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Das Galaktikum

Rezension von Jan Dotzlaw

 

Anfang des 5. Jahrtausends terranischer Zeitrechnung: Längst sind die Menschen weit ins All vorgestoßen, haben neue Welten kolonisiert, Kontakt zu Fremdrassen aufgenommen und ein Solares Imperium geschaffen; eine neue Zeitrechnung verkündet die Galaktische Ära. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Die Kolonialwelten fühlen sich von der Zentralwelt unterdrückt, und auch den Fremdrassen ist die wachsende Macht des Imperiums ein Dorn im Auge. Die Situation droht zu eskalieren, eine kriegerische Auseinandersetzung scheint unausweichlich – da taucht aus dem Nichts ein gnadenloser Feind auf. Und plötzlich müssen die Bewohner der Milchstraße erkennen, daß sie nur eine einzige Chance haben, gegen den übermächtigen Gegner zu bestehen: wenn sie ihre kleinlichen Streitereien beiseite schieben und "Das Galaktikum" endlich Wirklichkeit werden lassen...

 

"Das Galaktikum" ist der erste längere Zyklus, den ERNST VLCEK in Zusammenarbeit mit HELMUTH W. MOMMERS zu Beginn seiner Karriere Mitte der 60er Jahre geschaffen hat und der in diesem Band zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren wieder vorliegt.

 

 

Weit entfernt vom Zentrum des bekannten Universums liegt der Planet Samum. Es ist ein kleiner unscheinbarer Planet und außer Häuten von gigantischen Fledermäusen, hat der Planet scheinbar nichts Wertvolles zu bieten. Doch tief unter der Oberfläche brodelt ein Sturm, denn viele der Einwohner wollen eine unabhängige Welt, in der sie die Regierung stellen. Bevor sie aber auch nur einen Schritt in diese Richtung tun können, werden ihre Pläne von den Rooun allein durch deren Anwesenheit sabotiert.

Einige Jahre später ist der Kampf gegen die Rooun in vollem Gange und die Menschen scheinen einen allmächtigen Gegner gefunden zu haben. Die Welt Samum ist nur noch eine Seite in den Geschichtsbüchern, aber die Zeit ist reif für neue Helden und so schlägt die Stunde für Coel, einen zivilen Angestellten in den Diensten des Militärs. Er bildet junge Männer aus, die gegen die Rooun antreten und dabei keine Skrupel zeigen dürfen. Ein Spezialauftrag folgt auf den anderen und Coel wird dabei immer weiter in den Krieg und in die Machenschaften des Militärs gezogen. Dabei stellt sich ihm die Frage, wer der schlimmere Feind ist, die grausamen Rooun oder die ihm vertrauten Menschen. Der Krieg tobt unterdessen immer noch und ein positives Ende scheint nicht in Sicht zu sein.

 

Eigentlich ist das Buch nicht nur ein Buch, sondern eine Ansammlung von vier kleineren Büchern. Jedes davon kann eigenständig betrachtet werden, aber trotzdem zieht sich ein roter Faden durch die Geschichten. Immer wieder gibt es Zeitsprünge und immer wieder kommen neue Charaktere ins Spiel, wobei man dem einen mehr und dem anderen weniger Sympathie entgegen bringt. Der Autor schafft es aber, die Spannung aufrecht zu halten. Dies geschieht zum Beispiel durch die Bedrohung der Rooun, die nie direkt beschrieben werden, sondern immer wie ein dunkler Schatten über allem schwebt.

Ein weiterer positiver Punkt ist, dass es nichts wirklich Fantastisches gibt. In dieser Sammlung ist alles normal, es ist nichts besonderes weite Reisen durch das All zu unternehmen. Das Buch lebt eben von der Atmosphäre und von den Charakteren. Dort wo Landschaften beschrieben werden, ist es stimmig und zerstört nicht das Gesamtbild.

Das letzte Buch ist hingegen etwas konfus und nicht leicht zu verstehen, was ein wenig schade ist, da gerade dieses Buch die Aufklärung für all die Handlungsfäden beinhaltet.

 

Fazit: Ein wirklich guter Science-Fiction-Klassiker, der nicht nur ein Genuss für zwischendurch ist, sondern auch für lange Winternächte.

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Roman: Das Galaktikum

Autor: Ernst Vlcek & Helmuth W. Mommers

(Science Fiction Romanzyklus mit Ernst Vlcek 1965 verfasst)

1999, Blitz-Verlag, SF Classic 1508

2. Auflage. Mit einem Nachwort von Helmuth W. Mommers.

Paperback, ISBN 3-932171-28-4

Erhältlich bei: Blitz-Verlag

weitere Infos:


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Erstellt: 03.05.2005, zuletzt aktualisiert: 07.06.2019 15:11