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Im Land der Ringe

von Holger M. Pohl

 

Eine phantastisch-phantastische Reise nach Neuseeland und Mittelerde

 

Es gibt Anlässe im Leben, da möchte man sich etwas Besonderes gönnen. Eine besondere Reise zum Beispiel. Die eigene Silberhochzeit ist so ein Anlass.

Ich wollte schon immer nach Mexiko, dem Land der Mayas und Azteken. Ich wollte die Ruinen und Stätten dieser Völker besuchen, Geschichte atmen. So weit … so gut.

Doch dann stieß ich auf eine Seite im Internet, die mich ebenfalls Geschichte atmen lassen konnte, wenn auch eine andere Art von Geschichte. Ich stieß auf eine Seite, die sich Der Herr der Reise genannt hatte.

Leider gibt es diese Seite nicht mehr, da die Domain verkauft wurde. Aber den Veranstalter und die Reise gibt es weiterhin. Die Rundreise selbst hört auf den Namen:

Auf den Spuren der Hobbits

 

Und Mexiko war plötzlich nicht mehr ganz so wichtig! Die Orte sehen, wo eine Geschichte in Bilder gefasst wurde, die mich schon lange begeistert hatte und deren Verfilmungen ich unendlich genieße. Das Land der Ringe sehen, Neuseeland, dort wo Tolkiens Der Herr der Ringe von Peter Jackson so genial in Bilder gefasst wurde.

Aus dem Reiseziel Mexiko wurde Neuseeland, aus den Maya-Stätten wurde Mittelerde

 

Mit den Reisevorbereitungen und allem anderen will ich Euch an dieser Stelle nicht langweilen. Nur so viel: eine solche Reise will natürlich gut vorbereitet sein. Und diese Vorbereitungen begannen im September 2010. Die Reise selbst war dann vom 28. März 2011 bis 22. April 2011. Es gab viel zu erledigen, viel zu planen und viel zu organisieren. Doch schließlich war es soweit: Die Reise nach Mittelerde konnte beginnen …

 

28. März 2011

Neuseeland ist – von Deutschland aus gesehen – weit, weit weg. Am anderen Ende der Welt sozusagen. Daher nimmt die Anreise ein wenig Zeit in Anspruch. Reine Flugzeit waren es 23 Stunden, mit Aufenthalten und Umsteigen kamen wir auf 32 Stunden. Wir flogen von Frankfurt am Main über Dubai und Melbourne nach Auckland. Dort kamen wir Ortszeit am 30. März 2011 so gegen 14.00 Uhr an.

Und hatten das erste – und einzige! – Problem: Dem Koffer meiner Frau hatte es wohl in Dubai so gut gefallen, dass er beim Transit nicht mit in die Maschine Richtung Neuseeland wollte. So bestand unsere erste Aktion in Neuseeland – dank freundlicher finanzieller Unterstützung der Fluggesellschaft EMIRATES – darin, in einer unbekannten Millionenstadt einkaufen zu gehen. Ein erstes Abenteuer in Mittelerde sozusagen. Aber wir haben es gemeistert!

 

Kleine Anmerkung: Ich möchte an dieser Stelle und in diesem Reisebericht nicht ausführlich auf Neuseeland eingehen. Dieser Bericht ist der phantastischen Seite unserer Reise gewidmet. Der Herr der Ringe steht im Mittelpunkt.

 

Unser Aufenthalt in Auckland dauerte nicht lange, nämlich genau eine Nacht. Schon am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Roturoa.

 

31. März 2011

Zwischen Auckland und Rotorua liegt ein Ort, der bei (fast) jedem Der Herr der Ringe-Fan das Herz höher schlagen lässt, wenn er sich mit der Verfilmung beschäftig hat: Matamata! Der Ort ist Euch unbekannt? Das verstehe ich!

Matamata ist ein kleiner Ort mit rund 6.000 Einwohnern, etwa 150 km südöstlich von Auckland. In der Nähe dieses Ortes liegt eine Schaffarm, die einer Familie mit Namen Alexander gehört. Auf deren Land wiederum befindet sich das einzige Set der Dreharbeiten, das heute noch außerhalb der Studios existiert. Nach den Dreharbeiten ist es zunächst verfallen, doch dank der Verfilmung von Der Hobbit erstrahlt es nun in neuem Glanz. Die Rede ist von HOBBINGEN (oder HOBBITON, wie es im Englischen heißt).

 

Es ist ein … unheimliches, aber wunderbares Gefühl, seine Füße dorthin zu setzen, wo Gandalf, Bilbo, Sam und natürlich Frodo gewandelt sind; unter dem Party-Baum zu stehen, wo Bilbo seinen einhundertelfzigsten Geburtstag gefeiert hat; den Beutelhaldenweg hochzugehen und vor Beutelsend zu verharren, in der Erwartung, dass der gute, alte Bilbo jeden Augenblick herauskommt; vor Sams Hobbit-Höhle anzuhalten, wo er seine Rosi geküsst hat; den Grünen Drachen, die Mühle, die Brücke im Blick zu haben …

„Heiliger Boden“ ist man in einem Überschwang der Gefühle versucht zu sagen.

Dabei war es ein unfassbares Glück, dass wir das Auenland und HOBBINGEN überhaupt besuchen konnten. Hätten die Dreharbeiten zu Der Hobbit wie geplant begonnen, dann wäre das Set zu dieser Zeit für den Besucherverkehr gesperrt gewesen. Denn es wären gerade die Zwerge bei Bilbo angekommen, um ihn auf das Abenteuer mit Smaug, dem Drachen, einzustimmen. So aber …

 

Wie schon erwähnt, ist HOBBINGEN das einzige Set, welches von den Außendreharbeiten zu „Der Herr der Ringe“ noch existiert. Es wurde für Der Hobbit sogar noch erweitert: weitere Hobbit-Höhlen entstanden und der „Grüne Drache“ wurde wieder aufgebaut. Er fiel ja bekanntlich Flammen zum Opfer – geplanten Flammen wohlgemerkt. In Der Herr der Ringe – Die Gefährten sieht Frodo durch Galadriels Spiegel, wie das Auenland und HOBBINGEN geschliffen wurden. Dabei sieht man auch den brennenden „Grünen Drachen“.

Leider kann man die Höhlen so wenig betreten wie den Grünen Drachen oder ein anderes Gebäude. Alles ist schon für die kommenden Dreharbeiten vorbereitet und man kommt nur auf das Gelände, wenn man zum einen von einem lizenzierten Führer begleitet wird und zum anderen eine Stillschwiegevereinbarung unterschreibt, keinesfalls irgendein Geheimnis, das man erfahren könnte, weiterzusagen.

Nichtsdestotrotz ist es eine gewisse Art von Wahnsinn durch HOBBINGEN zu wandern. Ein positiver Wahnsinn wohlgemerkt!

 

Schnell, viel zu schnell war die Tour vorbei und wir mussten zurück in die wirkliche Welt. Aber ich werde es niemals vergessen. Wenn ich die Trilogie das nächste Mal schaue, dann werde ich sie mit anderen Augen sehen. Ich werde daran denken, dass ich mich für kurze Zeit wie ein Hobbit fühlte.

 

Unser Tagesziel war dann Rotorua. Wie bereits gesagt, möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel über Neuseeland verlieren. Aber dann doch so viel: Rotorua ist eines der Zentren der Maori-Kultur. Einen Folklore-Abend mit Hangi (dem traditionellen Erdofen-Essen) und Haka (dem traditionelle Maori-Kriegstanz) sollte man sich nicht entgehen lassen. Auf seine Art so interessant und von einer anderen Welt wie HOBBINGEN.

Darüber hinaus ist Rotorua bekannt für seine Thermalquellen.

 

Von Rotorua ging es zwei Nächte später weiter nach Ohakune, mitten hinein in den Tongariro-Nationalpark, vorbei am Mt. Doom, dem Schicksalsberg, hinein nach Mordor

 

Dazu mehr im nächsten Teil.

 

Am Ende jedes Teiles meines Berichtes sollen immer ein paar Links kommen. Seht Euch dort um. Es lohnt sich!

Allen voran natürlich

Rest New Zealand Tours
unser Reiseveranstalter, der unsere Reise so wunderbar organisierte und uns so viel abnahm, dass wir uns auf das konzentrieren konnten, weshalb wir nach Neuseeland gekommen waren: Eine Reise durch Mittelerde!

Dafür an dieser Stelle noch mal ein herzlichstes Dankeschön!

 

Hobbingen (oder Hobbiton): Hobbiton Movie Set & Farm Tours

 

Rotorua: Rotorua

 

Zum Teil 2 des Berichtes

Eure Meinung:

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HMP
Donnerstag, 02. Februar 2012 15:49 Uhr
Ja, genauso haben wir es auch erlebt. Und wenn wir das nächste Mal nach Neuseeland gehen, dann ist der Reiseveranstalter sicher erste Wahl.

@ Jupp: Danke für Dein Feedback!

Jupp
Donnerstag, 02. Februar 2012 15:00 Uhr
Also wir haben die www.herr-der-reisen.de tour absolviert und können sie nur als großartiges Erlebnis wärmstens empfehlen. Es war perfekt organisiert mit dem Mietwagen, den vorgebuchten UNterkünften und dem Fahrtenbuch. Herrliche Zeit und individuellen Ansprüchen gerecht werdend. War echt klasse!

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Bilder aus Neuseeland und Mittelerde

Eindrücke einer Reise

Skytower in Auckland
<b>In Matamata vor dem Besucherzentrum</b>
<b>Wir betreten Hobbingen</b>
<b>In Hobbingen - ohne Hobbits</b>
<b>Grüner Drache in Hobbingen</b>
<b>Die Mühle</b>
<b>Der Partybaum, unter dem Bilbos einhundertelfzigster Geburtstag stattfand</b>
<b>Vom Beutelhaldenweg hinab auf Hobbingen</b>
<b>Beutelsend, doch leider waren weder Bilbo noch Frodo zuhause</b>
<b>"The Shire's Rest", eine Art "Grüner Drachen"-Ersatz</b>

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Erstellt: 18.06.2011, zuletzt aktualisiert: 29.11.2019 14:09