Revelation (Autor: Lord Vulthar)
 
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Revelation

Autor: Lord Vulthar

 

Ich hatte mir das Zeug an der Ecke Bradburystreet und Lake Avenue gekauft, bei einem ungewaschenen Kerl mit hervorquellenden Augen, die gelb wie Kassenpisse waren.

Dass er hinter einem hot-dog-Wagen stand, war eine ebenso lächerliche wie unappetitliche Tarnung.

Wer w√ľrde sich freiwillig ein hei√ües W√ľrstchen reinziehen, wenn dieser stinkende S√§ufer es vorher in seinen schmierigen Fingern gehalten hatte? Wahrscheinlich w√§re dann nicht einmal Ketchup n√∂tig gewesen, um den in Darm gepre√üten Tierresten die richtige W√ľrze zu verleihen.

Meine f√ľnfzehnhundert bucks verschwanden schneller in der rechten Tasche seines dunkelgr√ľnen, abgewetzten Army-Parkers, als man 'STINKTIER' sagen konnte.

Daf√ľr legte er mir eine kleine Metallkapsel in die Hand.

"F√ľnfzehn Gramm, Mister - wie bestellt."

"Verdammt hoher Preis, mein Freund.", knurrte ich mißmutig.

"'s lohnt sich, Mister - kein Schei√ü, ehrlich. Au√üerdem isses'n Sonderpreis - wenn Kane nicht f√ľr dich geordert h√§tte, Mister, dann h√§ttste √ľberhaupt nix bekommen. Das Zeug ist so hei√ü, dass die Bullen noch nich' mal 'ne Ahnung davon haben d√ľrfen, dass es das √ľberhaupt gibt. 'nen hot dog, Mister?"

"Vergiß es, Freund - eins deiner Gifte reicht mir."

Ich drehte mich auf dem Absatz herum und stapfte durch den ungem√ľtlichen Novemberregen zur√ľck in mein kleines Appartment. Die Metallkapsel schien zu gl√ľhen - mi√ütrauisch be√§ugte ich jeden Passanten, der mir begegnete.

Hatte der Kerl eben nicht so komisch geschaut?

Und diese fette, aufgedonnerte Tussi da - glotz, glotz, glotz!

Leuchtete der kleine Behälter gar durch den Mantelstoff hindurch? Nein, alles in Ordnung, nichts zu erkennen.

Endlich war ich zuhause und schl√ľpfte rasch ins muffige Innere meiner Wohnung.

Ich befreite mich hastig von dem klatschnassen Mantel und ging ins Wohnzimmer.

REVELATION - ich hatte es!

Unglaublich - ich lachte laut auf und drehte mich ein paarmal um meine eigene Achse wie ein durchgeknallter Baletttänzer.

 

"Das Zeug soll unglaublich sein. Ich selbst hab's noch nicht probiert, aber so einiges gehört. Soll aus Nepal kommen", hatte Kane mir vor zwei Tagen erzählt.

"Pah, Droge ist Droge.", hatte ich ihn frustiert angebrummt. "Mich langweilt jedes Zeug nach sp√§testens drei Trips, weil ich nicht abh√§ngig werde. Du verstehst, mein Freund? Wenn ich deine √ľberm√§chtige Vorliebe f√ľr Heroin teilen k√∂nnte, dann h√§tte ich wenigstens Ruhe."

"DU? Niemals! Du wirst erst dann Ruhe finden, wenn du Antworten bekommen hast auf deine..." (Kanes eisblaue Augen blitzten höhnisch) "...seltsamen Fragen. Wo auch immer sich solche Antworten verbergen mögen."

Am liebsten h√§tte ich ihm auf der Stelle die Fresse poliert. Das w√§re aber nicht sehr klug gewesen - nur Kane, dieser breitschultrige Halunke mit seinen arroganten, silbergrauen Schl√§fen, dem teuren Armani-Anzug und den unz√§hligen Einstichen in seinen Armbeugen konnte mir immer die neuesten Drogen verschaffen. Also pflege ich sorgsam unsere Bekanntschaft, die er wohl f√ľr Freundschaft h√§lt.

 

Kane hatte nie verstanden, wonach ich suchte. Mir ging es nicht um einen fl√ľchtigen Rausch! Was mich trieb, war die Antwort auf die wirklich gro√üe Frage, die sich mir st√ľndlich bohrend stellt, seit ich zur√ľckdenken kann:

 

GIBT ES GOTT?

 

Jedesmal erschauerte ich aufs Neue, wenn ich dar√ľber nachsann. Viele Wege hatte ich schon beschritten, um diese Frage zu kl√§ren - sogar den klassischen: Priester wollte ich werden. Stundenlanges Beten in Abgeschiedenheit, so intensiv, dass mich Prior Medardus ermahnte, es mit meinem Glaubenseifer nicht zu √ľbertreiben. Pah - Antworten hab' ich keine bekommen, nur geschwollene Eier von der Enthaltsamkeit!

Deshalb startete ich nach dem Klosteraustritt rasch meine ersten Drogenexperimente.

Aber auch das war alles nur Zeit- und Geldverschwendung gewesen. LSD, Heroin, Kokain und selbst dieses angeblich so tolle Crack - alles nur teure Verarsche!

Ich seufzte resigniert und schraubte den chromglitzernden Behälter auf.

REVELATION - was f√ľr'n gro√ükotziger Name! Die x-te Designerdroge, na und?

Fast hatte ich keine Lust mehr, den Kram √ľberhaupt noch zu probieren - bis ich den Deckel wegzog und das kobaltblau funkelnde Pulver erblickte. Mann, zumindestens sah es richtig cool aus - w√ľrde bestimmt ein echter Hit werden.

 

"Das beste daran ist: keine Spritze, keine Pfeife oder sonstigen Scheiß. Einfach in den Mund unter die Zunge legen und einwirken lassen", hatte Kane gelobt. "Werd's vielleicht auch mal kosten, wenn es dir gemundet hat. Sublingual - ideal."

Er kratzte sich am Arm.

"Jucken deine H-Drainagen, Kane?", kicherte ich und geno√ü sein w√ľtendes Schnauben.

 

Rasch wog ich zwei Gramm ab und kippte sie mir mit meinem kleinen Speziallöffel unter die Zunge .

Nun konnte REVELATION beweisen, ob es sein Geld wert war.

Zuerst einmal passierte √ľberhaupt nichts, abgesehen von einem leichten Sch√§umen in meiner Schnauze.

Gerade als ich entt√§uscht das Gesicht verzog, explodierte mein Mund vor schier unertr√§glichem Schmerz und Juckreiz. Meine Augenlider donnerten zu wie herabfallende Garagentore und ich versank in Dunkelheit. Zum Gl√ľck bin ich ein sehr beherrschter Mann und deshalb zwang ich mich, sitzenzuleiben und mir nicht diese wei√ügl√ľhende, prickelnde Scheisse aus dem Mund zu sp√ľlen.

Nur langsam wurde es erträglicher.

Ich √∂ffnete vorsichtig die Augen. Panik und Entz√ľcken durchfuhren mich.

Meine Wohnung schien vor meinen Augen zu kristallisieren - meine Sicht offenbarte mir unzählige, winzige Prismen, als ob ich 'ne verdammte Stubenfliege mit Facettenaugen wäre.

Auch im Griff dieses √ľberm√§chtigen Stoffes konzentrierte ich mich trotz der √ľberw√§ltigenden Sinnesattacken nur auf eins:

 

GOTT.

 

Bald stieg ich auf - nach oben, während meine Augen wieder wie gewohnt zu sehen begannen und mich nun schon die ersten Wolken auf dem hellblauen Parkett des großen Ballsaals Himmel umtanzten.

Es funktionierte - noch nie war ich soweit gelangt.

Bald drohten mich mächtige, wogende Stratocumuli zu zerquetschen.

Und dort - ganz fern noch, leuchtete die Himmelspforte.

Ich lachte wild auf vor Gl√ľck!

Deshalb k√ľmmerte mich der jegliche chemikalischen Gesetze verh√∂hnende Rost auf den titanischen, goldenen Torfl√ľgeln auch wenig, als ich zwischen ihnen hindurchscho√ü.

Weiter, immer weiter - hinauf zu SEINEM Thronsaal.

Ich erschauerte vor Ehrfurcht, als ich zwischen den schier unendlich aufragenden Säulen aus weißem Marmor zum Stillstand kam.

Tr√§nen des Gl√ľcks str√∂mten aus meinen Augen, als sich der Boden vor mir donnernd auftat und die elfenbeinerne Spitze eines riesigen Throns gebar. Ich warf mich nieder und pre√üte meine fiebrige Stirn auf den eiskalten Marmor.

ER kam.

Ich schloß die Augen - es war undenkbar, IHN ohne Erlaubnis zu schauen.

Schließlich verhallte das Donnergrollen - der Thron war vollends aufgerichtet.

Ewigkeiten verflossen, bis ich die Stimme h√∂rte - SEINE unbeschreibliche, Galaxien ersch√ľtternde Stimme:

"SIEH MICH AN, MENSCH!"

Die Ehrfurcht lastete tonnenschwer auf mir und nur mit √§u√üerster M√ľhe gelang es mir, dem Befehl nachzukommen..

'Es gibt ihn wirklich - er ist hier oben und wacht', jubelte es noch in meinem Kopf, als ich meine brennenden Augen öffnete und meinen Blick auf die unfaßbare, gigantische Gestalt auf dem blendendweißen, juwelenverzierten Thron lenkte.

Und sah...

 

PECHSCHWARZES, SEHNIGES FLEISCH

PULSIERENDE, SICH WINDENDE MUSKELN

WINZIGE ROTE AUREN, DIE AUF DAMPFENDER HAUT TANZTEN

SCHRECKLICHE, GEHIRNZERSCHMELZENDE, ABGRUNDTIEFE AUGEN

GEBOGENE WIDDERH√ĖRNER

GEIFERBEDECKTE, RASIERMESSERSCHARFE F√ĄNGE...

 

Und schrie laut und heulend: "OH GOTT!"

Verwunderung war zu lesen in den infernalischen Augen der widerlich elegant wirkenden Monstrosität. Dann kicherte ER und feiner Staub begann aus den Säulen zu rieseln.

"ACH SO - IHN SUCHST DU! WIE BEDAUERLICH - ER IST SCHON LANGE NICHT MEHR HIER. DU MUSST LEIDER MIT MIR VORLIEB NEHMEN..."

Da erfa√üte mich eine wilde Entschlossenheit - weg, nur weg aus dieser wahnsinnserf√ľllten Halle. Wenn ER noch ein Wort mehr an mich richtete, w√ľrde mein maltr√§tiertes Gehirn zerplatzen.

Ich raste hinaus und st√ľrzte mich selbstm√∂rderisch durch ein schmales Loch in den sich gegeneinanderdr√§ngenden Wolken.

Wie ein Stein fiel ich, raste der Erde entgegen - die Fähigkeit des Fliegens war mir auf teuflische Art und Weise abhandengekommen.

Unweigerlich musste ich zerschellen - schon ragten mir Chicagos Wolkenkratzer entgegen wie schreckliche Dornen.

Unaufhaltsam raste ich auf den Wald aus Stein und Stahl zu - und schrie...

Und br√ľllte...

Und jammerte...

...und fiel von der Couch. Ich schlug mir die Schl√§fe an der Ecke des verfluchten Wohnzimmertisches an und heulte auf vor Schmerz - es war ein tolles Gef√ľhl!

Verdammtes REVELATION - so 'nen beschissenen Tripp hatte ich ja noch nie erlebt! Mein Herz pochte in meinem plötzlich viel zu eng gewordenen Brustkorb wie 'ne verdammte Industrienähmaschine!

Ich musste erstmal ins Bad, um ausgiebig zu kotzen.

Nach zwei großen Gläser Jacky war ich wieder cool genug, um das alles hier niederzuschreiben.

Aber jetzt brauch ich erstmal frische Luft...

 

***

 

Inspector Milton hatte etwas entdeckt. "Captain Baffo - sehen Sie mal. Hier liegt ein Diktiergerät."

"H√∂ren wir's uns mal an, Milton - vielleicht hat das Arschloch, wegen dem wir nachts um halb drei aus unseren warmen Betten kriechen mussten, noch etwas wichtiges aufgezeichnet.", brummelte Captain Baffo √ľbellaunig.

Milton dr√ľckte ungeschickt auf dem kleinen Ger√§t herum - als ob ihm die 'PLAY'-Taste v√∂llig unbekannt sei. Baffo seufzte - der Job hatte wirklich unz√§hlige T√ľcken.

Schließlich gelang es Milton - mit dem Geschick des sprichwörtlichen blinden Huhns - doch noch, die Aufnahme zu starten. Baffo war schon kurz davor gewesen, ihm den Recorder aus den tumben Griffeln zu reissen.

"Dies ist ...oh mein Gott! Ruhig... ruhig... [hysterisches Kichern] Aufzeichung von... Barnabas McGillis. Bin nicht f√§hig, Schreibmaschine zu bedienen. Macht zuviel L√§rm... Er [laut ausgeschrien] k√∂nnte es h√∂ren... da oben. Au√üerdem zittern die Finger so... dachte, es sei nur ein ganz mieser Trip gewesen. Hab mich schnell erholt. Die Abendluft, das Spazierengehen - es war doch so sch√∂n. Sogar... die verdammten V√∂gel haben gezwitschert... hahaha... wie idyllisch. Und dann hab ich diesen... bl√∂den [Schluchzen] Pfaffen getroffen an der Kirche in der Megatherion-Street. Father Morlock - nomen est omen. Und in dem Moment, als ich ihn ansah, wurde mir bewu√üt, dass Revelation viel mehr ist als nur 'ne Droge! Als ich seine rote Hummerhaut erblickte und er mir seine Klauenhand zur Begr√ľ√üung entgegenstreckte und mit seinem grausigen Pferdehuf scharrte, begriff ich! Zum ersten mal sah ich die Welt, wie sie wirklich ist. Drei Nonnen mit kleinen H√∂rnern auf ihren Stirnen traten eben l√ľstern grinsend aus der Kirchent√ľr - und ihre Gew√§nder verbargen in keinster Weise ihre sich windenden Teufelsschw√§nze.

Ich warf mich herum und hetzte hierher zur√ľck. Bin aber nicht sicher. Sie wissen jetzt von mir - Er kennt mich jetzt. Muss ans Fenster - sehen, ob sie sich bereits zusammenrotten, um mich zu holen! [Schritte; heftiges Atmen] So - da w√§ren wir. Geh auf, Schei√üfenster! Ach so, kann man ja nur kippen, weil ich soweit oben wohne - ganz nah am Himmel [Gel√§chter], wie passend. Na warte. [Klirren, als Fenster eingeschlagen wird; hy√§nenhaftes Lachen]... Geht doch. Da wollen wir mal schauen. [Heulen des Windes; Quietschen von Schuhsohlen; Klacken, als Diktierger√§t hingelegt wird] ...so, nicht runterfallen, Diktaph√∂nchen! ..Herr im Himmel! √úberall bewegen sie sich... unter den Leuten, die nichts ahnen. Mit Blindheit geschlagene Dummk√∂pfe - seht Ihr es denn nicht? ... Aber dort - was ist das? Andere Gestalten - wei√ü, leuchtend, mit Fl√ľgeln - ganz fern von mir ziehen sie dahin. Kann das...? Sind das etwa...? [Erfreutes Glucksen; beschleunigter Atem] ...ja, bestimmt! Es gibt doch noch Hoffnung in diesem verfaulten Universum. Ich muss mit ihnen mit. He! [sehr laut geschrien; Mikrophon verzerrt] ...He! Ihr da - seht ihr mich nicht? Bitte nehmt mich mit - ich will mich euch anschlie√üen. Himmlische Heerscharen, erh√∂rt meinen Ruf! Bitte! Ich... was? [Abrutschen von Schuhsohlen; Heulen des Windes].

Inspector Milton stoppte die Wiedergabe. "Was f√ľr ein durchgeknallter Wichser!"

"Oh ja...", murmelte Captain Baffo, zutiefst nachdenklich. "Was soll's? Wir wissen, was wir wissen m√ľssen. Kratzen wir also die Reste des Kerls vom Asphalt und verschwinden. Gehen Sie schon mal vor. Ich werd' mich nochmal kurz umsehen."

 

***

 

Kane sah den Menschenauflauf und die Polizeiwagen. Sofort packte ihn die Neugier. Er parkte seinen Lincoln und schlenderte so unverf√§nglich wie m√∂glich zum Hauseingang. Gerade eben kam ein d√ľrrer Bulle in einem schlecht sitzenden dunklen Auszug raus und trat zu zwei wartenden, uniformierten Cops, ohne weiter Notiz von ihm zu nehmen,

"Der drogenverseuchte Matschklops dort auf dem Asphalt heißt McGillis, Vorname... Barbaras... oder so. Menschenskinder, wer kommt denn auf solche Namen? Na egal! Hier auf dem Tonband ist alles drauf. Hauen wir ab, Jungs!"

Niemand bemerkte, dass Kane in den Flur schl√ľpfte. Ihm war furchtbar schlecht. Barnabas war tot - hatte offensichtlich gemeint, fliegen zu k√∂nnen. Dieses REVELATION musste ja h√∂llisch stark sein...

'Bedauerlich, bedauerlich', dachte Kane.

Aber nun genug getrauert. Man musste auch an sich denken. Vielleicht war ja noch etwas von dem wertvollen Stoff √ľbrig.

Der Aufzug schien im Schneckentempo in den 14. Stock zu fahren. Dicke Schweißtropfen quollen aus den Poren von Kanes Stirn.

Oben angelangt, hastete er zu Barnabas Appartment. Die T√ľr war nur angelehnt - die hatten doch glatt den 'Police line - don't cross'-Mist vergessen. Wie sch√∂n...

Es stank mal wieder erbärmlich - McGillis war ein echtes Schwein gewesen.

Kanes flinke Augen erspähten das geöffnete Metallei sofort - ebenso wie das blaufunkelnde Pulver, das darin auf ihn wartete.

Ihn lockte.

Sein Arm juckte - verdammtes Heroin. Es war an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren. Aufgeregt verabreichte sich Kane ein √ľbervorsichtig bemessenes f√ľnftel Gramm.

Trotzdem zerriss es ihm fast das Maul und er kippte nach hinten. Erst nach zwei, drei schwindelerf√ľllten Minuten wurde sein Sehfeld wieder normal. Daf√ľr schien sein ganzer K√∂rper in ungeahnten Sph√§renkl√§ngen zu schwingen.

Nicht √ľbel, wirklich nicht √ľbel...

Da hörte er ein Geräusch aus dem Schlafzimmer und erschrak zu Tode. Er war nicht alleine!

Durch seine unangenehm elastischen Beinen gehandicapt, taumelte er zur Schlafzimmert√ľr und lauschte.

Eine eigenartige Abfolge von hochfrequenten Tönen zu hören.

Dann sprach jemand: "Hallo, Lil, bist du da? Hier ist Baffo - ich muss auf der Stelle Lou sprechen!...Was? Ja, Captain Baffo, wenn es dir besser gefällt...

[und nun entfaltete REVELATION auch in Kanes Synapsen seine volle Wirkung und er h√∂rte] LILITH, ZUR H√ĖLLE, DAS IST WIRKLICH DRINGEND! HIER... WAS HEISST DAS: 'JEMAND IST OBEN GEWESEN'? - HAST WOHL ZUVIEL BABYLONISCHEN WEIN GETRUNKEN, GROSSE HURE? GIB MICH JETZT SOFORT WEITER AN SEINE INFERNALISCHE MAJEST√ĄT...

[und jetzt √∂ffnete Kane mit weitaufgerissenen sabbernden Mund die T√ľr...]

...LUCIFER, DEN M√ĄCHTIGEN. HIER UNTEN IST EINE NEUE DROGE AUFGETAUCHT - REVELATION - UND DIE BEWIRKT, DASS MAN UNS...

[und Kane sah: Trenchcoat, Hörner, Teufelsschweif und Pferdehuf ]

...SEHEN KANN!"

"WAS ERZ√ĄHLST DU DA, BAPHOMET?", dr√∂hnte eine verf√ľhrerisch-entsetzte Frauenstimme aus dem handy√§hnlichen Ger√§t, das der ziegenk√∂pfige D√§mon in seinen Klauen hielt. Kane schrie laut auf und die Bestie fuhr herum wie von der Tarantel gestochen.

"SHIT!"

Baphomet machte einen blizschnellen Satz, s√§belte dem Neugierigen mit seiner klauenbewehrten Linken fast beil√§ufig den Kopf ab und verschlang den willkommenen Snack. Kauend berichtete er weiter: "SO'N BLAUES ZEUG. BESTIMMT STECKT GABRIEL ODER EIN ANDERER DER VERMALEDEITEN ERZENGEL DAHINTER. KOMMEN EINFACH NICHT KLAR MIT DER GENERALAMNESTIE, DIE DER GROSSE VATER UNS ERTEILT HAT. WARUM MUSSTE DER AUCH GLEICH NACH DIESER UNVERHOFFTEN √úBERRASCHUNG VERSCHWINDEN - OHNE ZU SAGEN, WOHIN? DAS IST UNFAIR! ALS OB WIR NICHT GENUG PROBLEME GEHABT H√ĄTTEN!

UND JETZT SOLLEN WIR UND DIE EDLEN WEISSEN FLATTERER DIESEN PLANETEN GEMEINSAM VERWALTEN - TS, TS, TS...

WO IST DENN NUN LUCIFER? HOL IHN ENDLICH, ABER PRONTO!"

Frustiert steckte sich Baphomet eine kubanische Zigarre an und sah nach draußen.

Da hatte man plötzlich solch ein schwieriges Imperium zu regieren und Gott war nicht mehr da, um zu helfen.

Hatte einfach 'ne Auszeit genommen.

Schon begann man sich zu fragen, ob er je dagewesen war.

Was f√ľr ein Schei√üspiel...

SEINE Wege waren wirklich unergr√ľndlich...

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2023060917093722f46937
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Die Charaktere dieser Geschichte, sowie alle Handlungen sind geistiges Eigentum des Autors. Alle √Ąhnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen, Orten oder Handlungen sind rein zuf√§llig und nicht beabsichtigt. Der Autor verfolgt kein kommerzielles Interesse an der Ver√∂ffentlichung dieser Geschichte.

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Erstellt: 07.07.2005, zuletzt aktualisiert: 26.07.2019 10:10