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Schattenglut von Andreas D. Hesse

Rezension von Bine Endruteit

 

Bei „Schattenglut“ handelt es sich um den Folgeroman zu „Schattensturm“, in dem der Leser bereits in die fantastische und doch real wirkende Welt von Sonja, Alex, Simon und Janine eingeführt wurde und das Ende der Welt, wie wir sie kennen, miterlebt hat. „Schattenglut“ führt die Erzählung nun weiter und berichtet davon, wie es mit den Jugendlichen, die starke, magische Kräfte besitzen und sich Weltenfürsten nennen, weitergeht. Schade ist, dass man in keinster Weise darauf hingewiesen wird, dass es sich hier um einen zweiten Teil handelt, denn der Roman liest sich durchaus spannender, wenn man die Vorgeschichte kennt, auch wenn er für sich selbst durchaus verständlich ist.

 

Alex ist mit seiner Wächterin und Beschützerin Janine und einigen weiteren Begleitern in der Wildnis unterwegs, als er plötzlich auf einen alten Feind stößt. Das weißgesichtige Wesen verfolgt ihn schon lange in seinen Albträumen und er war ihm im Kampf schon einmal unterlegen, deswegen zögert er nicht, die Verfolgung aufzunehmen und diesmal den Vorteil des Überraschungsangriffs für sich zu nutzen. Währenddessen macht seine Schwester Sonja, die als Weltenfürstin die Gabe der Heilung besitzt, sich auf den Weg in die Lager, die die Goldene Stadt umgeben, um dort bei den Menschen nach dem Rechten zu sehen. Dort stellt sie nicht nur fest, dass es erschreckend viele Verletzte gibt, sondern muss auch den Angriff von einer Horde grauenhafter Kreaturen miterleben. Bisher glauben sie, in der Goldenen Stadt sicher zu sein, doch nun greift das Übel auch auf die Festung über. Zum Glück kommt ihr und den anderen Menschen in Not der Junge Eathan zur Hilfe. Mit seiner Gruppe von Leuten, die ihm zu Diensten sind, ist er kilometerlang durch die Einöde gereist, um die Goldene Stadt zu erreichen, nur um sich auch hier einer Horde Monstern stellen zu müssen. Ethan kann nämlich nur mit der Kraft seiner Gedanken Lebewesen verglühen lassen, nur so konnte seine Gruppe es überhaupt bis hierher schaffen. Doch der Junge ist von seiner Gabe sehr stark eingenommen und durchaus eingebildet zu nennen, was für allerlei Komplikationen sorgt...

 

Der Autor Andreas D. Hesse hat eine Welt erschaffen, mit der man sich sofort identifizieren kann. Er startet seine Erzählung (im ersten Band) mit einer ganz normalen Umgebung, die sich aber immer weiter zu einer Fantasy-Welt entwickelt. In „Schattenglut“ steigen wir zu einer Zeit ein, in der die Menschen sich bereits daran gewöhnt haben, dass es keine technischen Hilfsmittel mehr gibt und man sich das, was man zum Leben braucht, zusammensuchen oder selbst herstellen muss. Die Weltenfürsten sind ein selbstverständlicher Bestandteil ihres Lebens geworden, den sie ehren und der ihnen Hoffnung gibt.

 

Aus Sicht der selbigen und der ihrer Begleiter wird die Geschichte um das Schicksal der Erde erzählt. Besonders Ethan nimmt hier eine interessante Rolle ein, da er mitnichten ein Sympathieträger ist. Er ist selbstsüchtig und scheut sich nicht davor, Opfer zu bringen, wenn es nur ihm selbst Rum einbringt. Damit bietet er einen gelungenen Kontrast zu den anderen Charakteren. Immer wieder verfolgt man das Geschehen aus Sicht der Figur, die es am intensivsten erlebt, so entsteht ein sehr genaues Bild von der Handlung.

 

Hier ist ein Setting entstanden, das genügend klassische Fantasy-Elemente übernimmt, um einem nicht völlig fremd zu sein, das aber eine große Menge an kreativen und neuen Ideen bietet. Andreas D. Hesse ist eine wunderbare Fantasy-Serie gelungen, die einen schnell in ihren Bann zieht.

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MEDIUM:

Schattenglut

Autor: Andreas D. Hesse

Sauerländer (15. September 2009)

Gebundene Ausgabe: 414 Seiten

ISBN-10: 3794180909

ISBN-13: 978-3794180905

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 14.10.2009, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53