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Der Ruf des Leviathans

Hörspiel

Reihe: Gabriel Burns 39

 

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Die Welt - wie der Mensch sie begreift – wird geformt durch seine Wahrnehmung.

Doch was … oder wer … formt die Wahrnehmung?

 

Die Baumwurzeln erbebten … und gaben den Blick in den Abgrund frei, wo die toten Nonnen im schwarzen Habit einen Kreis bildeten … und sich vor dem Rauschen verbeugten, das aus der Ferne näher kam.

Sie hielten einander die Hände.

Wasser rann ihnen unaufhörlich über die Tracht und versickerte in neun Pfützen im Boden.

Die Augenhöhlen waren gähnende leere Mäuler aus Nacht gewoben.

 

Rezension:

Der Taucher Cesar Suarez (Uve Teschner) begegnet in der Tiefe einem Wesen und wird seitdem das Geräusch in seinem Kopf nicht mehr los. Dann kommt es zu einem tragischen Unfall in den Dekompressionskammern des Marinestützpunktes, nur Suarez überlebt und ihm wird klar, wer der Schuldige ist. Gibt es wirklich eine Rettung für ihn in einem Dschungel-Waisenhaus?

 

Erneut bieten uns die Autoren Andreas Gloge und Volker Sassenberg eine Geschichte fernab der Haupthandlung. Zwar steht ein Fahler Ort im Zentrum des Hörspiels, jedoch könnte die Geschichte auch komplett ohne das Serien-Logo für sich alleine bestehen.

Der Ruf des Leviathans ist eine stimmungsvolle Horror-Story. Cesar Suarez ist ein Getriebener. Er weiß, dass er irgendwie Schuld ist am Tod der vielen Menschen und er möchte das Geräusch in seinem Kopf loswerden. Doch der Ort der Heilung erweist sich als mindestens ebenso grauenvoll. Seine Verzweiflung ist so groß, dass er die seltsamen Zufälle, die ihn auf seinen Weg begleiten, einfach so hinnimmt. Wie etwa die Hilfe von Yolanda Fuentes (Silke Werner) und Pater Miguel ( Gerald Paradies).

Uve Teschner gibt sich allergrößte Mühe, den spanischen Akzent seiner Figur Suarez überzeugend darzustellen. Tatsächlich zweifelt man zu keinem Zeitpunkt daran, eine geschundene Kreatur vor sich zu haben, die mit Schuld und Schmerzen leben muss und dennoch bereit ist, sich für jemand anderen zu opfern. Silke Werner gibt ihrer Yolanda die nötige Mischung aus Härte und Gefühl, um selbst die Action-Sequenzen nachvollziehbar darzustellen. In den Momenten der Kindheitserinnerungen und größter Verzweiflung ist sie sanft und zerbrechlich.

Unterstützung finden die Sprecher durch einen vielbeschäftigten Erzähler (Jürgen Kluckert) und von einer gewaltigen Geräuschkulisse, die wie immer kraftvoll und umwerfend in die Ohren drängt.

Wäre der Serienbezug etwas größer, könnte man rundum zufrieden sein. Vielleicht aber tauchen Leviathan und Sammlerin wieder auf. Potential hätten sie.

 

Fazit:

»Der Ruf des Leviathans« entführt uns in den Dschungel und in eine unheimliche Welt jenseits aller Hoffnung und voller Kindheitsalpträume. Leider geht es in der eigentlichen Serie immer noch nicht erkennbar weiter. Trotz der hohen Qualität der Folge wünscht man sich wieder mehr Gabriel Burns.

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Eure Meinung:

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Hörspiel:

Der Ruf des Leviathans

Reihe: Gabriel Burns 39

Umfang: 1 CD

Laufzeit; ca. 69 Minuten

Decision Products (Sony Music), 6. Dezember 2013

Drehbuch: Andreas Gloge und Volker Sassenberg

Musik: Matthias Günthert, Volker Sassenberg und Manuel Rösler

Tontechnik und Schnitt: Marc Sander und Volker Sassenberg

Tonassistenz: Antonia Pehle

Cover und Illustration: Ingo Masjoshusmann

 

ASIN: B00FP45SN0

 

Erhältlich bei Amazon

 

Sprecher:

Intro: Hans Paetsch

Erzähler: Jürgen Kluckert

Almirante Corsa: Ferdinand Schrink

Offizier: Raphael Kübler

Cesar Suarez: c

Militärrichter: Sven Riemann

Verteidiger: Thomas Nero Wolff

Bakerman: Ernst Meincke

Nevio: Andreas Richter

Yolanda Fuentes: Silke Werner

Pater Miguel: Gerald Paradies

Junge Yolanda: Maja Velimir

Verfolger: Ulrich Drogge

weitere Infos:

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Erstellt: 26.03.2014, zuletzt aktualisiert: 24.05.2019 09:22