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Wenn er fällt, dann stirbt er von James Patterson & Peter de Jonge

Rezension von Christel Scheja

 

Mit dem Romanen um den Gerichtsmediziner Alex Cross oder die Polizeibeamte Lindsay Boxer avancierte James Patterson zu einem Bestseller-Autor, dessen Werke sogar in Filme und Fernsehserien umgesetzt wurde. Mit „Wenn er fällt, dann stirbt er“ erscheint nach „Grüne Weihnacht“ seine zweite Zusammenarbeit mit Peter de Jonge.

 

Jack Mullen studiert Jura an einer der renommierten Fakultäten der Ostküste und bereitet sich auf seinen ersten Abschluss vor, während er seinen Lebensunterhalt als Gehilfe in einer Sozieätät verdient. Dann trifft ihn eine Nachricht wie ein Schlag: Sein jüngerer Bruder Peter ist tot am Strand gefunden worden. Allgemein wird vermutet, dass er ertrunken ist und seine Verletzungen den Strömungen und Gezeiten zuzuschreiben sind, doch gewisse Indizien widerlegen genau das. Der junge Mann, der zuletzt Wagen während einer Party auf einem der reichen Anwesen in den Hamptons eingeparkt hat, ist ermordet worden, die Spuren an seinem Körper sind die von bewusst zugefügten Schlägen.

Doch als Jack versucht, das in einer Anhörung zu beweisen, sieht er sich einer Mauer von Anwälten gegenüber und sein Ansinnen wird trotz der Beweise abgeschmettert, der Fall zu den Akten gelegt.

Doch damit will sich der junge Mann nicht zufrieden geben. Obwohl er durch die Sache seinen Nebenjob bei einer angesehenen Anwaltspraxis verliert, studiert er um so intensiver weiter, um sich das entsprechende Handwerkszeug zuzulegen. Zusammen mit seinem Großvater und einigen guten Freunden wie der Ermittlerin Pauline sucht er nach der Wahrheit. Er findet weitere Hinweise auf das, was wirklich geschah. Auch wenn er nun weiß, dass sein Bruder nicht das Unschuldslamm war, für das er ihn immer gehalten hat, will er doch nicht aufgeben und denkt sich schließlich einen Plan aus, um die wirklich Schuldigen ans Messer zu liefern.

 

Eines muss man Patterson lassen, er weiß genau die richtige Mischung an Beschreibung und Action zu liefern. „Wenn er fällt, dann stirbt er“ hat die Dynamik eines Films, setzt immer wieder kleine Höhepunkte, um den Leser bei Laune zu halten und spinnt dabei die Geschichte überschaubar und verständlich weiter. Verzwickte Intrigen, komplexe Hintergründe oder all zu überraschende Wendungen sollte man daher nicht erwarten, wohl aber gut vorstellbare Kulissen, Personen, die vor dem geistigen Auge zum Leben erwachen und eine Handlung, die einem bis zum Ende in den Bann schlägt. Dass dabei die ein oder andere Sozialkritik unter den Tisch gekehrt und manches zu einfach gelöst wird, wie zum Beispiel der Tatbestand der Selbstjustiz, ist eher Nebensache. Der Roman erfüllt genau das, was er soll - angenehm und kurzweilig zu unterhalten ohne dass man sich sonderlich konzentrieren muss.

 

„Wenn er fällt, dann stirbt er“ ist vielleicht kein Meisterwerk des Thrillers, wohl aber ein gut durchdachtes actionreiches Buch, mit wenig Tiefgang, das sich vor allem als kurzweilige Reise- und Urlaubslektüre anbietet.

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Wenn er fällt, dann stirbt er

Autor: James Patterson & Peter de Jonge

Broschiert, 304 Seiten

Bastei-Lübbe, erschienen Januar 2008

ISBN: 978-3-404-26772-9

Übersetzung aus dem Englischen von Edda Petri

Titelbild von plainpictures

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 29.01.2008, zuletzt aktualisiert: 31.03.2021 19:40