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Teil 2: Im Land der Ringe

von Holger M. Pohl

 

Eine phantastisch-phantastische Reise nach Neuseeland und Mittelerde Auf den Spuren der Hobbits

 

Zum Teil 1 des Berichtes

 

 

Etwa in der Mitte der Nordinsel liegt der Tongariro-Nationalpark. Er wird von drei aktiven Vulkanen beherrscht: dem Namensgebenden Mt. Tongariro, dem Mt. Ngauruhoe und dem Mt. Ruapehu.

Im Nationalpark entstanden etliche Szenen der Trilogie oder die Gegend um die Vulkane war zumindest Vorlage für das Land, wo die Schatten drohen: Mordor.

Besonders interessant in diesem Zusammenhang sind der Mt. Ngauruhoe und der Mt. Ruapehu.

 

Der Mt. Ngauruhoe lieferte Peter Jackson die Vorlage für den Schicksalsberg, den Mt. Doom. Dort wurde der Eine Ring geschmiedet und dort findet er auch sein Ende. Es ist eine karstige, steinige Landschaft und spiegelt Mordor sehr gelungen wider.

Mindestens ebenso für Mordor passend ist die Region um den Mt. Ruapehu. Wenn man sich die Bilder anschaut, fällt es einem nicht schwer, sich vorzustellen, das sei Mordor.

An den Hängen des Mt. Ruapehu, die flacher ansteigen als die des Mt. Ngauruhoe, wurden einige Szenen gedreht, die Frodo, Sam und Gollum auf dem Weg in Saurons Herrschaftsgebiet zeigen. Zudem fühlt man sich an Gorgoroth erinnert, die Ebene, aus der der Schicksalberg herausragt.

So entstand dort jene bekannte Szene, in der Frodo, Sam und Gollum an einem Bachlauf entlang unterwegs sind und es Gollum einfällt, dass er Hunger hat und er daher einen Fisch fangen könnte.

Der Bach ist der Mangawhero River, der an den Hängen des Mt. Ruapehu entspringt und in südlicher Richtung fließt. Und der Ort, an dem die Szene gedreht wurde, heißt mehr oder weniger offiziell Gollum’s Pool.

 

Der Tongariro-Nationalpark insgesamt ist bei Wanderern sehr beliebt. Es gibt zahlreiche kurze, mittlere und längere Wanderungen. Mit die bekannteste Tour ist die Tongariro Alpine Crossing, eine sehr anspruchsvolle Ganztagestour, die als eine der Beliebtesten Neuseelands gilt.

Wir entschieden uns aber für etwas Kürzeres und waren nur drei Stunden unterwegs. Nichtsdestotrotz bekamen wir einen guten Eindruck von der Gegend und stellenweise fühlten wir uns wirklich an Mordor und Frodo und Sams Weg dorthin erinnert. Ich kann verstehen, dass Peter Jackson den Tongariro-Nationalpark zu einem Teil seiner Vision von Mittelerde machte …

 

Unser Motel und damit Ausgangspunkt für die Besuche Mordors befand sich in Ohakune, einem kleinen Ort von etwa 1100 Einwohnern. Ohakune ist voll und ganz auf Tourismus eingestellt, im Sommer sind es Wanderer, die in den Tongariro-Nationalpark wollen; im Winter lockt das nahe Turoa-Skigebiet. Dennoch, trotz allem Tourismus, bleibt der Ort beschaulich und übersichtlich, manchmal wirkt er sogar ein wenig verschlafen. Aber da stört keineswegs.

Während der Hauptsaisonen stehen in dem Ort ausreichend Unterkünfte und Restaurants zu Verfügung. Wer sich mal etwas richtig „Großes“ gönnen möchte, dem lege ich den Monster-Burger in der The Mountain Rocks Cafe & Bar ans Herz. Das Ding ist ein Monster und man ist anschließend ausreichend satt … ehrlich!

 

Von Ohakune aus ging unsere Reise weiter an die Kapiti-Coast, natürlich mit der Gelegenheit, weitere Drehorte zu besichtigen.

Aber das mit dem Besichtigen von Drehorten ist so eine Sache, besonders dann, wenn es sich um Landschaften handelt, die sich entweder natürlich verändern oder von den Menschen verändert werden.

Das trifft zum Beispiel auf den Waitarere-Forest zu, der in der Nähe des gleichnamigen Ortes liegt. Man kann sich vorstellen, dass hier Szenen gedreht wurden, die den Wald um Osgiliath darstellen, sobald man dort unterwegs ist. Aber mehr kann man auch nicht. Zum einen deswegen, weil Bäume wachsen. Zum anderen aber auch, weil Bäume im Laufe der Zeit manchmal abgeholzt werden. Der Waitarere-Forest befindet sich im Privatbesitz und wird forstwirtschaftlich genutzt. Es ist also schwer, zehn Jahre nach den Dreharbeiten noch etwas zu finden, was damals wirklich dort stand.

Aber in dem Fall ist es die Phantasie, die zählt … daher war ich im Wald von Osgiliath und dort, hinter dem Waldrand, liegt die schwer umkämpfte Stadt an den Ufern des Anduin.

 

Etwas Ähnliches gilt für den Queen Elisabeth Park ein kleines Stück südlich des Ortes Waikanae, wo unsere Unterkunft lag. In dem öffentlichen Park, der zwar kein Naturschutzgebiet ist, aber doch ein durch Gesetze und Übereinkommen geschütztes Gebiet, wurden zahlreiche Nahaufnahmen der Schlacht auf den Pelennor-Feldern vor Minas Tirith gedreht. Doch wer es nicht weiß, würde nichts davon erkennen. Zudem hat sich natürlich auch der Park in zehn Jahren verändert.

Nichtsdestotrotz … es ist die Phantasie, die zählt.

 

Wir waren also für kurze Zeit im Wald von Osgiliath und auf den Pelennor-Feldern. Und wer kann das schon von sich behaupten?

 

Die Fahrt von Ohakune an die Kapiti-Coast führt durch eine herrliche und für die neuseeländische Nord-Insel typische Landschaft. Manchmal erinnert sie an Europa, doch nur manchmal. Worin sich Neuseeland eben besonders von Deutschland unterscheidet, ist die Weite der Räume. Wir haben eine Bevölkerungsdichte von rund 230 Einwohnern pro qkm und bewegen uns damit in der Welt auf einem Platz zwischen 30 und 35 dieser Skala. Neuseeland liegt bei 17 Einwohnern pro qkm – und befindet sich damit im hinteren Drittel dieser Skala.

Ein gutes Drittel der 4,4 Millionen Einwohner Neuseelands lebt im Großraum Auckland. Die anderen großen Städte wie die Hauptstadt Wellington, Christchurch, Dunedin, Invercargill usw. bekommen vielleicht noch einmal die gleiche Menge an Einwohnern zusammen. Das restliche Drittel lebt weit verstreut in den Weiten der Nord- und Südinsel.

Man findet also vor allem sehr, sehr viel herrliche Landschaft. Dann kommen Schafe (aber das ist die berühmte andere Geschichte). Dann erst kommt der Mensch.

 

Von der Kapiti-Coast geht es dann weiter in eines der Zentren für Der Herr der Ringe-Fans und der Verfilmung von Tolkiens Werk: nach Wellington. In und um die neuseeländische Hauptstadt gibt es zahlreiche Drehorte, dort liegen die Stone-Street-Studios, dort ist WETA beheimatet und dort wohnt Peter Jackson. Dazu mehr im nächsten Teil meines Reiseberichtes ins Land der Ringe.

 

 

Zum Schluss noch ein paar Links:

 

Der Tongariro-Nationalpark ist bekannt für seine zahlreichen Wanderwege … und dafür, dass er eine gewisse Ähnlichkeit mit Mordor hat.

 

Ohakune, ein kleiner, aber netter und ruhiger Ort am Rande Mordors ... ich meine, am Rande des Tongariro-Nationalparks

 

Waikanae, ein Ort an der Kapiti-Coast im Südwesten der Nordinsel.

 

 

Zum Teil 3 des Berichtes

Eure Meinung:

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Bilder aus Neuseeland und Mittelerde

Eindrücke einer Reise

<b>Mt. Ngauruhoe alias
<b>Ich erzittere vor dem Schicksalsberg</b>
<b>Hier fischte Gollum in seinem Pool</b>
<b>Auf dem Weg nach Mordor</b>
<b>Ein Blick auf Mordor</b>
<b>Die Monster gab es auch diesseits von Mittelerde</b>
<b>Irgendwo in Tolkiens Mittelerde ...</b>
<b>Ist das Fangorn?</b>
<b>Oder ist das Fangorn?</b>

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Erstellt: 24.07.2011, zuletzt aktualisiert: 29.11.2019 14:09