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Tinkerbell in Nöten von Kiki Thorpe

Reihe: Disney Fairies

Rezension von Markus K. Korb

 

Schon lange ist der Disney-Konzern im Geschäft. In seinem Portfolio finden sich großartige Produktionen, welche bereits den Status von Klassikern der Kinderunterhaltung erreicht haben. Angefangen von den Mickey-Mouse-Filmen, über „Das Dschungelbuch“ bis hin zu „König der Löwen“, was nur eine kleine Auswahl aus dem breiten Angebot darstellt.

Schon recht früh hat sich Walt Disney an die Umsetzung eines der bekanntesten Kinderbuchklassiker im englischsprachigen Raum gemacht. Die Rede ist von „Peter Pan“. Der Zeichentrickfilm wurde ungemein erfolgreich, so dass die Romanvorlage von James M. Barrie oftmals dem zeitgenössischen Publikum unbekannt ist.

Zu den erzählerischen Wurzeln geht Disney nun zurück, indem der Konzern eine Reihe von Büchern lizensiert, die auf bekannte Fee-Gestalten basieren, die in Disney-Filmen Verwendung fanden. Eine davon ist Tinkerbell aus „Peter Pan“, der die Autorin Kiki Thorpe nachspürt und neue Abenteuer auf den Leib schneidert. Das Buch ist im Schneider-Verlag erschienen.

 

Inhalt:

Tinkerbell ist die beste Kupferkesselfee in ganz Nimmerland - bis sie eines Tages Ihren Hammer verliert. Ohne ihr wichtigstes Werkzeug gelingt Tinkerbell keine einzige Reparatur mehr, und die anderen Feen bieginnen zu glauben, sie ihre Gabe verloren hat!

Zum Glück besitzt Tinkerbell noch einen Ersatzhammer. Doch den hat sie vor langer Zeit in Peter Pans Versteck vergessen. Und seit er Wendy nach Nimmerland gebracht hat, haben Tinkerbell und er kein einziges Wort mehr miteinander geredet. Gelingt es Tinkerbell, sich mit ihrem alten Freund zu versöhnen - oder wird sie ihre Gabe für immer verlieren?

 

Kritik:

Kiki Thorpe gelingt es mit einer Sprache, die zwischen anspruchsvoll und angemessen schwankt, die kindlichen Leser für sich einzunehmen. Die Geschichte ist von Anfang an geradlinig und verzweigt auch im späteren Verlauf nicht, so dass gerade junge Leser damit hervorragend zurechtkommen. Das angesprochene Zielpublikum wird auch an den Illustrationen seine Freude haben, die allesamt sehr detailfreudig und handwerklich sauber ausgeführt wurden, wofür die Künstlerin Judith Holmes Clarke verantwortlich ist.

Die Übersetzung von Anja Galic ist als gelungen zu werten. An keiner Stelle fielen amerikanisierte sprachliche Formulierungen auf.

 

Fazit:

„Tinkerbell in Nöten“ ist ein Buch, das vor allem ein junges, weibliches Publikum begeistern wird. Dazu trägt die saubere Aufmachung mit vielen schönen Illustrationen ebenso bei, wie die blumigen Vignetten über jedem Kapitel. Die Sprache ist kindgerecht gehalten und überfordert die Leser nicht. Wem „Peter Pan“ gefallen hat, wird mit „Tinkerbell in Nöten“ allerdings kein gleichwertiges sprachliches Produkt in den Händen halten. Von der Eleganz eines James M. Barrie ist Kiki Thorpe doch noch um einiges entfernt, ist doch auch das Lesepublikum im Laufe der Jahrzehnte vom Leseverhalten und der Lesekompetenz ein anderes geworden, was die Autorin Rechnung zollt.

Für kleine Fans der Fee Tinkerbell stellt das Buch eine Bereicherung des Leseregals dar.

 

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Buch:

Tinkerbell in Nöten

Reihe: Disney Fairies

Autor: Kiki Thorpe

Sondereinband - 128 Seiten - Egmont Franz Schneider Verlag

Erscheinungsdatum: Mai 2006

ISBN: 350512267X

ab 8 Jahre

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 30.05.2006, zuletzt aktualisiert: 13.08.2019 20:21