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Tage des Hasses

Reihe: Star Wars - Knights of the Old Republic Band 4

 

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Lord Adasca, der mysteriöse Kopf des Adascorp-Unternehmens, hat einen Stein ins Rollen gebracht, der die Machtverhältnisse in der Galaxie ins Wanken bringen könnte. Weder die Republik noch die Mandalorianer haben dem etwas entgegenzusetzen. Adasca lädt die beiden kriegsführenden Parteien zu einer Unterredung auf sein Flaggschiff ein, in dessen Verlauf er seine Pläne für die Galaxie diktieren will. Während Camper und Jarael nach einem Ausweg suchen, stellt sich die Frage, wo der flüchtige Padawan Zayne Carrick ist. Einige seiner Jedi-Kräfte könnten sich jetzt als sehr hilfreich erweisen ...

 

Rezension:

Gleich 5 Ausgaben der amerikanischen KOTOR Originalserie vereint der neueste Panini Star Wars Sonderband Nummer 43. Dadurch enthält er nicht nur das Finale des Handlungsstranges um Lord Adasca, sondern auch den Beginn neuer Abenteuer auf Taris, in denen Zayne Carrick etwas tiefer in die Geheimnisse um das Jedi-Komplott eindringt und sich neue Rätsel offenbaren.

 

Doch zunächst gilt es, Adascas Pläne daran zu hindern, mit Hilfe kontrollierter Weltraumschnecken Macht zu erlangen. An Bord seines Flagschiffs, der Vermächtnis Arkanias, kommt es zu einem Treffen aller Beteiligten. So sehen wir Lucien Draay wieder, Alek alias Squint mischen ebenso mit, wie Admiral Karath und Carth Onasi. Leider darf Jarael mal wieder nichts weiter machen, als mit sinnlosen Aktionen zu scheitern und hübsch auszusehen. Frauenfiguren liegen Autor John Jackson Miller überhaupt nicht, wie auch Teil Zwei des Bandes zeigt.

Das Finale wird letztlich vom Größenwahn Adascas beherrscht, der beim Schachern um Macht mit dem Mandalore persönlich verhandelt, als sei er über Nacht zum Gott geworden. Die Exogorthen könnten ihm aber wirklich als unvergleichbare Waffe dienen, wenn Camper ihre Kontrollierbarkeit entsprechend fertig stellt. Doch der Alte bleibt eine Figur auf Adascas Spielbrett, deren Fähigkeiten er nicht vollständig kennt …

Spannend und abwechslungsreich bis zum Schluss, allerdings mit Figuren überfrachtet. Besonders das tölpelhafte Verhalten eines gestandenen Jedis wie Lucien offenbaren Plotschwächen.

Zeichnerisch bleiben die KOTOR-Abenteuer quietschbunt, zum Teil hart an der Grenze des Erträglichen. Die Vorliebe für leuchtendrote Uniformen hat daran einen nicht unerheblichen Anteil. Gewöhnungsbedürftig ist auch die oft schräge Perspektive, mit der das Chaos an Bord der Arkania aber wunderbar untermalt wird.

Im zweiten Teil sind die Szenen etwas ruhiger, hier stört nur das Fehlen der Hintergründe in etlichen Bildern. Das wirkt dann so, als ob die Figuren plötzlich zu Schauspielern würden, die vor einem Blue Screen agieren.

Insgesamt aber sind die Zeichnungen auf einem hohen Niveau und stehen für eine ziemlich beeindruckende Star Wars Kulisse.

 

Die Handlung des zweiten Teils spielt erneut auf Taris. Zayne trifft dort Gryph wieder und versucht mit einigen rebellierenden Gangstern auf dem besetzten Planeten zum Widerstand durchzubrechen.

Wir erfahren in einer recht langen Szene einiges zum politischen Hintergrund und zur Art und Weise, wie Industrie und Senat miteinander verquickt sind. Danach zieht Miller jedoch das Tempo beträchtlich an. Durch Zaynes Erscheinen geraten die Dinge in Fluss und er muss sich erneut damit herumschlagen, für den Mörder der Padawane gehalten zu werden. Besonders seine Geliebte Shel zeigt ihm ziemlich deutlich, was sie für den vermeintlichen Mörder ihres Bruders empfindet. Ihr Wiedersehen ist also nicht ganz so kuschelig, wie Zayne es sich erträumt hat. Auch diese Frauenfigur zeichnet sich durch eine platte Charakterisierung aus, die Zeichner lassen sie sogar fast nur mit Tränen in den Augen herumlaufen.

Aber immerhin kann Zayne etwas Licht in das Geschehen um den Tod der Padawane bringen und die Verschwörungsstory gewinnt erneut Fahrt.

Für Fans des Computerspiels gibt es ein Wiedersehen mit einigen Figuren: Mission, Griff Vao, Brejik und Gadon Thek. Cassus Fett tritt sogar als Logistiker in Erscheinung.

 

Fazit:

Ein actionreiches Finale und neue Spuren zum geheimen Jedi-Komplott. KOTOR geht rasant weiter. Wer farbenfrohe Bilder in einer harten Männerwelt liebt, kann mit der Story von John Jackson Miller nichts falsch machen.

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Comic:

Tage des Hasses

Reihe: Star Wars - Knights of the Old Republic 4

Autor: John Jackson Miller

Zeichner: Bong Dazo und Dustin Weaver

Farben: Michael Atiyeh

Tusche: Dan Parsons

Original: US- Star Wars - Knights of the Old Republic 19-24, 2007

Übersetzer: Michael Nagula

Panini, April 2008

Broschiert, 148 Seiten

 

ISBN-10: 3866075529

ISBN-13: 978-3866075528

 

Erhältlich bei: Amazon

Zur Serie:

STAR WARS


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Erstellt: 29.05.2008, zuletzt aktualisiert: 07.05.2019 18:16