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The Backdoor Link: Cyberella von Roland Hebesberger

Rezension von Christel Scheja

 

Roland Hebesberger wurde 1986 in Tamsweg in Österreich geboren und versucht sich inzwischen einen Kindheitstraum zu veröffentlichen – das Schreiben von Romanen und Drehbücher. Dass er das Talent dazu hat, beweist sein Roman The Backdoor Link: Cyberella, seinem dritten Thriller.

 

Seit fünfzehn Jahren arbeitet Sarah Beck für die IT-Abteilung von Europol. Sie steht unter genauer Beobachtung, denn als verurteilte Hackerin einer aufgeflogenen Anarchistengruppe ist ihr nicht zu trauen. Die junge Frau hält sich bisher auch an die Regelungen, denn sie weiß, dass sie ansonsten irgendwo in einem Hochsicherheitsgefängnis verrottet – und das will sich noch weniger.

Dann aber stellt sich heraus, dass jemand nach ihr sucht und gerät schon bald unter einen schwerwiegenden Verdacht. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als Farbe zu bekennen, um zu überleben, wenngleich sie auch ein Geheimnis weiterhin mit aller Kraft hütet.

 

Der Autor wagt sich tief in die Welt der Hacker und Anarchisten vor, greift ein Thema auf, dass heute auch noch aktuell sein kann – denn wer sagt denn, das die modernen Hochleistungsprogramme von heute, die IT-Sicherheit garantieren sollen, nicht doch ein fieses Hintertürchen haben – uralte Programmteile, die niemals jemand genauer unter die Lupe genommen hat?

Der Leser erfährt durch die Geschichte von Sarah mehr über diese erste Hochzeit des Hackertums, die Anarchisten, die andere Mittel und Wege gefunden habe, um sich am »System« zu rächen und es umzustürzen. Der Thriller taucht tief in die Szene ein und bringt die Hauptfigur dem Leser gleichzeitig durch ihr dramatisches Schicksal näher. Letztendlich kann man für die Verbrecher sogar Sympathie entwickeln. Nur einige wenige Figuren sind intensiv ausgearbeitet, aber das reicht auch – die zumeist gesichtslosen Beamten von Europol sind das passende Kanonenfutter für die actionreiche Flucht.

 

Der Thriller ist geschickt aufgebaut, es gibt immer wieder überraschende Wendungen, die Dinge plötzlich ganz anders dastehen lassen, ruhige Momente zur Charakterbildung, durch die man eine Bindung zu den Figuren entwickeln kann und natürlich die Action, die das Geschehen mit Schwung voran treibt. Sie wird filmreif beschrieben, fühlt sich aber nicht übertrieben an, so wie auch die ganze Atmosphäre glaubwürdig bleibt. Einziges Manko ist vielleicht das Ende, das andeutet, dass es jetzt erst recht brenzlig für die Hauptfigur werden kann.

 

Fazit:

»The Backdoor Link: Cyberella« ist ein spannender und unterhaltsamer Thriller aus der Hackerszene, der durch eindringliche Schilderungen und interessante Figuren in den Bann zu schlagen weiß und Lust auf mehr macht.

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Eure Meinung:

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Buch:

The Backdoor Link: Cyberella

Autor: Roland Hebesberger

Taschenbuch, 339 Seiten

Selbstverlag, November 2020

 

ISBN-13: 979-8571730709

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle ASIN: B08P54CC7T

 

Erhältlich bei: Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 01.01.2021, zuletzt aktualisiert: 22.01.2021 19:48