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Am Ende aller Zeiten von Adrian J. Walker

Rezension von Christel Scheja

 

Adrian J. Walker wurde in Australien geboren, wuchs aber in England auf und lebt auch heute noch mit seiner Familie in London. Er arbeitete als Informatiker, bis er mit dem Schreiben begann. „Am Ende aller Zeiten“ ist der erste Roman, der in Deutschland erscheint.


Edgar Hill führt ein ziemlich normales Leben. Er hat einen Job, mit dem er genug verdient, um seine Familie durchzufüttern, eine liebende Frau, eine hübsche Tochter und einen munteren Sohn im Säuglingsalter. Sie alle leben in einem netten Haus in einem adretten Vorort. Allerdings ist sein Dasein auch ziemlich langweilig und er fragt sich ob das Leben vielleicht nicht doch was besseres für ihn bereit hält.

Vielleicht hätte er sich keine Veränderungen wünschen sollen, aber als England durch eine weltweite Katastrophe – Meteoriten aus dem All - in Schutt und Asche liegt, es dem Rest der Welt auch nicht viel besser geht, bereut er das, denn nun ist das nackte Überleben gefragt und Herausforderungen an die er zuvor nicht einmal gedacht hat.

Durch einen Einsatz für den er rekrutiert wird, trennt man ihn von seiner Familie und er muss sich nun entscheiden – das Abenteuer zu genießen, so erschöpfend es auch sein mag, oder doch zu seiner Familie zurück zu kehren.


Themen wie diese sind im Moment ziemlich in, woran vermutlich auch „The Walking Dead“ schuld sein dürfte. In der Hinsicht erzählt der Autor nichts Neues. Er erweckt ein Endzeit-Szenario zum Leben, das ohne Zombies auskommt, dafür aber die dunkelsten Seiten der Menschen nach außen kehrt.

Selbst harmlos scheinende Mütter werden zu Monstern und letztendlich können sie niemandem trauen, nicht einmal sich selber. Natürlich ist der Held kein Einzelkämpfer, sondern mit ein paar anderen Charakteren zusammen, die ihm dabei helfen, sich zu entwickeln und das Überleben zu lernen.

Die Spannung im Buch ist eher moderat, es lebt in erster Linie wohl durch die vielen alltäglichen Szenen, die Interaktion der Figuren und die Momente, in denen man daran erinnert wird, wie dünn die Kruste der Zivilisation eigentlich ist, wenn es um das reine Überleben geht.

Die Figuren erhalten zumindest so viel Profil, dass man sie mag oder auch nicht – ihrem Schicksal gerne folgt. Sonderlich in die tiefe gehen die Charaktere nicht und verhalten sich meisten so, wie man es von ihnen erwartet.

Erfahrene Leser werden deshalb schnell ahnen, worauf die Geschichte hinaus läuft und am Ende auch nicht enttäuscht.

Alles in allem kommt bei der ganzen Sache ein solider, sauber gestrickter Roman heraus, der zwar keine Wünsche offen lässt, aber auch nicht mit besonderen Wendungen in den Bann schlägt.


Letztendlich bietet sich „Am Ende aller Zeiten“ als gute Urlaubslektüre an, spannend und unterhaltsam wie man es braucht, aber auch nicht sonderlich kompliziert, so dass man gezwungen ist auf jeder Seite mitzudenken. Eine gewisse Spannung entsteht durch das Ambiente, regt aber auch nicht zu sehr auf.

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Eure Meinung:

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Buch:

Am Ende aller Zeiten

Original: The End of the World Running Club, 2016

Autor: Adrian J. Walker

Taschenbuch, 429 Seiten

Fischer Tor, September 2017

Übersetzung: Nadine Püschel und Gesine Schröder

 

ISBN-10: 3596037050

ISBN-13: 978-3596037056

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle.ASIN: B01EVZNQNW

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 15.07.2018, zuletzt aktualisiert: 14.09.2018 13:51