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Teufelsstern von Anthony Horowitz

Reihe: Die Fünf Tore Band 2

Rezension von Carmen Huber

 

Anthony Horowitz, der „Stephen King“ für Jugendliche und zugleich einer der gefragtesten Schriftsteller im englischsprachigem Raum, legt mit „Teufelsstern“ die Fortsetzung zu „Todeskreis“ und den zweiten Band seiner Reihe „Die fünf Tore“ vor. Diesmal führt Matts Schicksal als einer der Torwächter ihn nach Peru, wo ihn die Geheimnisse der Inka und die mysteriöse Nazca-Wüste erwartet.

 

Nach den erschreckenden Erlebnissen bei seiner Pflegemutter, als es Matt nur knapp gelungen ist, dem Tod zu entrinnen und zugleich das Öffnen eines Tores zu verhindern, hat es ihn und Richard nach York verschlagen und ihr Leben hat dort wieder einen fast normalen Ablauf angenommen: Die beiden Freunde teilen sich eine Wohnung, die der Nexus ihnen besorgt hat, Richard hat einen neuen Job und Matt geht wieder zur Schule. Doch noch immer lässt ihn sein Traum nicht los, wenn der sich auch inzwischen ein wenig verändert hat: Einer der vier Jugendlichen versucht nun, zu ihm zu kommen – doch sie alle werden von einem albtraumhaften Schwan bedroht.

 

Dann bittet der Nexus Matt, der eigentlich nur in Ruhe sein Leben führen will, erneut um Hilfe: Die Geheimgesellschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Rückkehr der „Alten“ zu verhindern, glaubt an die Existenz eines zweiten Tores in Peru. Genaueres weiß keiner, doch man ist überzeugt, dass es sich schon bald öffnen wird – und genau das soll Matt wieder verhindern. Doch als er und Richard nach Peru reisen, geraten die beiden gleich von Anfang an in riesige Schwierigkeiten: Als Unbekannte versuchen, sie zu entführen – und möglicherweise sogar zu töten – werden sie getrennt und Matt muss sich daraufhin alleine durchschlagen – ohne Papiere in einem Land, dessen Sprache er nicht kennt und dessen korrupte Polizei ihm bereits auf der Spur ist ...

 

 

Wieder besticht der Roman gleich auf den ersten Blick durch seine gelungene Gestaltung: „Teufelsstern“ ist ein schönes Hardcover mit Schutzumschlag, passendem Coverbild und einen Lesebändchen. Zusätzlich findet man noch am Anfang eine kurze Zusammenfassung des ersten Bandes, was den Wiedereinstieg angenehm erleichtert. Erneut spricht der Roman in erster Linie mit seiner leicht verständlichen Sprache und der eher geringen Dicke Jugendliche an, ist aber zugleich durch seine spannende Handlung und seinen guten Unterhaltungswert sicher auch für Erwachsene geeignet.

 

„Teufelsstern“ startet diesmal ein bisschen ruhiger als sein Vorgänger und braucht anfangs erst ein wenig Zeit, um Spannung aufzubauen, denn Matt versucht – aller Wahrscheinlichkeiten zum Trotz – ein ganz normales Leben zu führen. An seiner Gabe und seiner Bestimmung glaubt er eigentlich nicht so recht, doch schon bald muss er der Wahrheit ins Auge sehen: Er ist einer der Torwächter und seine Aufgabe ist es, sich den Alten entgegenzustellen. Im zweiten Band von „Die fünf Tore“ führt Horowitz seinen Protagonisten nach Peru, um ihn dort mit einigen der großen, noch ungelösten Mysterien unserer Erde zu konfrontieren: Der untergegangenen, jedoch ehemals hoch entwickelten Kultur der Inka und der rätselhaften Nazca-Linien. Die Idee, diese beiden geheimnisumwitterten Zeugen einer längst untergegangenen Vergangenheit in seinen Roman miteinzubinden, fand ich wirklich gut und zugleich gibt der Autor so seiner Geschichte erneut einen glaubwürdigen und vor allem sehr mystischen Rahmen. Außerdem stellt er diesmal noch eine zweite Hauptperson an Matts Seite, einen weiteren Torwächter, sodass Matt wichtige – und vor allem unbedingt notwendige – Unterstützung in seinem Kampf gegen die Alten erhält.

 

Natürlich dürfen bei einem derartigen Roman auch keine Horrorelemente fehlen, und erneut landet Matt von einer gefährlichen Situation in der nächsten: Mordversuche von seiner inzwischen von den „Alten“ besessene Tante, wilde Verfolgungsjagden, Geheimgänge der Inka oder die Stürmung einer ganzen Forschungsanlage – wieder einmal gelingt es dem Autor, eine spannende Atmosphäre zu erzeugen, wenn auch der zweite Band nicht mehr ganz so fesselnd wie der erste ist. Trotzdem ist „Teufelsstern“ aber zweifellos ein sehr gelungenes Buch, das geschickt verschiedene Themenbereiche vermischt: Moderner Alltag mit altertümlichen und geheimnisvollen Kulturen, die Armutsviertel in Peru mit Touristenattraktionen wie die Inka-Stadt Cuzco, Rätselhaftes und Übernatürliches mit dem ganz normalen Alltag. Und vor allem zum Schluss hin wird die Geschichte wieder sehr spannend, sodass man der Fortsetzung gespannt entgegen sehen darf.

 

Fazit: Wie schon sein Vorgänger bietet auch der zweite Band von „Die fünf Tore“ spannende und gut gelungene Unterhaltung.

 

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Teufelsstern

Reihe: Die Fünf Tore Band 2

Autor: Anthony Horowitz

Gebundene Ausgabe: 342 Seiten

Verlag: Loewe Verlag (Juni 2006)

ISBN: 3785558848

Erhältlich bei: Amazon

 

weitere Infos:


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Erstellt: 29.07.2006, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53