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Unerbittlich von Benjamin M. Schutz

Rezension von Andreas Hammerschmidt

 

Tom Tully, Ex-Football-Star, dreht durch. Weil seine Frau Serena ihn angeblich betrügt, will der krankhaft eifersüchtige Macho sie restlos fertig machen. Er sperrt ihr das Konto, macht ihr das Sorgerecht für die Kinder streitig, wechselt die Schlösser aus - und heuert einen skrupellosen Scheidungsanwalt an, der das ganze Arsenal des juristischen Terrors auffährt. Serenas letzter Halt ist der Gerichtspsychologe Morgan Reece. Aber auch er kann nicht verhindern, dass Tom die Schraube zu weit anzieht ...

 

Inhalt:

Das Buch beginnt schon im zweiten Kapitel mit dem ausdrucksklaren Gespräch von einem Scheidungsanwalt und Tully, der seine Frau gnadenlos fertig machen will. Er hat sie mit einem anderen Mann gesehen und will dafür Rache. Die Folgen für Serena Tully sind Privatdetektiv, plötzliche Übertragung des Sorgerechts der Kinder auf Tom und Ausschluss von ihrem ehelichen Wohnsitz. Zusätzlich war sie schon in ihrer Jugend depressiv, wurde einmal in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und versuchte sich zweimal umzubringen. Das alles macht es dem hinzugezogenen Gutachter Dr. Morgan Reece nicht leicht.

Doch trotz der schwierigen Situation empfiehlt Reece Serena erst einmal einen Anwalt, der gegen den „effizienten“ Scheidungsanwalt Albert Garfield von Tom etwas ausrichten kann. Während der Evaluierung aber wird Reece klar, dass mehr als nur ein guter Anwalt nötig ist, da alles auf ein außergerichtliches Finale zuläuft. Auch Tom und Albert können mit der Zeit ihre negativen Seiten nicht mehr vertuschen...

 

Kritik:

Gleich am Anfang wird dem Leser durch Tully klar gemacht, was auf ihn zukommen wird: Nicht nur eine seelisch verstörte Frau, sondern hinterlistige Taten, die am Ende sicherlich eine Suizid gefährdete Frau hinterlassen. Ein super Anfang für einen Psychothriller. Doch leider beginnt der Autor kurz darauf, den Leser mit gerichtlichem Schnickschnack zu berieseln, was die anfängliche Spannung etwas sinken lässt. Doch dem ist durchaus mit schnellem Lesen, was glücklicherweise überhaupt kein Problem darstellt, entgegenzuwirken – das Buch liest sich schön flüssig und enthält keine verzwickten Handlungen.

Im Verlaufe des Buches wird klar, das Dialoge und ausführliche Beschreibungen das Buch sehr einem Anwaltsthriller ähneln lassen. Doch wem das nicht stört und interessiert die Erklärungen mit einbezieht, wird sich auch so über 429 spannend geschrieben Seiten hermachen.

Die Wort wörtlichen „Schlachten“ zwischen den beiden Anwälten im Gerichtssaal und außerhalb sind erstklassig geschrieben und bereiten Spaß am Weiterlesen. Immer mehr spitzten sich die Ereignisse zu, doch die entstandene Spannung verflacht durch deutlich zu lange Dialoge leider immer wieder.

Gegen Ende des Buches hat es den Anschein, das dem Autor klar wurde, was auf dem Cover, nämlich das Wort Psychothriller, abgedruckt ist. Keine unnötigen Anwaltsgeschichten mehr, sondern ein super Finish, eine klasse Pointe, die dem Gesamteindruck des Buches noch einmal einen schönen Schliff gibt.

 

Fazit:

Ein durchaus spannender Psychothriller, der zeitweise an einen Anwaltsthriller erinnert, und doch einen sehr positiven Eindruck hinterlässt.

 

Eure Meinung:


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Unerbittlich

Autor: Benjamin M. Schutz

Broschiert: 429 Seiten

Verlag: Droemer/Knaur (Februar 2007)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3426632829

ISBN-13: 978-3426632826

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 01.06.2007, zuletzt aktualisiert: 18.11.2015 14:52