Tote Paten küssen besser (Autorin: Casey Daniels; Ein Fall für Pepper Martin, Bd. 1)
 
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Tote Paten küssen besser von Casey Daniels

Reihe: Ein Fall für Pepper Martin, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Momentan steht romantische Dark Fantasy hoch im Kurs und jeder Verlag möchte ein Stück vom Kuchen abhaben, was durchaus verständlich ist. Und so erscheinen nun allerorten Romane, in denen junge und moderne Frauen sich mit den Avancen von Vampiren, Werwölfen oder Geistern herumschlagen müssen.

Manchmal werden sie selbst zu einem Wesen der Dunkelheit, aber noch seltener lassen sie sich ausnahmsweise einmal auf ein erotisch-leidenschaftliches Techtelmechtel mit dem gut aussehenden Helden ein, sondern erledigen in erster Line andere Sachen.

 

„Tote Paten küssen besser“ ist einer dieser Romane, in denen es nicht in erster Linie um die Liebesgeschichte geht, sondern um einen höchst verzwickten Kriminalfall, in den nicht nur die Lebenden, sondern auch die Toten verwickelt sind.

Pepper Martin wird eines Tages damit konfrontiert, als sie aufgrund ihres Jobs als Fremdenführerin ein paar Touristen über den ältesten Friedhof von Cleveland führt. Ausgerechnet an dem Mausoleum, an dem sie erst vor ein paar Wochen hingefallen ist, erscheint ihr der Geist eines vor dreißig Jahren ermordeten Mafia-Paten.

Die junge Frau ist ganz und gar nicht begeistert, denn sie hat eigentlich schon genug Probleme seit ihr Vater wegen Betrugs im Gefängnis sitzt und es mit dem schönen Leben mit seinem Geld vorbei ist. Sogar ihr Verlobter hat sie verlassen. Und da sie nicht besonders viel kann, ist es auch nicht einfach einen angemessenen Job zu bekommen, mit dem sie ihr Leben bestreiten kann.

Nach einigem hin und her ist sie aber dennoch bereit, Gus Scarpetti zu helfen, die Umstände seines Mordes zu klären. Sie weiß, dass sie ihn sonst gar nicht mehr los wird und ist nach den ersten zaghaften Ermittlungsversuchen auch neugierig geworden. Zudem hilft ihr eine freundliche Finanzspritze des Paten, den Versuch zu wagen und so vielleicht neue Qualitäten in sich zu entdecken.

Allerdings reißt sie bei ihren Erkundigungen, die sie zur Familie und den Freunden des Paten führen alte Wunden auf und zieht dabei den Zorn einiger hitzköpfiger Mafioso auf sich, die es gar nicht mögen, dass man seine Nase in ihre Angelegenheiten steckt – egal wie verjährt diese auch sein mögen. Nur gut, dass sich der gut aussehende Polizeibeamte Quinn immer dann zur Stelle ist, wenn sie ihn braucht.

 

Auch wenn der Titel „Tote Paten küssen besser“ ein Zugeständnis an die heutige Marktsituation ist, der Roman erweist sich schon auf den ersten Seiten eher als Kriminalroman und ist weniger eine paranormale Romane, in der Menschenfrau und übernatürliches Wesen einander näher kommen. Weder vom Alter, noch vom Aussehen her ist Gus Scarpetti Pepper Martins Typ und nimmt auch im folgenden eher die Rolle eines väterlichen Freundes ein.

Die sich durch das Aufeinandertreffen von Geist und Sterblicher ergebenden humorvollen Szenen werden augenzwinkernd erzählt, während sich die Ermittlungen entwickeln, immer neue Details enthüllen, Haken schlagen und schließlich eine überraschende Wahrheit enthüllen.

Unterhaltsam setzt Casey Daniels die Ereignisse in Szene und sorgt immer wieder dafür, dass dem Leser nicht langweilig wird. Abwechslungsreich erzählt sie von einer jungen Frau, die aus einem behüteten Leben gleich mit der harten Realität konfrontiert wird, aber dennoch weich fällt.

Letztendlich ist der Spaß aber nichts für Genre Fans, da sich die Schilderungen doch mehr an diejenigen richtet, die mit den düsteren Romanzen vertraut sind und weniger auf Schockeffekte setzt.

 

Vor allem wer die Romane um Betsy Taylor oder Sookie Stackhouse mochte wird mit „Tote Paten küssen besser“ sehr zufrieden sein, nimmt das Buch doch so manches Klischee der Dark Fantasy und des Liebesromans auf die Schippe und nimmt sich selbst nicht ganz so ernst. Und bereits die letzte Szene verspricht, dass dies vermutlich nicht der letzte Fall von Pepper Martin bleiben muss.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202306051534597f4df486
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Tote Paten küssen besser

Reihe: Ein Fall für Pepper Martin, Bd. 1

Autorin: Casey Daniels

broschiert, 316 Seiten

Feder & Schwert, Mannheim, erschienen April 2009

Übersetzung aus dem Englischen von Dorothee Danzmann

Titelbild von Oliver Graute

ISBN-10: 3867620466

ISBN-13: 978-3867620468

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 18.07.2009, zuletzt aktualisiert: 02.12.2021 18:51