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Sudekas Traum von Armin Möhle & Dirk van den Boom

Serie: Rettungskreuzer Ikarus Bd. 47

Rezension von Christel Scheja

 

Gastautoren schreiben bei der Serie „Rettungskreuzer Ikarus“ nur selten die Haupthandlung fort. Ihre Romane spielen meistens abseits des Roten Fadens und erhalten meistens erst später eine Bedeutung. Das ist auch bei „Sudekas Traum“ von Armin Möhle der Fall.

 

Gut 145 Jahre vor der Gründung von Vortex Outpost hadert Sudeka Provost, eines der Gründungsmitglieder des Raumcorps mit ihrer Rolle und den politischen Verwicklungen, die sie sich nicht so anstrengen vorgestellt hat. Denn eigentlich war auch sie nie so ganz davon begeistert gewesen, eine aktive Rolle in der Führung zu übernehmen. Nun nach gut vierzig Jahren ist sie sogar das letzte Gründungsmitglied im Direktorium und spürt den Gegenwind um so deutlicher.

Deshalb ist sie für jedes Problem dankbar, dass sie auf altbewährte Weise lösen kann. Tatsächlich gibt ein Datenchip von einer der letzten Expedition interessante Informationen Preis. Ein von Menschen bewohnbarer Planet weist einen interessanten Fund auf – und das ist Grund genug für Sudeka, sich diesen selbst anzusehen. Noch ahnt sie nicht, dass dies ausgerechnet für sie grausame Folgen haben wird ... wenn sie nicht dazu bereit ist, weiter zu träumen...

 

Mit keinem Wort verrät dieser Band, was für eine Bedeutung der Fund Sudeka Provosts für die Gegenwart haben wird – aber als treuer Leser kann man sich schon denken, dass dieser kleine Rückblick in die Geschichte interessante Entwicklungen in Gang bringen wird.

Bis dahin aber verrät die Geschichte, dass es in der Vergangenheit nicht viel anders war als in der Gegenwart und auch schon damals eine starke und selbstbewusste Frau die Fäden in der Hand hielt, die auch vor dem neuen nicht zurückschreckte.

Die Handlung entwickelt sich zu einem spannenden Abenteuer, in dem Realität und Traum ineinander fließen und am Ende eine große Frage offen bleibt. Dennoch ist man nicht unzufrieden, bietet der Band doch gute Unterhaltung in flüssigem Erzählstil und mit abwechslungsreichen Geschehnissen.

Die Figuren bleiben zwar bis auf Sudeka Provost blass, aber diese ist um so besser ausgearbeitet und wächst einem schnell ans Herz.

 

Alles in allem ist „Sudekas Traum“ eine gelungene Fortsetzung der „Rettungskreuzer Ikarus“-Reihe, da sie farbenprächtiges Science Fiction-Abenteuer vor exotischer Kulisse bietet und neugierig darauf macht, wie und wann diese vergangenen Ereignisse in die Gegenwart mit einfließen werden.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Sudekas Traum

Serie: Rettungskreuzer Ikarus Bd. 47

Autor: Armin Möhle und Dirk van den Boom

Atlantis Verlag, erschienen August 2012

A5 Paperback, 91 Seiten

Titelbild: Andreas Adamus

Innenillustrationen: Sylke Brandt

ISBN-10: 3864020468

ISBN-13: 978-3864020469

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN: B008VH33VC

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 21.10.2012, zuletzt aktualisiert: 10.10.2019 16:53