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Wolverine: Weg des Kriegers

The Wolverine

 

Der ruhelose Logan wird an seine Vergangenheit erinnert, als ihn eine junge Frau bittet, nach Japan zu kommen, um dort einen ehemaligen Soldaten zur Seite zu stehen, dem er einst das Leben rettete. Der bietet ihm ein außergewöhnliches Geschenk zum Dank an, Sterblichkeit. Doch Logan trifft in Japan nicht nur auf Freunde, sondern auch gefährliche Feinde, mit ähnlich außergewöhnlichen Fähigkeiten wie er selbst.

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Eure Meinung:

Armin, 30.08.2016, 15:32:
Seit im Jahr 2000 der erste X-Men-Film in die Kinos gekommen ist, zählt Wolverine, immer dargestellt von Hugh Jackman, zu den beliebtesten Helden der Marvel-Comic-Serien, die den Sprung auf die Leinwand geschafft haben. Wolverine, der praktisch unverwundbar ist und aus seinen Händen tödliche Klauen ausfahren kann, funktioniert allerdings offensichtlich in der Gruppe besser als alleine: In den drei X-Men-Filmen setzte er die Glanzlichter, sein erstes Solo-Abenteuer (»X-Men Origins: Wolverine«, 2009) fiel jedoch eher durchwachsen aus, weil es zwar immerhin ganz unterhaltsam war, aber doch auch etliche Schwächen in Handlung und Figurenzeichnung offenbarte. Im zweiten Anlauf wird leider nicht alles besser: »Wolverine: Weg des Kriegers« scheitert unter der Regie von James Mangold (»Walk the Line«) in praktisch jeder Hinsicht.

Einst hat Wolverine dem Japaner Yashida (Hal Yamanouchi) während des Atombombenangriffs auf Nagasaki das Leben gerettet. Der ist inzwischen Herr über ein riesiges Firmenimperium, liegt im Sterben und versucht verzweifelt, dem Krebstod zu entkommen. Yashida schickt Ninja-Kämpferin Yukio (Rila Fukushima) auf die Suche nach Wolverine, der den Verlust von Jean Grey (Famke Janssen) noch nicht verkraftet hat, um ihn nach Tokio zu rufen. Dort überschlagen sich die Ereignisse: Yashida stirbt, seine Enkelin Mariko (Tao Okamoto) wird von Attentätern gejagt. Und schließlich sind da noch die undurchsichtige Mutantin Viper (Svetlana Khodchenkova), die ihr eigenes Spiel zu spielen scheint, und der „Silver Samurai“ Harada (Will Yun Lee), der öfter mal die Seiten wechselt.

Wolverine ist eigentlich eine faszinierende Figur: ein Einzelgänger, gequält von seiner langen, oft grausamen Vergangenheit, immer auf der Suche nach sich selbst und seinem inneren Frieden, aber auch ein gnadenloser Killer, der in Extremsituationen zum entfesselten Tier werden kann. Der Film vergisst leider, aus diesem Fundus zu schöpfen: Wolverine wirkt hier wie ein beliebig austauschbarer Action-Held, dem selbst die geknurrten wortkargen Kommentare nicht so recht gelingen wollen. Auch die Personen um ihn herum bleiben oberflächlich charakterisiert und man kann höchstens erahnen, welches Potenzial hier verschenkt worden ist – aus der Comic-Vorlage für die Filmhandlung (einer Miniserie von 1982 aus der Feder von Chris Claremont und Frank Miller) ist leider nur sehr wenig übrig geblieben. Bleibt die Action: Kämpfe sind in derart großer Zahl ohne relevante Variationen zu sehen, dass sich auch in dieser Hinsicht doch recht schnell Ernüchterung einstellt. Einzig die ausgedehnte Szene auf einem Hochgeschwindigkeitszug, auf dem sich Wolverine mit zwei Ninjas balgt, bleibt als originell in Erinnerung. Das ist insgesamt dann doch ziemlich dünn.

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Wolverine: Weg des Kriegers

Jahr: 2013

Regie: James Mangold

Superhelden-Comicverfilmung

 

Erhältlich bei: Amazon

DarstellerInnen:

  • Hugh Jackman
  • Will Yun Lee
  • Tao Okamoto
  • Hal Yamanouchi
  • Rila Fukushima
  • Famke Janssen
  • Svetlana Khodchenkova

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Die Wolverine-Filme:


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Erstellt: 30.08.2016, zuletzt aktualisiert: 15.08.2018 15:27