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Woher die kleinen Kinder kommen von Doris Rübel

Reihe: Wieso? Weshalb? Warum? Band 13

Rezension von Björn Backes

 

Inhalt:

Woher kommen die Babys? Was genau passiert während der Geburt – und danach? Wie unterscheiden sich Junge und Mädchen, Mann und Frau? Und wie schaut die Sache bei den uns bekannten Tieren aus? Ist alles vergleichbar? Auf diese und viele weitere Fragen sucht der insgesamt 13. Band der „Wieso? Weshalb? Warum?“-Reihe aus dem Ravensburger Verlag kindgerechte, leicht verständliche Antworten. Die Zielgruppe, hier vor allem Kinder im Grundschulalter, erfährt in „Woher die kleinen Kinder kommen“, Wissenswertes über den Weg, den die Babys gehen, bevor sie ihren Reifeprozess außerhalb des mütterlichen Bauchs starten.

 

 

Rezension:

Die Sachbuchreihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ gehört mittlerweile eigentlich zum Standardwerk für den Nachwuchs im Kindergarten- und Vorschulalter, weil die Themen hier sehr intensiv beleuchtet werden und größtenteils auch mit interaktiven Mitteln ein Stück weit unter die Oberfläche eines jeweiligen Fachgebiets geschaut wird. Gerade die Vermischung aus praktischen Mini-Aufgaben und abwechslungsreichem Theorie-Teil hat sich in der Vergangenheit als essentielle Herangehensweise entpuppt und die Serie als eine der besten und wichtigsten auf dem Kinderbuchmarkt etabliert.

Mit Ausgabe Nr. 13 erlebt das Ganze aber einen leichten Bruch, da man sprachlich manchmal schon fast zu stark mit dem Zeitgeist geht und ab und zu Begriffe verwendet, die vielleicht im Hinblick auf das anvisierte Publikum nicht gerade angebracht sind. Bereits auf der ersten Doppelseite bricht hier begründete Skepsis aus, als man bei der Wahl der Alternativausdrücke für die menschlichen Geschlechtsorgane konsequent danebengreift – peinlich, gerade für ein Sachbuch von größerem Stellenwert. Oder um es auf den Punkt zu bringen: Wörter wie ‚Pimmel’ oder ‚Muschi’ zur Begründung der aktuellen Jugendsprache scheinen meines Erachtens nicht geeignet, Lernstoff an die Kleineren heranzutragen.

Davon abgesehen ist der grundsätzliche Informationsteil eigentlich ganz anständig und auch weit reichend. Der Weg der Samenzelle wird von der ersten Sekunde an begleitet, gleichzeitig hinterfragt, was hinter der Sexualität von Mann und Frau steckt, und wie das Umfeld der werdenden Eltern mit der anstehenden Geburt umgeht. Ferner wird die Phase nach der Entbindung besprochen und später mit der Entstehung des Nachwuchses in der Tierwelt verglichen. Selbstredend, dass derjenige, der lernbegierig an die Sache herangeht, auch eine Menge aus den acht Doppelseiten und den darin verborgenen Klappfenstern mitnehmen kann. Aber auch wenn das eigentliche Resümee nahezu durch die Bank positiv ist, kann man den sprachlichen Fauxpas zu Beginn nicht kaschieren. Daher sollten Eltern, die ihrem werdenden Geschwisterchen etwas mit auf den Weg geben wollen, auch gut überlegen, ob die Investition Sinn macht. Der prinzipielle Aufbau ist, soviel sei wieder mal zugestanden, sicher richtig gut, wenngleich die Übersichtlichkeit dieses Mal auch nicht durchweg gegeben ist. Aber es bleibt eben festzuhalten, dass auch diese ansonsten beispielhafte Serie ihre Schwachpunkte hat. Und in manchen Passagen dieses Kindersachbuchs lassen sich diese definitiv nicht abstreiten!

 

 

 

Fazit:

Sieht man mal von manchen sprachlichen Defiziten ab, ist „Woher die kleinen Kinder kommen“ ein ganz ordentlicher Beitrag aus der populären Serie „Wieso? Weshalb? Warum?“, den man aber keinesfalls blind kaufen sollte. Und das ist zumindest ein Einschnitt, der für diese Reihe nicht dringend charakteristisch ist!

 

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Woher die kleinen Kinder kommen

Reihe: Wieso? Weshalb? Warum? Band 13

Autor: Doris Rübel

Gebundene Ausgabe: 16 Seiten

Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: Neuauflage. (1. Januar 2009)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3473332658

ISBN-13: 978-3473332656

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 27.04.2009, zuletzt aktualisiert: 09.01.2015 03:58