erzählt. Der Autor nimmt sich die Zeit, die Figuren in Ruhe vorzustellen, liebenswert und sympathisch in Szene zu setzen und dabei auch unterschwelligen Humor zu transportieren.

Nach und nach wächst man so in die Geschichte hinein, genießt die vielen plausiblen und nachvollziehbaren Erklärungen bis zum erstaunlich offenen, aber durchaus zufriedenstellenden Ende, auch wenn man nicht erwarten sollte, dass das Geschehen sonderlich in die Tiefe geht.

 

Fazit:

Alles in allem ist »Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit« ein angenehm zu lesender Science Fiction Roman, der wissenschaftliche Idee und eine interessante Handlung zu einer angenehmen Lektüre zu verbinden weiß, die trotz vieler Erläuterungen keine Längen aufweist.

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Buch:

Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit

Autor: Phillip P. Peterson

Bastei Lübbe, Dezember 2015

Taschenbuch, 480 Seiten

 

ISBN-10: 3404208439

ISBN-13: 978-3404208432

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B011C6SRV4

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 14.01.2019, zuletzt aktualisiert: 14.01.2019 16:40