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Wolfsgesang von Lori Handeland

Reihe: Nightcreature-Zyklus, Bd.2

Rezension von Christel Scheja

 

Mit „Wolfsgesang“ setzt die amerikanische Autorin Lori Handeland ihren „Nightcreature“-Zyklus fort, der mit „Wolfskuss“ begann. Diesmal spielen jedoch Jessie McQuade, die Polizistin aus Miniwa und ihr indianischer Liebhaber William Cadotte eher eine Nebenrolle. Zwar haben sie die Gefahr gebannt, dass eine verbrecherische Gruppe am Tage des „Blauen Mondes“ den Wolfsgott der Ojibwa zurück holen konnte, aber es gibt immer noch gefährliche Bestien auf der Welt.

Zu diesem Zweck schickt Mandenauer, der durch die Ereignisse auf den Ort aufmerksam geworden ist nun eine seiner besten Werwolf-Jägersucherinnen in das verschlafene Nest.

 

Leigh Tyler soll in den Wäldern nach dem Rechten sehen und zugleich Jesse McQuade ausbilden. Die verbitterte junge Frau, übernimmt die Aufgabe nur unwillig, weil sie nicht recht weiß, was sie in der Provinz soll. Sie würde viel lieber den Mann suchen, der ihr Leben zerstört hat. Denn vor noch nicht all zu langer Zeit war sie eine zufriedene Lehrerin, die sich mit dem Mann verlobt hatte, den sie zu lieben glaubte. Doch ein kleiner Fehltritt brachte ihrem zukünftigen Ehemann und ihrer Familie den Tod, denn ihr kurzzeitiger Liebhaber entpuppte sich als Werwolf.

Entsprechend verschlossen und unfreundlich tritt sie gegenüber Jessie und William auf, die ihr von ungewöhnlich vielen Wolfsleichen im Wald erzählt. Dahinter steckt nicht nur ein Wilderer, sondern jemand, der es gezielt auf Werwölfe abgesehen hat und dabei wie sie Zähne und Klauen benutzt. Leigh wird misstrauisch und fragt sich, was hier vor sich geht. Steckt ein besonderer Grund hinter den Rangkämpfen zwischen den Werwölfen?

Allerdings kann sie sich nicht so auf ihren Job konzentrieren, wie sie eigentlich möchte, denn in einer Bar lernt sie Damien Fitzgerald kennen, der eine geradezu magisch animalische Anziehungskraft auf sie ausübt und ihre Sinne verwirrt.

So ahnt sie nicht, dass sie schon längst in tödlicher Gefahr schwebt, denn der unheimliche Mörder ist enger mit ihrem Schicksal verwoben als sie denkt und hat bereits die Witterung aufgenommen.

 

Stand in „Wolfskuss“ eher das Abenteuer im Vordergrund, erweist sich „Wolfsgesang“ mehr als paranormale Romanze mit leidenschaftlichen Szenen und verwirrten Gefühlen. Die Beziehung zwischen Leigh und Damien nimmt einen viel größeren Raum als die Aufklärung der Morde ein, denn die Lösung erweist sich als eher simpel, vor allem wenn man mit den Gepflogenheiten des Liebesromans vertraut ist und sich zusammenreimen kann, warum Leighs Vergangenheit ausführlicher als üblich beleuchtet wird.

Immerhin muss man der Autorin zu Gute halten, dass sie die Handlung dennoch spannend und unterhaltsam in einem gefälligen und sehr flüssigen Stil verfasst und keine Langeweile aufkommen lässt. Wie auch schon im ersten Band bleiben die Figuren allerdings eher flach oberflächlich und die Organisation der „Jäger-Sucher“ wird nur sehr nebulös und kryptisch beschrieben, aber das tut der Handlung selbst nicht unbedingt weh und ermöglicht auch noch weitere Romane mit spannenden Inhalten.

 

Wie „Wolfskuss“ wendet sich „Wolfsgesang“ jedoch auch wieder in erster Linie an die Liebhaber leidenschaftlicher Liebesromane, bietet aber auch für den Genrefan immer noch ein wenig mehr als nur Beziehungskitsch und erotische Romantik.

 

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Buch:

Wolfsgesang

Reihe: Nightcreature-Zyklus, Bd.2

Autorin: Lori Handeland

Original: Hunter’s Moon, USA 2006

broschiert, 384 Seiten

LYX/Egmont Verlagsgesellschaften, Köln, erschienen August 2008

Übersetzung aus dem Englischen von Patricia Woitynek

Titelbildgestaltung von Anke Koopmann unter Verwendung von Motiven von shutterstock

ISBN-10: 380258161X

ISBN-13: 978-3802581618

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 12.09.2008, zuletzt aktualisiert: 09.11.2018 15:20