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Vampirfieber von Nortrud Boge-Erli

Rezension von Bine Endruteit

 

Die jugendliche Fenja fährt mit ihrer Cousine Joan nach Ungarn. Anlass dafür ist die Einladung von Joans wie aus dem Nichts aufgetauchter Tante Eunice. Die hat das Mädchen eingeladen, sie auf einen Ärztekongress zu begleiten, und auch Fenja wird von den beiden gerne mitgenommen. Ihren Eltern passt das zwar gar nicht, da eigentlich ein gemeinsamer Dänemark-Urlaub geplant war, aber sie lassen sich überreden. Zu dritt machen sich Fenja, Joan und Tante Eunice also in einem großen schwarzen Van auf dem Weg. Doch bereits unterwegs geschehen seltsame Dinge. Die beiden Mädchen meinen Tante Eunice bei einem Touristen gesehen zu haben, der gestürzt ist, dabei sollte sie im Wagen liegen und schlafen. Außerdem kommt der verletzte japanische Besucher ihnen nach der Behandlung der Ärztin Eunice sehr blass und blutleer vor. Immer gruseliger wird es, als sie sich tagsüber auf den komplett abgedunkelten Rücksitz des Wagens zurückzieht und die Mädchen nur einmal kurz eine blutverschmierte Hand zu Gesicht bekommen.

 

Doch nicht nur diese drei sind auf dem Weg nach Ungarn. Auch Melanie, Fenjas Schwester, und ihr Freund Lars fahren in Richtung der Heimat der Vampire. Sie folgen ihrem gemeinsamen Freund Silvan. Auf der Fahrt entdecken sie sein Motorrad und finden Silvan ganz in der Nähe; er hatte einen Unfall. Zum Glück hat er sich nicht ernsthaft verletzt. Die kleinen Einstiche und Blutergüsse am Hals halten sie, neben einigen anderen kleinen Wunden, nicht für gefährlich.

 

Doch die Lage spitzt sich weiter zu. Nach einer Weile ist Silvan nicht mehr erreichbar. Joan, Fenja, Melanie und Lars ahnen Schreckliches und machen sich auf die Suche nach Silvan und ihrer seltsamen Tante.

 

 

Nortrud Boge-Erli hat einen modernen Vampir-Roman für Jugendliche geschrieben. Der Hauptteil der Geschichte wird von Fenja in einer sehr jugendlichen Sprache erzählt. Dieser Teil erinnert stark an ein Tagebuch. Dazwischen fügen sich immer wieder einzelne Abschnitte ein, die von Silvans Erlebnissen berichten.

 

In ihrer Erzählung greift die Autorin den alten Mythos um den Vampir-Fürsten Dracula auf. Den Lesern, die das Original von Bram Stoker nicht kennen, werden durch die geschichtsbegeisterte Joan die wichtigsten Informationen vermittelt.

 

Leider findet man in diesem Roman keinen gelungenen Spannungsbogen und kein echtes Showdown. Immer wieder trennt sich die Gruppe der Jugendlichen, findet wieder zusammen, trennt sich wieder. Der spannendste Teil ist in der Mitte Romans zu finden, in einer Friedhofsszene. Das Ende ist enttäuschend unspektakulär.

 

„Vampirfieber“ ist ein nur mäßig spannendes Jugendbuch, das den Vampirmythos in einer abenteuerlichen Verfolgungsjagd modern umsetzt.

 

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Vampirfieber

Autor: Nortrud Boge-Erli

Broschiert: 177 Seiten

Verlag: Sauerländer; Auflage: 1 (Juni 2006)

ISBN: 3794170563

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 01.12.2006, zuletzt aktualisiert: 10.09.2019 19:06