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Rayne - Die Macht der Schatten von Rachel Crane

Rezension von Christel Scheja

 

Hinter dem Pseudonym Rachel Crane versteckt sich die erfahrene und bekannte deutsche Autorin Brigitte Melzer. Nach Elathar – Das Herz der Magie erzählt sie nun in Rayne – Die Macht der Schatten, die Geschichte ihrer Fantasywelt Tharennia weiter.

 

Elathar und Rissa haben es geschafft, den Menschen wieder das Vertrauen an die Magie zurückzugeben, deshalb herrscht zwischen diesen und den Zauberern Frieden und letztere müssen sich nicht mehr verbergen.

Beide herrschen seit vielen Jahren gerecht über ihr Land und versuchen diesem zu Wohlstand zu verhelfen. Inzwischen haben sie auch einen Sohn und eine Tochter. Und genau diese – Rayne – kennt bisher keine Sorgen.

Das ändert sich allerdings, als ihre Mutter eines Tages überraschend in ein Koma fällt und sie niemand daraus erwecken kann, nicht einmal das Mädchen, dass die Magie lebt und atmet.

Und das ist nicht alles – denn schon bald merkt Rayne, das diejenigen, die für den Zustand ihrer Mutter verantwortlich sind, auch hinter ihr her sind.

Deshalb bleibt ihr nicht mehr als die Flucht und die Hoffnung, Verbündete und Mittel zu finden, ehe die Schatten all das übernehmen und vernichten, was ihr etwas bedeutet. Doch wem kann sie noch vertrauen?

Ihren alten Freunden und ihren Bruder oder letztendlich doch nur dem verbannten Brudermörder Skandar, der schon lange um die Macht der Feinde weiß?

 

Längst sind die Prinzessinnen nicht mehr diejenigen, die sich retten lassen müssen, sondern aktive und begabte Hauptfiguren, die selbstbewusst ihren Mann stehen, auch wenn natürlich auf der anderen Seite auch die Liebe nicht zu kurz kommen kann.

Brigitte Melzer nutzt diese beliebten Versatzstücke geschickt für ihre eigene Geschichte. Rayne ist immerhin schon von Anfang an keine verwöhnte Edeldame, sondern lernt kämpfen und zaubern, auch wenn ihr Lebensweg klar vorgezeichnet zu sein scheint. Deshalb kann sie auch gleich reagieren und handeln, als sich die schattenhaften Gegner um sie herum ausbreiten und nicht nur ihre Familie gefährden.

Geschickt verteilt die Autorin die Informationen im Buch, so dass die Geschichte spannend bleibt, man als Leser immer wieder weitere Details über den Feind und seine Absichten erfährt.

Zudem knistert es auch zwischen der Heldin und ihrem etwas später dazu stoßenden Begleiter. Auch hier folgt sie klassischen Mustern, schafft es aber auch, der Romanze ein paar nette und glaubwürdige Twists zu verleihen.

Alles in allem mag erfahrenen Lesern das Geschehen zwar ziemlich bekannt vor kommen, auch die Auflösung ist wenig überraschend, aber der Weg dahin ist immerhin mit einem angenehmen Maß an Spannung, Charakterentwicklung und auch ein paar netten Überraschungen gespickt. Das Abenteuer bekommt zudem genau so viel Raum wie die Liebesgeschichte, die angenehm im Hintergrund bleibt, so dass der Roman eventuell auch interessant für normale Fantasy-Leser ist und nicht nur für diejenigen, für die die Gefühle der Heldin und ihres Auserwählten im Vordergrund stehen.

Immerhin kann man das Buch auch verstehen, wenn man den Vorgänger nicht kennt, da alle wichtigen Informationen im Text selbst vermittelt werden, immer wieder dann einfließen, wenn sie nötig für das Verständnis der Geschichte sind.

 

Fazit:

Alles in allem ist »Rayne – Die Macht der Schatten« ein unterhaltsamer und kurzweiliger Fantasy-Roman, in dem das Abenteuer und die Magie gleichwertig neben der Liebe stehen und dieser nicht untergeordnet sind, so wie in vielen anderen Geschichten, die im Moment mit phantastischem Inhalt erscheinen.

Eure Meinung:

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Buch:

Rayne – Die Macht der Schatten

Autorin: Rachel Crane

Taschenbuch, 543 Seiten

cbt, März 2019

Cover: Isabelle Hirtz

Karte: Erhard Ringer

 

ISBN-10: 3570311570

ISBN-13: 978-3570311578

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B07C3X1Y5D

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

 

Weitere Infos:


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Erstellt: 01.04.2019, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53