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Vanisia

Reihe: Die Morde des Èmile Poiret 5

Rezension von Wiebke

 

Rezension:

Paris im Jahre 1920. Während es Bewohner und Besucher gleichermaßen verstehen sich zu vorzüglich amüsieren, geschehen in der Stadt eine Reihe von Morden. Ein angesehener Bankier, ein Obdachloser und eine junge Tänzerin werden mit einem Seidentuch erwürgt, tot aufgefunden. Dabei weisen die drei Opfer auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten auf. Poiret, der auf Einladung einer guten Freundin für ein paar Tage nach Paris gekommen ist um das regenverhangene London hinter sich zu lassen und gleichzeitig der Stadt der Liebe einen Besuch abzustatten, wird bereits an seinem ersten Morgen Zeuge eines der Verbrechen. Während er mit der Millionärswitwe Lorraine Martinet einen alten Freund besuchen möchte, entkommt diese nur knapp einem geworfenen Dolch. Obwohl der beleibte Detektiv nicht gerade als sportlich bezeichnet werden kann, nimmt er die Verfolgung des Täters auf. Doch die Jagd ist genauso schnell vorbei, wie sie begonnen hat. Denn gerade als Poiret glaubt, seinen Verfolger den Weg abgeschnitten zu haben, landet er nach einem heimtückischen Schlag auf den Kopf in einem Brunnen voller Wasser. Mißmutig kehrt er in das Haus der befreundeten Witwe zurück, wo ihn neben einem erwürgten Bankier, Inspektor Audric Savin und ein mysteriöser Brief erwarten. „Die Sünden der Väter“, so lautet dessen Text und weder Poiret noch der französische Inspektor können sich einen Reim darauf machen. Doch schon kurz darauf wird bei zwei weiteren Opfern ein Brief mit demselben Inhalt gefunden. Ein Fakt, der den Meisterdetektiv letztendlich auf die richtige Spur führt.

 

"Vanisia" ist die fünfte Folge der Krimireihe "Die Morde des Emile Poiret". Eine Sammlung von Fällen, die in der Umgebung von Poirets umfangreichen Freundeskreises angesiedelt sind und die der belgische Detektiv stets mit Bravour löst. Diesmal besucht Poiret eine wohlhabende Witwe in Paris, die sich seit Längerem darauf freut, ihrem alten Freund die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu zeigen. Doch ehe der Detektiv dazu kommt, auf das Angebot einer persönlichen Führung einzugehen, stolpert er über eine Leiche und lernt die faszinierende Stadt von einer ganz anderen Seite kennen. Gemeinsam mit dem französischen Inspektor Audric Savin begibt er sich auf die Suche nach einem Mörder, der scheinbar wahllos seine Opfer wählt. Aber hinter jedem Verbrechen steckt ein Muster und Poiret wäre nicht so berühmt, wenn es ihm nicht gelinegn würde, auch dieses zu knacken. Doch bis es soweit ist und die Handlung so richtig in Fahrt kommt, muss der Hörer Szenen eines pulsierenden Nachtlebens über sich ergehen lassen und einen Obdachlosen in sein dunkles Verlies folgen. Ein zäher Anfang, der sich aber spätestens dann in eine kurzweilige Hörspielfolge verwandelt, wenn der Meisterdetektiv erscheint und die Jagd nach dem Mörder beginnt. Dann aber weiß der Belgier mit einer überragenden Leistung seiner grauen Zellen zu überzeugen, wirkt allerdings überaus behäbig, als es gilt, eine Zeugin aus den Klauen des Mörders zu retten. Eine wohl bekannte Schwäche des beleibten Mannes, der lieber mit dem Kopf agiert, als mit körperlichem Einsatz.

 

Gesprochen wird der charmante Belgier von Donald Arthur, der es gut versteht, dem, von sich und seinen Fähigkeiten mehr als überzeugten Detektiv, eine passende Stimme zu verleihen. Eine Interpretation, die allerdings manchmal etwas mehr Schwung vertragen könnte, um über langatmige Stellen hinwegzuhelfen. Als weitere Sprecher sind Sandra Schwittau in der Rolle der exzentrischen Millionärswitwe Lorraine Martinet, Walter Hauff als französischer Inspector Audric Savin und Peter Buchholz als Erzähler zu hören. Die akustische Gestaltung überzeugt mit einer passend gewählten Musik und gut gesetzten Geräuschen.

 

Fazit:

Auch wenn Émile Poiret seinem Vorbild, dem belgischen Meisterdetektiv Hercule Poirot, nicht das Wasser reichen kann, überrascht er mit Witz und Charme. Eine Hörspielfolge, die kurzweilig in Erscheinung tritt, allerdings etwas mehr Pep in der Handlung vertragen könnte.

 

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Eure Meinung:

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CD:

Vanisia

Die Morde des Èmile Poiret, Folge 5

Autor: Ascan von Bargen

Maritim, 15. juni 2010

Umfang: 1 CD

Laufzeit: ca. 67 Minuten

 

EAN: 4250064605215

ASIN: B0036BCCE2

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Sprecher:

Peter Buchholz

Donald Arthur

Sandra Schwittau

Walter von Hauff

Sabine Bohlmann

Norbert Gastell

Michael Habeck

Weitere Infos:


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Erstellt: 23.08.2010, zuletzt aktualisiert: 24.11.2021 08:02