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Steep – Road to the Olympics

Rezension von Cronn

 

Ich stehe am Abhang und blicke einmal rund um: Ich sehe schneebedeckte Berge, die Loipe führt hinab ins Tal. Auf dem Hang stehen verschiedene, merkwürdige Gebilde – langgestreckt und quietschbunt angemalt. Rot, Orange dominieren als Farben.

Für mich ist das ein Zeichen, das anregt. Das Snowboard unter meinen Füßen fühlt sich bereits so an, als würde es loslegen wollen. Dann will ich dem mal nicht im Weg stehen.

Ich werfe mich auf das Brett und rausche hinab in Richtung Tal.

Schon beim ersten Grinder springe ich auf, slide gekonnt darauf entlang und springe mit einem kleinen Trick ab. Dann hetze ich weiter.

Der Weg führt mich durch eine Ansammlung von Berghütten. Ich slide auf dem Treppengeländer, das die verschneite Treppe flankiert. Sogleich bin ich unten im Tiefschnee. Mein Brett ist verschwunden. Nur noch meine Knie und der Oberkörper schauen raus. Dennoch kann ich weitergliden.

Schließlich komme ich in einem zugefrorenen Bachlauf an und springe weiter, drehe einen Salto und lande kurz vor dem Zielgebiet.

Perfekt!

Das muss ich gleich nochmal machen!

 

Steep – Road to the Olympics heißt das brandneue Game von Ubisoft. Es stellt eine Erweiterung zum bereits erschienenen Steep dar und ist ein offizielles Spiel zu den Olympischen Spielen in PyeongChang, Südkorea.

Doch was erwartet den Spieler in dieser Erweiterung? Das soll die nachfolgende Rezension aufzeigen.

 

Hintergrund:

Das Game »Steep – Road to the Olympics« erweitert das Grundspiel »Steep« um mehrere Locations und einen Karrieremodus für die Olympischen Spiele 2018. Wer auf eine Singleplayer-Kampagne mit Spielercharakter und Handlung gewartet hatte, wird allerdings enttäuscht werden.

»Steep – Road to the Olympics« reiht hier Vorläufe und Wettbewerbe aneinander, kommentiert von einer Off-Stimme. Eine echte Kampagne wäre in dieser Form etwas Besonderes gewesen, an das sich bislang nur wenige Studios herangewagt hatten. Schade, dass »Steep – Road to the Olympics« sich hier in die Riege der durchschnittlichen Spiele einreiht.

 

Gameplay:

Die Erweiterung bietet mit den neuen olympischen Disziplinen im Bereich Snowboarding einiges an Abwechslung. Dazu kommen noch diverse Ski-Fahrdisziplinen.

Im Einzelnen aufgelistet erhält man in der Erweiterung folgende Disziplinen: Freestyle- und Alpinsport-Events, wie Slopestyle, Ski und Snowboard-Halfpipe, Big Air, Riesenslalom, Downhill und Super-G.

Man arbeitet sich durch Testfahrten, die nicht immer spannend inszeniert sind. Manchmal gilt es eine bestimmte Anzahl von Tricks durchzuführen, ein andermal muss man eine gewisse Punktzahl erreichen. Das kann durchaus in Arbeit ausarten.

Interessanter wird es dann, sobald man bei den Vorläufen in Japan ist. Hier muss man sich unter den ersten drei befinden, um sich für Olympia zu qualifizieren. Der Wettbewerbscharakter macht tatsächlich Spaß und man ertappt sich dabei, dass man noch eine Runde draufsetzt, um eine bessere Wertung zu erhalten, etc. pp.

 

Abseits der Piste kann man erneut – ähnlich wie in »Steep« – neue Wege finden, neue Bergpanoramen auskundschaften. Dem Entdeckerdrang wird hier freier Raum gelassen, das kann gefallen.

 

Grafik und Sound:

Die grafische Umsetzung ist gut gelungen, hat den gleichen Level in etwa wie das Hauptspiel. Dies gilt auch für den Sound. Hier würde man sich etwas weniger Techno-Pop wünschen, sondern lieber eingängige, treibende Rhythmen.

 

Fazit:

»Steep – Road to the Olympics« bietet dem Steep-Fan noch mehr Winterspaß. Das Design der Strecken ist gelungen, sofern man bereit ist die Vorhölle der Testfahrten zu überstehen.

Wer »Steep« mochte, wird »Steep – Road to the Olympics« sicher lieben.

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Eure Meinung:

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PC-Game:

Steep – Road to the Olympics

Ubisoft, 10. Oktober 2017

 

ASIN: B078CY8MCZ

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 23.12.2017, zuletzt aktualisiert: 16.08.2019 14:42