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Rote Belladonna von Jürgen Seibold

Reihe: Die Apothekerin ermittelt Band 2 Rezension von Christel Scheja

 

Der 1960 in Stuttgart geborene Jürgen Seibold arbeitete lange als Redakteur und freier Jornalist. 1989 begann er Musiker-Biographien zu verfassen und ließ Dreh- und Sachbücher, aber auch Theaterstücke und Romane folgen. Nach seiner Allgäu-Krimi-Reihe startet er nun mit Die Apothekerin ermittelt seine zweite Serie um eine neue Ermittlerin. Der zweite Band Rote Belladonna ist nun erschienen.

 

Nachdem es in ihrer Beziehung kriselt, ist es ganz angenehm für Maja Ursinus ihren Urlaub alleine zu verbringen. Und warum sollte sie dann nicht einfach mal den Bitten ihres Großonkels folgen, in der Apotheke einer seiner alten Freundinnen nach dem Rechten zu sehen, da diese durch den Tod einer Kundin in Schwierigkeiten geraten ist.
Maja geht nach Marburg und hilft in der Apotheke von Elisabeth Wenderoth aus, die als Homöopathie-Expertin gilt. An ihr ist es nun, heraus zu finden, ob die rüstige Mittsiebzigerin einen schwerwiegenden Fehler begangen hat oder aber jemand ihr an den Karren fahren will – Verdächtige und Verdachtsmomente gibt es bald viele, denn mehrfach versucht jemand in die Apotheke einzudringen und ein Junge gerät in Gefahr.

Jürgen Seibold ist ein erfahrener Autor, der genau weiß, wie er seine Leser unterhalten muss. Neben lebendigen Schilderungen, die einen nach Marburg versetzen und Lust auf die Stadt machen, beschäftigt er sich auch mit einem sehr interessanten Thema, zu dem es sehr unterschiedliche Meinungen gibt, der Homöopathie.
Daraus lässt sich aber auch spannender Krimi-Stoff stricken, denn der Tod einer alten Dame kommt nicht von ungefähr und könnte durchaus der Fehler der Apothekerin sein – aber auch die anderen Mitarbeiter aus deren Geschäft könnten durchaus Dreck am Stecken haben und ihre Finger im Spiel, wie sich schon bald zeigt.
Zusammen mit Maja Ursinus, die ebenfalls vom Fach ist, darf der Leser auf Ermittlungstour gehen und die ganzen Verstrickungen nach und nach aufdecken, erfährt an einigen Stellen sogar ein wenig mehr als die Heldin.
Der Autor hält die ganze Zeit die Fäden fest in den Händen, spinnt sie am Ende zu einer glaubwürdigen Lösung zusammen, die den Leser gleichermaßen aufatmen als auch zufrieden zurück lässt.
Auch die Figuren sind interessant gestaltet, sie wirken sehr lebensnah und mögliche Motive sind nachvollziehbar, schnell entwickelt man auch hier Sympathien und Antipathien, die einen Anteil an dem Schicksal der Figuren haben lassen.

Fazit:
Alles in allem ist »Rote Belladonna« eine runde Sache, ein griffiger und flott geschriebener Krimi, der keine Fragen offen lässt, gut zu unterhalten und stellenweise auch zu überraschen weiß. Wer nach entspannender aber nicht zu seichter Lektüre sucht, sollte ruhig zugreifen – der Roman erfüllt alle Erwartungen, die man an eine gute Geschichte hat.

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Eure Meinung:

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Buch:

Rote Belladonna
Autor: Jürgen Seibold
Reihe: Die Apothekerin ermittelt Band 2
Piper, November 2020
Taschenbuch, 272 Seiten

ISBN-10: 3492313795
ISBN-13: 978-3492313797

Erhältlich bei: Amazon

Kindle-ASIN: B087GFM5HB

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 23.02.2021, zuletzt aktualisiert: 23.02.2021 19:33