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Racheengel von J. R. Ward

Reihe: Black Dagger Band 13

Rezension von Christel Scheja

 

Zu den erfolgreichsten Vampir-Epen im Taschenbuch gehört die “Black Dagger”-Reihe von J. R. Ward. Sie schildert hier die Abenteuer einer Gruppe von speziell herangezüchteten Vampirkriegern, die physisch extrem stark sind und die Aufgabe haben, Ihresgleichen zu beschützen.

Anders als die „Lesser“ sind sie keine ihrer Seele beraubte Menschen sondern Angehörige einer Spezies die neben den Menschen entstanden sind, und das Blut des jeweils anderen Geschlechts brauchen, um zu überleben, sich also nicht von Sterblichen ernähren müssen.

Das ist bei den „Lesser“ anders, die immer wieder versuchen, die echten Vampire auszurotten und gerade in der letzten Zeit immer wieder auch Erfolge zu verzeichnen hatten.

Erschienen ist aus der Reihe nun „Rachengel“ als dreizehnter Band der Reihe, der erste Teil des amerikanischen Originals „Lover Avenged“, da Heyne es immer noch nicht aufgegeben hat, die Bücher zu teilen.

 

Im Zentrum der Geschichte steht diesmal Rehvenge, der Bruder von Bella und einer der zwielichtigeren Krieger der Black Dagger, auch sich die Geschichte nicht mehr ausschließlich um die beiden Helden dreht, sondern auch anderen Entwicklungen Raum lässt.

Rehv hat sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert in die Rolle als Lustsklave ergeben, da ihn eine Vampirin damit erpresst, den anderen Black Dagger zu verraten, dass er wie sie ein Sympath ist – ein Vampir, der die Fähigkeit hat, die Gefühle anderer zu manipulieren und zu verändern. Und das ist nicht gerne gesehen.

So ist er der Frau notgedrungen zu Willen und versorgt sie mit Juwelen – das Geld dafür verdient er unter anderem auch als Drogendealer und Zuhälter, damit die anderen nicht merken, was er tut.

Um seiner zweiten Natur Herr zu werden, versucht er seine Fähigkeiten mit Medikamenten zu unterdrücken und sucht dafür immer wieder die Klinik von Havers auf. Dort lernt er die Vampirin Elena kennen, die als Krankenschwester arbeitet und sich nebenbei auch noch um ihren schizophrenen Vater kümmert und fühlt sich, ohne es herauszufordern, mit ihr verbunden, denn geteiltes Leid ist halbes Leid. Ihr ergeht es nicht anders.

Stürmischer und leidenschaftlicher geht es da bei John und Xhex zu, die ihre Beziehung vertiefen und auch Wrath hat genug davon, als König hinter seinen Freunden zu stehen und greift wieder aktiv in den Kampf gegen die Lesser ein, was gefährlich werden könnte, denn mit Lash, dem Sohn Omegas, haben sie nun einen Gegner vor sich, der die Black Dagger sehr gut kennt.

 

Zwar führt die Autorin immer wieder neue Figuren ein, mittlerweile ist aber der Kosmos der „Black Dagger“ bereits so komplex, dass Neuleser auch mit dem Glossar Schwierigkeiten haben werden, sich in die Handlung einzufinden, da gerade durch die vielen Personen und das inzwischen entstandene Beziehungsgeflecht einiges an Kenntnissen vorausgesetzt wird. Zwar gibt es dann und wann kurze Erkläungen im Text, diese halten sich aber in Grenzen.

Ansonsten spult die Autorin ihr gewohntes Programm ab. Einer der Krieger, die bisher nur am Rande auftraten oder namentlich erwähnt wurden, findet mehr oder weniger überraschend seine Lebenspartnerin. Bis die beiden jedoch wirklich zueinander finden, dauert es noch eine ganze Weile, da einer von ihnen oder auch beide ihr Päckchen zu tragen zu haben und sich nicht wirklich eng binden wollen – aber der Ausgang ist sicher, denn die beiden werden den Ruf ihres Körpers nicht wirklich verleugnen können.

Das ist nicht wirklich neu und wiederholt sich bereits, da Rehvenge nicht der erste leidende Black Dagger ist, auch Zsadist hat schon einiges durchmachen müssen. So kennt man im Grunde schon den groben Verlauf der Liebegeschichte. Interessanter ist da schon die Ehekrise von Beth und Wrath und nicht zuletzt die weiteren Entwicklungen auf Seiten der Lesser, die langsam auch ein wenig Profil entwickeln und nicht länger nur das namenlose Kanonenfutter für die Krieger sind. Gerade mit Lash an der Spitze sind sie zu einer ernst zu nehmenden Gefahr geworden.

 

Alles in allem ist „Racheengel“ gut geschrieben und unterhaltsam für alle, die leidenschaftliche Vampirromanzen mit ein wenig Mythologie und Action mögen. Allein die Tatsache, dass man dem Buch anmerkt, dass es in der Mitte der Handlung abbricht ist störend, aber wirkliche Fans und langjährige Leser der Reihe wird das sicherlich nicht stören.

 

 

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Buch:

Racheengel

Reihe: Black Dagger Band 13

Autor: J. R. Ward

Taschenbuch, 462 Seiten

LYX/Egmont, April 2010

Übersetzerin: Corinna Vierkant

Titelbild: Dirk Schulz

 

ISBN-10: 3453533496

ISBN-13: 978-3453533493

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 23.07.2010, zuletzt aktualisiert: 12.05.2016 13:51