Peter Pan und der rote Pirat (Autorin: Geraldine McCaughrean)
 
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Peter Pan und der rote Pirat von Geraldine McCaughrean

Rezension von Christoph Weidler

 

Es sind mittlerweile 20 Jahre vergangen, die verlorenen Jungs, Wendy und ihr Bruder John sind mittlerweile erwachsen geworden, haben zum Teil selber Kinder und Wendys Bruder Michael starb in dem Kämpfen des Weltkrieges. Doch ohne für sie ersichtlichen Grund beginnen sie immer häufiger vom Nimmerland zu träumen. Und diese Träume scheinen die Mauer zur Realität zu durchbrechen, denn jedes Mal wenn sie aufwachen finden sie in ihren Betten reale Gegenstände aus Nimmerland. Etwas Schreckliches muss mit Nimmerland und ihren alten Freund Peter Pan passieren, den die schützenden Mauern zwischen der Traumwelt Nimmerland und der Realität scheinen zu brechen. Kurzentschlossen findet sich die ehemals verschworene Gemeinschaft zusammen um einen Weg zurück nach Nimmerland zu finden. Kein leichtes Unterfangen, denn nur Kindern ist es vorbehalten den Weg zu Peter Pans Heimat beschreiten zu können. Doch so schnell lassen sich Wendy und ihre Freunde nicht entmutigen und finden einen Weg wie Erwachsene wieder zu Kindern werden können.

In Nimmerland angekommen treffen sie schnell auf ihren alten Freund Peter Pan. Peter ist immer noch ein leichtlebiger Angeber wie früher, doch er hat Schwierigkeiten sich an seine Freunde zu erinnern. Auch hinter seiner lockeren, ungetrübten Fassade ist nicht alles Gold was glänzt, denn Peter hat sich in seiner Art geändert – egoistische kühle Züge durchbrechen immer wieder den liebevollen lockeren Charme des Peter Pan wie sie ihn kannten, und nehmen immer mehr zu. Alles scheint sich zu ändern, denn auch Nimmerland selber hat sein buntes, phantasievolles Aussehen verloren und birgt auf einmal eine düstere, graue, vergiftete Atmosphäre. Wendy, John und die verlorenen Jungen sind sich nun sicher, sowohl Nimmerland wie auch Peter Pan braucht ihre Hilfe. Zusammen mit dem seltsamen Zoodirektor Ribbelo machen sich die Freunde auf das Rätsel zu lösen.

 

Im Jahr 2004 hatte die Stiftung, welche den Nachlass und die Rechte an Peter Pan verwaltet, aus Anlass zu dem 70. Todestag von J.M. Barrie einem weltweiten Wettbewerb gestartet, um so zu einer offiziellen und würdigen Fortsetzung zu „Peter Pan“ zu kommen. Über 200 Autoren bewarben sich mit ihren Geschichten um Peter Pan und Nimmerland bei diesem Wettbewerb und die Kinderbuchautorin Geraldine McCaughrean gewann ihn mit ihrem Roman „Peter Pan in Scarlet“ (deutscher Titel: Peter Pan und der rote Pirat; cbj Verlag), welcher weltweit am 5. Oktober 2006 veröffentlicht wurde.

Und man kann sagen, ihr ist in der Tat ein würdiger Nachfolger zu Barries „Peter Pan“ gelungen. Mit der gleichen phantasievollen Leichtigkeit, wie schon Barrie selber, geht die Autorin an ihre Geschichte heran und kann teilweise sogar das Original übertreffen. Aber auch durch Wortwitz und ihrer wunderbaren bildlichen Darstellung der Geschichte weiß McCaughrean, bei dem aufregendem Abenteuer voller Wendungen, Spannung und viel Phantasie und den gelungenen Darstellungen der Protagonisten, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Von solchen Fortsetzungen darf es gerne mehr geben!

 

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240518045822cc1dbe9f
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Peter Pan und der rote Pirat

Autor: Geraldine McCaughrean

Gebundene Ausgabe: 311 Seiten

Verlag: Cbj (Oktober 2006)

ISBN: 3570132064

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 20.11.2006, zuletzt aktualisiert: 12.03.2023 14:54, 3082