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Alien Earth - Phase 2 von Frank Borsch

Rezension von Peter Sperling

 

Verlagsinfo:

14. März 2058: Astronauten entdecken ein außerirdisches Raumschiff im All. 3. August 2058: Das Schiff bezieht Position über dem Pazifik. 10. Januar 2059: Es sendet einen Funkspruch in 372 Sprachen: “Fürchtet euch nicht“. 26. September 2065: Zwei Millionen Aliens manifestieren sich in Menschen. Die Jagd beginnt …

 

Rezension:

Und endlich geht es los. Nachdem Phase 1 eher als ein überlanger Prolog angesehen werden kann, in dem die Figuren und der Handlungshintergrund ausgiebig beschrieben werden, beginnt also doch noch die Handlung. Der Massenseelentransfer der Außerirdischen in menschliche Körper gelang! Jetzt teilt sich die Menschheit in zwei Gruppen: Die einen bekämpfen die Aliens, die anderen sympathisieren mit Ihnen. Aber was die Aliens tatsächlich vorhaben, bleibt unklar. In diesem Spannungsfeld entwickeln sich die Handlungsstränge weiter, wobei im Detail zwar viel geschieht, aber die übergeordnete Entwicklung der Handlung kaum voranschreitet. Leider dient offenbar das Geschehen weiterhin nur der Vorbereitung des nächsten Bandes.

Nachdem zuvor die Aliens nur indirekt in Erscheinung traten, stehen sie nun mitten im Geschehen. In den Gesprächen der Figuren mit den Außerirdischen erfährt man viel über sie. Aber wie im wirklichen Leben ist es auch hier so, dass nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, was Wahrheit, was Halbwahrheit und was Lüge ist.

Borschs Masche, die verschiedenen Handlungsstränge stur abwechselnd zu erzählen nervt zwar immer noch, aber die Geschichte stockt zu keinem Zeitpunkt mehr. Teilweise scheint es, als ob vom Leser die kurze Aufmerksamkeitsspanne eines gelangweilten Fernsehzuschauers erwartet wird. Dies spiegelt sich in den häufigen Handlungssprünge wieder, die hektisch wirken und von der Konzeption eher an eine Actionserie fürs Fernsehprogramm erinnert. Sie tragen aber ihren Teil dazu bei, dass das Buch auf einen Sitz zu lesen ist.

 

Wie im ersten Band wird die Handlung von kurzen Texten aus dem „AlienNet“ unterbrochen. Der Leser wird dadurch mit Hintergrundinformationen versorgt und auch die Personen aus dem ersten Teil werden in Form von „Sammelkarten“ nochmals vorgestellt. Hierbei handelt es sich aber nicht um eine reine Informationsweitergabe, sondern die „Sammelkarten“ wirken subtil im Bezug zur Geschichte und steuern die Haltung des Lesers: Man achte darauf, welche Informationen weggelassen wurden, welche genannt wurden und welche Aspekte als Halbwahrheiten einfließen!

 

Nachdem der erste Band eher zäh war und dafür mit einer Menge neuer Ideen glänzte, werden in Phase 2 die Ideen ausgearbeitet und die Story beschleunigt sich. Zu einen Roman komprimiert und gestrafft hätte die Geschichte das Zeug zu einer der Besten der letzten Zeit, so aber... Ich hoffe dennoch auf eine Überraschung in Phase 3, die mit einem Paukenschlag die Trilogie zu etwas besonderem macht.

 

Fazit:

Wer sich durch den ersten Teil gequält hat, erfährt endlich einen Teil seines Lohns! Teil drei soll Anfang 2008 erscheinen.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Alien Earth - Phase 2

Autor: Frank Borsch

Taschenbuch, 461 Seiten

Heyne, 1. Oktober 2007

 

ISBN-10: 3453522516

ISBN-13: 978-3453522510

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 19.12.2007, zuletzt aktualisiert: 10.01.2019 15:22