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Die Legion von Scardeen (Martin Kay; Dust1)

Rezension von Ramona Schroller

 

Klappentext:

Wahrscheinlich wäre Simon Thomas McLaird an diesem Morgen nicht aufgestanden, hätte er gewußt, daß sich sein Leben radikal verändern wird. Das Motocross-Rennen mit seinem Freund Calvin Nash beginnt noch harmlos, doch keiner von den beiden soll je die Ziellinie überfahren.

Unvermittelt werden sie Zeugen einer UFO-Landung und befinden sich bald darauf in einer galaktischen Auseinandersetzung von unvorstellbaren Ausmaßen.

 

Zusammenfassung:

Simon McLaird ist eigentlich ein ganz normaler Sterblicher - ein Mensch der Erde des 21. Jahrhunderts. Er geht einer Arbeit nach, er hat Freunde, nie hätte er es sich träumen lassen, in ein solches Abenteuer verwickelt zu werden. Nie! Und doch wird er Zeuge einer UFO-Landung, die Aliens nehmen Kontakt zu ihm auf, und kurz darauf sind auch noch sämtliche Geheimdienste der USA hinter ihm her. Notgedrungen wird Simon zum ersten interstellar Reisenden der Erde, und er begreift, daß sein kleiner blauer Planet nichts ist gegen die Bedrohungen des Weltalls. Oder sollte die Welt, von der er stammt, nur ein Spiegel des Machtkampfes der Scardeen sein?

 

Rezension:

Martin Kays SF-Saga DUST erstmalig in Buchform, mit einigen neuen Szenen und geballter Action. Der erste Band „die Legion von Scardeen“ umfaßt die ersten vier Bände seiner Romane: die Legion von Scardeen, die vierte Dynastie, Mazoni - die verbotene Welt und der neue Schwertträger.

 

Wer SF ala Enterprise oder Babylon 5 sucht, wird enttäuscht. Kay fährt mit geballter Action und einem Helden auf, dessen Mundwerk man nach seinem Tod wahrscheinlich noch extra ins Jenseits befördern muß. Eine verwirrende Geschichte um Agenten, Macht, Doppelagenten und Kontrolle tut sich auf. Verwirrend? Vielleicht ein bißchen, jedenfalls aber vollauf unterhaltsam und voller Knalleffekte.

 

Die Drahusem sind ein kleines Volk innerhalb eines intergalaktischen Reiches, das von den Scardeen kontrolliert wird. Die Scardeen stellen Wissenschaft und Technik über alles, während die Drahusem weiter an ihrem Glauben festhalten wollen. Der Konflikt ist vorgezeichnet und kann eigentlich von Anfang an nur ein Ende haben. Die Drahusem, verzweifelt bemüht, den Scardeenern zu beweisen, daß Wissenschaft und Technik doch nicht alles ist, beginnen die Suche nach DUST, einem Planeten, auf dem es einen Kristall geben soll, der göttliche Kräfte besitzt. Damit wollen sie beweisen, daß Scardeen sich irrt.

 

Lee A Maro und Ken Dra gehören zu einer solchen Forschungsgruppe, und sie geraten einem Schiff der Scardeen in den Weg. Sie fliehen auf einen kleinen blauen Planeten jenseits aller Sternenkarten - die Erde, und treffen auf Simon McLaird. Doch leider ist ihre Landung nicht unbemerkt geblieben, die Geheimdienste der Welt versuchen der Alien habhaft zu werden. Simon findet sich plötzlich in der Rolle eines Geächteten und Gejagten wieder, ihm bleibt keine andere Möglichkeit, als mit den beiden Drahusem zu fliehen. Doch der Besuch der Erde war nicht völlig umsonst. Es gibt Hinweise auf DUST.

 

Kay hetzt den Leser geradezu von einem Höhepunkt zum nächsten. Explosionen, Laser-Waffen und was da mehr aufgewartet werden. Und über dem allen, scheinbar merkwürdig veraltend wirkend, Lee A Maro, die Schwertträgerin. Und die hat tatsächlich ein Schwert.

 

Die Figuren sind nachvollziehbar, passen sich erstaunlich schnell den Begebenheiten an. Selbst die Amazonen wirken nicht, wie so oft, wenn sie von männlichen Autoren herbeizitiert werden, stereotyp und männerfeindlich. Natürlich gibt es da die bösen Amazonen, aber selbst die fressen das andere Geschlecht nicht gerade auf. Sie sind eben Soldatinnen, Assassinen der Scardeen. Simon berappelt sich für meinen persönlichen Geschmack ein bißchen zu schnell, aber das ist auch Teil der Geschichte, ihm bleibt keine andere Wahl. Vielleicht ist sein loses Mundwerk auch ein kleines bißchen auf seine Unsicherheit zurückzuführen.

 

Der Hintergrund ist erstaunlich „untechnisch“ geschildert, was herrlich erfrischend ist nach anderen SF-Romanen und Zyklen. Der Schwerpunkt der Handlung liegt auf der Action, und so soll es auch bleiben. Ein kleiner Schuß Mystik bringt erst die richtige Würze und macht Lust auf mehr.

 

Alles in allem ist Martin Kay ein gutes, solides Werk gelungen. Erfrischend anders als das althergebrachte. Bei DUST macht das Lesen richtig Spaß.

 

 

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Die Legion von Scardeen

Reihe: DUST

Martin Kay

A5 Paperback, 228 Seiten Umfang,

Titelbild: Rick F. van Koert,

ISBN 3-93642-19-7

Erhältlich bei: Atlantis-Verlag

 

Band 1 beinhaltet die ersten vier "Dust"-Hefte in überarbeiteter Form, drei komplett neu geschriebene Kapitel, die näher auf Jee A Marus Flucht vor den Scardeenern und auf den NSA-Agenten Harry Thorne eingehen, ein Vorwort des Autors sowie ein umfangreiches Glossar aus dem DUST-Universum.

 

weitere Infos:


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Erstellt: 24.05.2005, zuletzt aktualisiert: 29.10.2019 10:13