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Trolljagd von Kris Greene

Rezension von Christel Scheja

 

„Dunkler Sturm“ war der Debütroman der jungen New Yorker Autorin Autorin Kris Green, in der sie Urban Fantasy mit einem gehörigen Schuss Horror garniert. Ihr Held Gabriel Redfeather hat sich bis vor wenigen Wochen als ganz normalen Menschen angesehen, der am New York City College studiert und dabei eine ganz besondere Leidenschaft für alte Sprachen entwickelt hat.

 

Doch als die selbstbewusste De Mona Sanchez auftaucht und ihm eine verrostete Mistgabel in die Hand drückt, wird sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Denn in diesem Moment werden sie von seltsamen Kreaturen angegriffen und die „Mistgabel“ erweist sich als uraltes magisches Artefakt.

Auf der Suche nach Antworten nimmt er auch Kontakt zu seinem Großvater auf, der ihm enthüllt, dass er der letzte Nachfahre eines Rittergeschlechts ist, dass schon immer gegen Dämonen und andere Kreaturen der Finsternis gekämpft hat. Der „Nimrod“, eine Waffe, die sich verheerend auf die Wesen der Hölle auswirkt, hat sich ihn als neuen Träger erwählt, und so ist es ihm nicht mehr möglich sich aus der Sache heraus zu halten - noch weniger, als sein Großvater dann auch noch in die Unterwelt verschleppt wird.

Zusammen mit De Mona und einer ganzen Schar anderer Mitstreiter, die jetzt aus der Versenkung auftauchen, nimmt Gabriel den Kampf auf und wagt sich in eine Welt, deren Zugang tief unter der Stadt liegt. Dort treiben Trolle ihr grausames Spiel und machen sich vor allem über die Zwerge, die mit ihnen in dieser Welt leben, her.

Aber auch der wirkliche Feind schläft nicht und eröffnet die Jagd auf Gabriel, der noch dabei ist, seine neuen Fähigkeiten zu erproben und den von einer alten Seele besessenen „Nimrod“ zu beherrschen.

 

Auch „Trolljagd“ ist ein actionreicher Abenteuerroman, der flott zu lesen ist, aber nicht unbedingt im Gedächtnis bleibt. Kris Green setzt die Handlung aus „Dunkler Sturm“ nahtlos fort, so dass es zwingend notwendig ist, den ersten Band zu kennen, um überhaupt zu verstehen wer die Figuren sind.

Auch wenn immer wieder Action angesagt ist, Kämpfe in denen Blut fließt und Körperteile fliegen die Seiten beherrschen oder auch schon einmal auf den Gruselfaktor gesetzt wird, kommt doch keine wirkliche Spannung auf, da man immer noch nicht so recht weiß, auf was das Ganze eigentlich herauslaufen soll, außer das wieder einmal ein Bösewicht im Hintergrund seine Fäden zieht und der Held von allem nichts ahnt, da er zu sehr mit sich selbst und seinen Kräften beschäftigt ist.

Die Figuren bleiben blass, sind nicht mehr als austauschbare Archetypen, deren Schicksal den Leser nicht wirklich berührt, ebenso wenig wirken die Motiven und Handlungsweisen der Helden und Schurken immer plausibel.

Alles in allem ist auch der zweite Band eine ziemliche Enttäuschung, da das Buch nicht über das Niveau und die Komplexität eines schlechten Groschenromans heraus kommt. Es fehlt einfach zu viel an Atmosphäre und Spannung, um den Leser auf Dauer zu fesseln, so dass es gut sein, dass auch der geduldigste Leser nach diesem Roman das Interesse verliert.

 

Wie „Dunkler Sturm“ ist „Trolljagd“ ebenfalls eine bittere Enttäuschung. Man kann den Roman zwar als leichte Strand- oder Reiselektüre genießen, sollte aber nicht mehr als kurzzeitige Unterhaltung erwarten.

 

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Buch:

Trolljagd

Autor: Kris Greene

Taschenbuch, 316 Seiten

Blanvalet, Mai 2011

Übersetzer:Wolfgang Thon

 

ISBN-10: 3442267900

ISBN-13: 978-3442267903

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0050GCWGO

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 21.06.2011, zuletzt aktualisiert: 19.04.2017 10:58